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French Open in Paris

Das einzige Sandplatzturnier auf Grand Slam-Ebene

Nach den großen Hartplatzturnieren von Indian Wells und Miami im März beginnt in Europa die Phase der Sandplatzturniere mit bekannten und zum Teil berühmten Turnieren wie Rom und Monte Carlo, auch Barcelona und Madrid sind zu nennen. Der Höhepunkt der Sandplatzsaison ist das Turnier in Paris - die French Open. Dabei handelt es sich um das zweite Grand Slam-Turnier des Jahres.

French Open: Inhalt

French Open - Geschichte und Bedeutung

Tennisturniere French Open in ParisIm Profitennis hat sich der Hartplatz als Bodenbelag durchgesetzt. Es wird in Melbourne auf Hartplatz gespielt, die großen Turniere in den USA im März werden auf Hartplatz gespielt und nach Wimbledon beginnt die Nordamerika-Tournee. Auch die Hallensaison ist mit Teppich eher dem Hartplatz zuzurechnen. Der Sand ist zwar das ganze Jahr über auch ein möglicher Belag, die großen Turniere konzentrieren sich aber auf die Zeit von April bis Mai und der Höhepunkt und Abschluss dieser Saison ist mit den French Open gegeben.

Gespielt wird in Paris bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts und das Turnier lockt jedes Jahr viele Menschen nach Paris, weil hier richtig etwas los ist. Dabei kann es sich auch bewähren, wenn man eine Großpackung Geduld mitbringt, weil ein Tennisspiel bei den Herren wird traditionell auf drei Gewinnsätze gespielt und das kann bedeuten, dass es eine fünfstündige Auseinandersetzung über fünf Sätze geben kann, bis der Sieger feststeht. Auch bei den Damen hat es schon dreistündige Partien über drei Sätze gegeben, wenn zwei Damen am Werk sind, die eher abwartend agieren oder die nicht den besten Tag haben und es viele Fehler gibt. Dann dauert die Geschichte auch länger.

Der Sand teilt das Feld emotional ziemlich auf, denn die einen lieben den Sand und schätzen es, wenn sie vier Stunden am Center-Court schwitzen dürfen, die anderen mögen den Sand gar nicht. Ein Stefan Edberg hatte überall gewonnen, aber die French Open konnte er nicht für sich entscheiden, obwohl er das Finale erreichen konnte. Ein Boris Becker hatte mit Sand eine eher problematische Beziehung. Auch andere Spieler haben so ihre Mühe. Roger Federer benötigte viele Anläufe, um auch dieses Grand Slam-Turnier einmal für sich entscheiden zu können.

Ganz anders ist es bei den Spaniern, die den Sand lieben und da speziell Rafael Nadal, der zu einem Seriensieger wurde, wie man dies bei einem Grand Slam-Turnier noch nie erlebt hatte.

Sportliche Bedeutung

Die French Open sind als Grand Slam-Turnier wie ausgeführt bei den Herren auf drei Gewinnsätze (Best-of-five) zu spielen, bei den Damen wie gehabt auf zwei Gewinnsätze (Best-of-three). Es gibt den Jugendbewerb, das Einzel bei Damen und Herren, Doppel und Mixedbewerb und zusätzlich drei Runden Qualifikation, bevor das Turnier überhaupt startet. Alle, auch die Nummer eins, die im Hauptfeld stehen, müssen sieben Runden gewinnen, wenn sie das Turnier für sich entscheiden wollen.

Für den Sieg gibt es 2.000 Punkte für die Weltrangliste und das Turnier ist natürlich hoch angesehen und will jeder gewinnen. Besonders wichtig ist es jenen Leuten, die wissen, dass sie auf keinem anderen Belag so gut sind wie auf Sand. Ein defensiver Grundlinienspieler wird Mühe haben, Wimbledon zu gewinnen, aber in Paris hat er gute Möglichkeiten. Doch das überlegen sich die anderen Sandplatzspieler auch und deshalb ist es noch beeindruckender, wie viele Titel Rafael Nadal gewinnen konnte.

Es geht auch anders, weil manche haben Paris schon ausgelassen, um sich auf Wimbledon zu konzentrieren, etwa ein Ivan Lendl, dem es nie gelang, Wimbledon zu gewinnen. Er liebte die French Open, aber er wollte unbedingt in London auch gewinnen und verzichtete für ein Jahr. Es brachte ihm aber nichts ein.

Wann werden die French Open gespielt?

Die French Open in Paris Roland Garros finden jedes Jahr im Mai statt und zwar nach den großen Sandplatzturnieren von Monte Carlo, Barcelona, Madrid und Rom. Rom ist immer der letzte große Prüfstein für die Form, bevor es zum Grand Slam-Turnier Mitte Mai geht. Mit der Qualifikation geht es los und dann wird zwei Wochen in den genannten Bewerben um den Erfolg gespielt.

Unter der nachstehenden Internetseite des Veranstalters finden Sie alle Auslosungen, Berichte, Videos und natürlich Ergebnisse des Turniers.

https://www.rolandgarros.com/en-us/

 

Siegerinnen bei den French Open seit 1970

Betrachtet man die Siegerliste der Damen bei den French Open, so fällt auf, dass es in den letzten Jahren keine Seriensiegerin geben kann. Zwar gewann Serena Williams immer wieder, auch Maria Sharapova zeigte ihr bestes Tennis auf Sand, aber eine Titelverteidigung fällt viel schwerer als Superstar Rafa Nadal bei den Herren. Überraschungen sind dafür leichter möglich wie etwa der Sieg von Jelena Ostapenko aus Lettland 2017, die die hochfavorisierte Simona Halep aus Rumänien besiegen konnte. Jene holte sich dann 2018 den Titel.

Ergebnis 2019

Ashleigh Barty (Australien/8) - Marketa Vondrousova (Tschechien) 6:1, 6:3

Siegerliste French Open Paris

2019 Ashleigh Barty (Australien)
2018 Simona Halep (Rumänien)
2017 Jelena Ostapenko (Lettland)
2016 Garbine Muguruza (Spanien)
2015 Serena Williams (USA)
2014 Maria Sharapova (Russland)
2013 Serena Williams (USA)
2012 Maria Sharapova (Russland)
2011 Li Na (China)
2010 Francesca Schiavone (Italien)

2009 Svetlana Kutsnetsova (Russland)
2008 Ana Ivanovic (Serbien)
2007 Justine Henin (Belgien)
2006 Justine Henin-Hardenne (Belgien)
2005 Justine Henin-Hardenne (Belgien)
2004 Anastasia Myskina (Russland)
2003 Justine Henin-Hardenne (Belgien)
2002 Serena Williams (USA)
2001 Jennifer Capriati (USA)
2000 Mary Pierce (Frankreich)

1999 Steffi Graf (Deutschland)
1998 Arantxa Sanchez Vicario (Spanien)
1997 Iva Majoli (Kroatien)
1996 Steffi Graf (Deutschland)
1995 Steffi Graf (Deutschland)
1994 Arantxa Sanchez Vicario (Spanien)
1993 Steffi Graf (Deutschland)
1992 Monica Seles (Jugoslawien)
1991 Monica Seles (Jugoslawien)
1990 Monica Seles (Jugoslawien)

1989 Arantxa Sanchez Vicario (Spanien)
1988 Steffi Graf (Deutschland)
1987 Steffi Graf (Deutschland)
1986 Chris Evert (USA)
1985 Chris Evert (USA)
1984 Martina Navratilova (USA)
1983 Chris Evert (USA)
1982 Martina Navratilova (USA)
1981 Hana Mandlikova (CSSR)
1980 Chris Evert (USA)

1979 Chris Evert (USA)
1978 Virginia Ruzici (Rumänien)
1977 Mima Jausovec (Jugoslawien)
1976 Sue Barker (England)
1975 Chris Evert (USA)
1974 Chris Evert (USA)
1973 Margaret Smith Court (Australien)
1972 Billie Jean King (USA)
1971 Evonne Goolagong (Australien)
1970 Margaret Smith Court (Australien)

 

Sieger bei den French Open seit 1970

Ein Blick auf die Siegerliste zeigt ganz klar, dass es sich bei den French Open um ein Sandplatzturnier handeln muss. Es finden sich zahlreiche Spanier und Argentinier, den Rekord hält seit 2019 Rafael Nadal, der unglaubliche 12 Titel holte. Die Aufschlagtypen wie Sampras, Becker, Edberg & Co vermisst man aber in der Siegerliste. Obwohl Stefan Edberg immerhin ein Finale erreichen konnte.

Österreich ist auch vertreten, denn Thomas Muster gewann nicht ganz überraschend in Paris seinen einzigen Grand Slam-Titel. Dominic Thiem war 2018 im Finale und kam als erster Österreicher 2019 ein zweites Mal in ein Finale des Single-Bewerbs. Aber gegen Rafael Nadal war wenig zu holen.

Ergebnis 2019

Rafael Nadal (Spanien/2) - Dominic Thiem (Österreich/4) 6:3, 5:7, 6:1, 6:1

 

Siegerliste French Open Paris

2019 Rafael Nadal (Spanien)
2018 Rafael Nadal (Spanien)
2017 Rafael Nadal (Spanien)
2016 Novak Djokovic (Serbien)
2015 Stan Wawrinka (Schweiz)
2014 Rafael Nadal (Spanien)
2013 Rafael Nadal (Spanien)
2012 Rafael Nadal (Spanien)
2011 Rafael Nadal (Spanien)
2010 Rafael Nadal (Spanien)

2009 Roger Federer (Schweiz)
2008 Rafael Nadal (Spanien)
2007 Rafael Nadal (Spanien)
2006 Rafael Nadal (Spanien)
2005 Rafael Nadal (Spanien)
2004 Gaston Gaudio (Argentinien)
2003 Juan-Carlos Ferrero (Spanien)
2002 Albert Costa (Spanien)
2001 Gustavo Kuerten (Brasilien)
2000 Gustavo Kuerten (Brasilien)

1999 Andre Agassi (USA)
1998 Carlos Moya (Spanien)
1997 Gustavo Kuerten (Brasilien)
1996 Yevgeny Kafelnikow (Russland)
1995 Thomas Muster (Österreich)
1994 Sergi Bruguera (Spanien)
1993 Sergi Bruguera (Spanien)
1992 Jim Courier (USA)
1991 Jim Courier (USA)
1990 Andres Gomez (Ecuador)

1989 Michael Chang (USA)
1988 Mats Wilander (Schweden)
1987 Ivan Lendl (CSSR)
1986 Ivan Lendl (CSSR)
1985 Mats Wilander (Schweden)
1984 Ivan Lendl (CSSR)
1983 Yannick Noah (Frankreich)
1982 Mats Wilander (Schweden)
1981 Björn Borg (Schweden)
1980 Björn Borg (Schweden)

1979 Björn Borg (Schweden)
1978 Björn Borg (Schweden)
1977 Guillermo Vilas (Argentinien)
1976 Adriano Panatta (Italien)
1975 Björn Borg (Schweden)
1974 Björn Borg (Schweden)
1973 Ilie Nastase (Rumänien)
1972 Andres Gimeno (Spanien)
1971 Jan Kodes (CSSR)
1970 Jan Kodes (CSSR)

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