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Doppeltor im alpinen Skirennen

Kurssetzung für eine langgezogene Kurve

Im alpinen Skirennen gibt es die Möglichkeit, dass man mit Links-Rechts-Kombinationen von Tor zu Tor fährt, wobei jedes Tor teil des Kurses ist und eine Richtungsänderung nach sich zieht. Nach Passieren des einen Tores ist auf der anderen Pistenseite das nächste außen zu umfahren. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Doppeltor zu setzen. Damit ist nicht gemeint, dass es zwei Tore wie vom Riesentorlauf bis zur Abfahrt üblich gibt, die den Raum dazwischen als Kurs bezeichnen, sondern wirklich zwei Tore hintereinander, die eine Einheit bilden.

Doppeltor bei der Kurssetzung

Ein solches Doppeltor bedeutet sowohl beim Riesenslalom, Super-G und in der Abfahrt, dass man eine langgezogene Kurve vor sich hat, die mit dem ersten Tor angekündigt wird und mit dem zweiten Tor abgeschlossen ist. Beim ersten Tor wird die Kurve eingeleitet, zum Beispiel fährt man nach rechts, passiert das Tor und beginnt mit einer langen Linkskurve, wobei das Ziel ist, dass man beim zweiten Tor die Linkskurve so knapp als möglich am Tor abschließt, um nicht zuviel Weg in Kauf genommen zu haben. Das heißt, dass man eher weiter vom ersten Tor entfernt die Kurve beginnt, um sie möglichst eng beim zweiten Tor abschließen zu können. Damit kann man bei entsprechendem Gelände mehr Fahrt aufnehmen und mit diesem Tempo die weitere Strecke zurücklegen.

Das Doppeltor wird vor allem bei Geländeübergängen und bei fast 180 Grad-Kurven eingesetzt. Bei Geländeübergängen passiert es häufig, dass das erste Tor im Steilen gesetzt wird, das zweite Tor hingegen schon im flacheren Bereich, der dann in den nächsten Hang weiterführt. Deshalb ist das Doppeltor oft ein Kriterium für die Bestzeit, weil die Kunst darin besteht, dass man den Schwung des Steilhanges nutzt, um in einem flacheren Bereich die Geschwindigkeit für eine gute Zeit einzusetzen. Verliert man in der Doppelkurve die Linie, dann sticht man den Schwung ab und verliert sehr viel Zeit.

Eine 180 Grad-Kurve ist auch denkbar, indem man von einer Seite des Hanges auf die andere geleitet wird und dort wird mit zwei Toren wieder die Richtung zurück eingeschlagen. Auch hier gilt, dass man einen Mittelweg zwischen genauer Linie und Schwung finden muss, um nicht Zeit durch geringeres Tempo liegen zu lassen.

Besichtigung und Doppeltor

Weil diese Doppeltore gerade oft bei Übergänge eingesetzt werden, müssen sich die Rennläuferinnen und Rennläufer die Kombination besonders gut einprägen. Der wesentliche Punkt ist, dass man zeitgerecht die notwendige Kurve ergo Linie einschlägt, weil man sonst zu früh oder zu spät das zweite Tor ansteuert. Ist man zu früh dran, dann muss man eine zusätzliche Kurve einlegen, um das Tor überhaupt richtig passieren zu können.

Ist man hingegen zu spät, dann fährt man mehr Strecke und verliert an Schwung. Im Falle eines steilen Geländes, das zur Seite wegbricht, kann es auch passieren, dass man das nächste Tor gar nicht mehr erreichen kann, besonders dann, wenn es ein Doppeltor mit hoher Geschwindigkeit ist.

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