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Liste der Begriffe im alpinen Skisport

Von der Haarnadel bis zum Schneepflug

Die alpinen Skirennen sind von den Regeln her den meisten Wintersportfans bekannt, aber es gibt darüber hinaus verschiedene Bezeichnungen, die man zum Teil kennt, zum Teil auch nicht oder ihre wahre Bedeutung nie richtig verstanden hat. Dabei gibt es sarkastische Bezeichnungen genauso wie technische und alleine bei den Schneearten gibt es verschiedene Begriffe, sodass doch eine längere Liste zusammengestellt werden kann.

Auf dieser Seite werden die typischen Begriffe zusammengetragen und kurz erklärt. Ein paar der Begriffe werden in diesem Kapitel auch auf einer eigenen Seite näher beschrieben.

Aggressiver Schnee

Ein Schnee ist dann aggressiv, wenn er sehr trocken ist. Diese Schneeart lässt sehr schnelles Fahren zu, aber verzeiht gerade bei hohen Geschwindigkeiten keine Fehler.

Aggressiver Ski

Ein Ski ist dann aggressiv, wenn er zu scharfe Kanten für den vorhandenen Untergrund hat. Dann kann es sein, dass man Zeit verliert, weil man nicht so gleiten kann, wie das für gute Zeiten notwendig sein kann.

Außenskifehler

Der Außenski ist jener, der in einer Kurve außen geführt wird, zum Beispiel bei einer Kurve nach rechts ist der linke Ski der Außenski. Als Außenskifehler wird jeglicher Fehler bezeichnet, der mit diesem Ski gemacht wird, wobei meist ist es so, dass man mit dem Ski wegrutscht und ausscheidet oder zumindest sehr viel Zeit verliert.

Griesliger Schnee oder Frühjahrsschnee

Unangenehmer Schnee, der schon recht verbraucht ist und speziell bei den letzten Rennen des Weltcups im März anzutreffen ist. Dann sind die Außentemperaturen auch schon höher und in der direkten Sonne reagiert der Schnee ganz anders als zum Beispiel im Jänner bei tieferen Werten.

Haarnadel

So bezeichnet man eine Stange, die aus der Fall-Linie gesetzt ist, das heißt, man hat es mit einer Form einer Spitzkehre zu tun und verliert an Geschwindigkeit. Der Sinn ist der, dass man einen Rhythmuswechsel vornehmen muss und der Kurs nicht so langweilig wird. Eine Haarnadel ist auch interessant, wenn es danach einen Übergang in steileres Gelände gibt, wodurch man zuerst ausgebremst und dann beschleunigt wird.

Innenskifehler

Der Innenski ist in einer Kurve der innen geführte Ski. In einer Kurve nach rechts ist es daher der rechte Ski. Ein Innenskifehler kann sein, dass man mit diesem Ski wegrutscht und das Gleichgewicht verliert. Man kann ausscheiden oder auch viel Zeit liegen lassen.

Kippstange

Die Stange wird per Bohrer im Boden verankert und gibt bei Gegendruck nach, was vor allem im Slalom ein Thema ist. Beim Riesentorlauf und auch im Super-G und in der Abfahrt nutzt man die Kippstange auch, hat aber ein Tor mit zwei Stangen, wobei die innere Stange eine Kippstange ist, die äußere ist eine normale Stange, die aber auch nachgeben kann. Erst durch die Kippstange ist es möglich geworden, sehr eng den Kurs zu befahren, aber das erforderte auch eine entsprechende Schutzausrüstung, weshalb die Rennfahrer wie Boxer gekleidet sind.

Königsdisziplin

Darüber kann man streiten, aber für viele gilt die Abfahrt als die wichtigste Disziplin im alpinen Skizirkus. Für andere ist es der Slalom, weil die Konkurrenz viel größer ist und weil man viel leichter einfädeln kann und damit das Rennen verliert. Andererseits ist es eine Kunst, bei 130 km/h fehlerlos einen Berg hinabzustürzen und da es ein Spektakel mit Sprünge und schnellen Kurven ist, gilt wohl die Abfahrt weiterhin als Königsdisziplin.

Piste bricht

Wenn die Piste nachgibt, weil die Oberfläche schon sehr strapaziert ist, ist es für Teilnehmer mit höherer Startnummer schwierig, die Ideallinie zu halten. Das gilt vor allem für Rennen wie den Slalom, wenn bei den Toren Rillen und Löcher sich gebildet haben. Der Schnee wird auch sulzig und es hängt vom Wetter ab, wie leicht eine Piste brechen kann. Es gab auch schon Rennen, die abgebrochen werden mussten, weil die Oberfläche der Piste nicht mehr hielt und sogar Verletzungsgefahr bestanden hatte.

Pistenpräparierung

Vorbereitung der Piste für ein Rennen, wobei die Oberfläche möglichst kompakt bis eisig sein sollte. Die Piste sollte auch für den letzten Teilnehmer noch faire Bedingungen bieten können, das ist aber wetterbedingt nicht immer möglich. Gearbeitet wird oft mit Salz und natürlich Wasser sowie einen Balken, der über die Oberfläche gezogen wird. Die Piste kann auch starke Reaktionen zeigen und auch der Schnee kann verschieden beschaffen sein, was man nicht immer im Griff hat. Oftmals ist eine Piste in perfektem Zustand, dann kommen zwei Tage Regen und beim Rennen gibt es ganz andere Bedingungen.

Schlagige Piste oder auch unruhige Piste

Darunter ist eine Piste zu verstehen, bei der viele Rillen sich gebildet haben. Es kann aber auch eine pickelharte, eisige Piste mit vielen Wellen sein. Eine schlagige Piste ist unangenehm, wenn sie im Slalom auch mit Löchern bei den Toren versehen ist. Bekannt ist Kitzbühel mit der Abfahrt auf der Streif, die in manchen Jahren mit weniger Schneeauflage sehr schlagig ist und man kaum die Hockeposition halten kann, weil man ständig durchgeschüttelt wird.

Schneepflug

Sarkastischer Ausdruck für Teilnehmer mit geringer Startnummer, die bei schlechten Bedingungen keine Chance auf Erfolg haben, während die hinteren Startnummern viel bessere Bedingungen vorfinden. Das kann zum Beispiel nach starken Schneefall so sein, weil die Piste erst eingefahren werden muss.

Speed-Disziplin

Bezeichnung für die schnellen Rennen wie Abfahrt und Super-G, im Gegensatz zu Slalom und Riesentorlauf als technische Rennen. Speed oder übersetzt Geschwindigkeit ist hier auch das Kriterium, weil man viel schneller fährt als in den technischen Rennen.

Technische Disziplin

Slalom und Riesenslalom (auch Riesentorlauf) sind technische Disziplinen im Gegensatz zu Abfahrt und Super-G, die zu den Speed-Disziplinen zählen. Davon leiten sich auch andere Rennen wie die Kombination ab oder der City-Event, wenn Slalom oder Abfahrt gefragt ist, bei der Kombination sogar in Mischform.

Traverse

Als Traverse bezeichnet man eine Schrägfahrt, was vor allem im Abfahrtsrennen ein Thema ist. Auch im Super-G kann es zu einer Traverse kommen, das ist aber selten der Fall.

Vertikale

Eine Vertikale ist eine Torkombination im Slalom, die aus drei direkt in Fallrichtung gesetzten Toren besteht und verpflichtend zweimal pro Durchgang zu absolvieren ist. Das heißt, wenn es nur eine Vertikale gibt, ist der Durchgang nicht im Sinne der Regeln gesteckt worden.

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Der Überblick zu Begriffe im Ski Alpin liefert eine doch beachtliche Liste von Definitionen, die sich rund um den alpinen Skisport gebildet haben und betrifft speziell zwei Bereiche, nämlich die Piste und ihre Beschaffenheit einerseits und die Stangen als Fallen und Hindernisse andererseits.

In Bezug auf die Stangen gibt es das Doppeltor als Richtungsweiser vom Riesenslalom bis zur Abfahrt, wobei auch dort die Kippstangen zum Einsatz kommen, die speziell im Slalom das ganze Rennen und seinen Charakter massiv verändert haben. Unverändert gibt es speziell im Slalom die Gefahr vom Einfädler und damit dem Ausscheiden.

Bei der Piste sind die Schneebedingungen und die Temperatur zu beachten. Die Piste gibt nach ist etwa häufiger zu hören, weil die Oberfläche ihre Struktur verliert. Die Präparierung oder auch Vorbereitung soll das verhindern, aber das geht nicht immer, speziell bei sehr warmen Temperaturen wird der Schnee schnell weich und es bilden sich Rillen. Der Schneefall kann auch ein Thema sein und gerade bei der Abfahrt fühlt man sich mit einer frühen Startnummer wie ein Schneepflug für die anderen Rennläufer, die später an der Reihe sind.

Was gibt es noch? Die 30er-Regel veränderte den Charakter von Slalom und Riesenslalom enorm, da die besten Rennläufer erst am Ende an der Reihe sind. Das macht es spannend, war aber umstritten, speziell von den Stars, die eine schwächere Piste befahren mussten. Doch das System setzte sich durch. Weiterhin wichtig ist die Ideallinie auf dem Weg zum Erfolg. Und eine große Veranstaltung wurde das Weltcupfinale mit fast allen Disziplinen innerhalb der letzten Bewerbswoche einer Saison.

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