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Fußball und der Zehner

Zehner: der Spielmacher

Im modernen Fußball gibt es ihn fast nicht mehr: den Zehner. Als Zehner wurden die berühmten Spielmacher in Fußballmannschaften bezeichnet, denen man fast Zauberqualitäten nachsagte und die ein Spiel alleine entscheiden konnten. Alternativ setzten sie die Mitspieler ein, vor allem die Stürmer.

Zehner Fußball

Zehner oder Spielmacher im Fußballsport

Michel Platini in der großen französischen Nationalmannschaft war ein solcher Zehner, auch Diego Maradona aus Argentinien war ein solcher und es gab in Deutschland mit Lothar Matthäus oder in Österreich mit Herbert Prohaska solche Spieler.

Der Zehner ist ein offensiver Mittelfeldspieler, der selbst torgefährlich werden kann, der aber auch seine Mitspieler optimal einzusetzen vermag, um eine offensive Aktion einzuleiten. Ob er nun die Abwehr auf sich lenkt und mit einem guten Pass den Angreifer einsetzt oder ob er mit einem weiten Schuss den Torerfolg erreicht, ist dabei nicht so wichtig. Dieser Spieler wird gerne als Spielmacher bezeichnet und heißt deshalb so, weil er oft die Rückennummer 10 trägt, aber nicht immer - Herbert Prohaska spielte zum Beispiel stets mit der Rückennummer acht.

Diese Spieler waren und sind in der Lage, mehrere Gegenspieler auszutricksen und können die ganze Mannschaft mitreissen. Fällt ein solcher Spieler aus, dann merkt man das der Mannschaft oft an, weil die gewohnte Kreativität fehlt - es fehlen also die Ideen, wie man eine dichte Abwehrkette - meist Viererkette - überwinden kann, um zum Torerfolg zu kommen.

Heute gibt es diese Spieler auch noch, aber durch das schnelle und moderne Fußballspiel ist das Kollektiv oft wichtiger als der einzelne Spieler und der Sechser baut oft das Spiel aus der Defensive heraus auf, wodurch der Zehner manchmal sogar ein wenig in der Luft hängt. Dennoch gibt es diese grandiosen Techniker immer noch und es wird sie wohl immer geben.

Ihr Problem ist natürlich häufig, dass sie bestens bekannt sind und deshalb oft zwei Gegenspieler haben, damit sie ihre Klasse nicht ausspielen können. Man spricht dann auch von der Doppeldeckung oder vom Doppeln. Nur wenigen gelingt es, sich aus dieser Umklammerung zu befreien.

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