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Einfädler im Skirennen

Tor wurde nicht korrekt passiert

Im alpinen Skirennen gilt es stets, die Tore in der vorgeschriebenen Art und Weise und natürlich auch Reihenfolge zu passieren. Das ist je nach Rennen unterschiedlich in der Technik auszuführen, aber ob man im Slalom die Kippstangen wegboxt oder bei der Abfahrt weiter entfernt vom Tor die Kurve wählt - stets muss das Tor von der richtigen Seite angefahren und passiert werden. Gerade im Slalom gibt es aber die Situation, dass durch den schnellen Rhythmus und Wechsel der Richtung ein Tor nicht richtig passiert wird und es stattdessen zum Einfädler kommt.

Was ist ein Einfädler?

Der Begriff umschreibt eine Situation, in der ein Rennläufer die Kippstange nicht seitlich mit beiden Ski passiert, sondern die Stange zwischen die Beine bekommt. Damit wird das Tor nicht richtig passiert und es kommt zum Torfehler, der zur Disqualifikation führt. Ein Einfädler ist damit gleichzusetzen mit dem Ende der Teilnahme am Rennen, auch wenn es das vorletzte Tor vor dem Ziel sein sollte. Dabei ist dieses Einfädeln oft gar nicht mit freiem Auge zu erkennen, weil die Rennläuferinnen und Rennläufer mit 60 oder mehr km/h unterwegs sind und die Kippstangen sich schnell bei Gegendruck zu Boden neigen.

Daher müssen die Verantwortlichen in der Rennjury oft mehrfach die Fernsehbilder samt Zeitlupe studieren, um überhaupt feststellen zu können, ob es zu einem Torfehler gekommen sein mag. Die Regel besagt, dass man nach einem Einfädler oder jeder anderen Art des Torfehlers sofort das Rennen einzustellen hat. Früher ist man bis zum Ziel weitergefahren und wurde nachträglich disqualifiziert, aber diese Regel wurde aufgehoben und man muss nach einem Torfehler sofort den Kurs verlassen.

Gibt es den Einfädler nur beim Slalom?

Nein, theoretisch und eigentlich auch praktisch kann man jederzeit und bei jedem Rennen die Kippstange zwischen die Beine bekommen, aber es passiert nirgends so häufig wie im Slalom, wo es nur die Kippstangen gibt. Bei Abfahrt, Super-G und Riesenslalom ist die Innenstange des Tores eine Kippstange, aber der Torfehler passiert dort eher dann, wenn man ein Tor nicht mehr erreichen konnte, zum Beispiel durch unfreiwilliges Verlassen der Ideallinie nach einem Geländeübergang.

Aber auch schon in der Abfahrt ist es vorgekommen, dass jemand eingefädelt hat. Günter Mader war dies sogar in Kitzbühel einmal passiert. Er war mit ordentlicher Zwischenzeit vom Steilhang in das Flachstück gefahren, aber dann wurde die Fahrt abgebrochen. Niemand wusste so recht, was los war, bis er später aufgekärt hatte, dass er bei einem Tor eingefädelt hatte.

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