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Kippstangen im Ski Alpin

Kippstangen: von Vorteil und gefährlich zugleich

In den Dokumentationen früherer Skirennen sieht man noch, dass es keine Kippstangen beim Rennen im Rahmen vom Ski Alpin gab. Zwar bewegten sich die Tore mit, wenn sie berührt wurden, aber sie hatten kein Gelenk, wodurch man sie wegboxen konnte, wie das heute im Slalom völlig üblich ist.

Kippstangen für dynamische Fahrweise

Im modernen Skisport gibt es längst die Kippstangen, die ein solches Gelenk haben und damit haben sie einen großen Vorteil und einen großen Nachteil. Der Vorteil gegenüber den alten Stangen, die es schon lange nicht mehr im Skizirkus gibt, ist schlichtweg der, dass man eine viel engere Linie fahren kann, was besonders beim Slalom viel Zeit einsparen hilft.

Der große Nachteil ist, dass man die weggeboxten Stangen schnell wieder zu Gesicht bekommt, wenn man nicht schnell genug ist, denn die Stangen federn förmlich zurück und das kann sehr schmerzhaft sein. Deshalb fährt heute ein Skifahrer speziell im Slalom gepanzert wie ein Eishockeyspieler und nicht so wie früher mit einfachen Handschuhen und Haube.

Schutz vor den Kippstangen

Der Helm schützt vor Verletzungen, die die zurückschnellende Stange verursachen kann. Die Beine, vor allem die Schienbeine und Knie sind durch Protektoren geschützt und die Handschuhe sind bis zu den Ellbogen durch Protektoren verlängert, um leichter und schmerzfrei die Kippstangen beiseiteboxen zu können und nicht schwere Prellungen davonzutragen, wenn man doch von einer Stange getroffen wird. Trotzdem kann es den einen oder anderen blauen Fleck geben, wenn man bei einer Stange hängen bleibt und diese zurückgeschleudert wird.

Beim Riesentorlauf gibt es nicht die einzelnen Stangen, sondern die Doppeltore, die durch ein Stück Stoff verbunden sind. Dabei wird das Tor, auf dessen Seite der Fahrer vorbeikommen muss, ebenfalls als Kippstange fixiert, sodass auch bei diesem Rennen ein kürzerer Radius in den Kurven gewählt werden kann.

Montage der Kippstangen

Fixiert werden die Kippstangen durch Bohrung im Boden und fixe Verschraubung. Dennoch kann es passieren, dass während des Rennens nachgearbeitet werden muss, womit die Wucht erkennbar wird, mit der die Skifahrerinnen und Skifahrer den Kurs abfahren und die auf den Stangen wirkt, wenn sie weggeboxt werden. Dabei ist die Geschwindigkeit nicht zu unterschätzen, mit der der Kurs abgefahren wird. Selbst beim Slalom sind die Fahrgeschwindigkeiten mit 60 bis 70 km/h beachtlich.

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Kippstangen

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