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Fußballregeln Foul oder Foulspiel

Regelwidrige Aktion im Fußballspiel

Das Foul ist ein Begriff, den man in einigen Mannschaftssportarten kennt und gerade im Fußball ist es ein ständiger Begleiter. Es umschreibt eine regelwidrige Aktion, bei der ein Gegenspieler auf eine Art und Weise gestoppt wird, die mit den Spielregeln nicht vereinbar sind. Daher muss der Schiedsrichter eingreifen und das Spiel bzw. den Spielzug abpfeifen, wobei möglicherweise eine Strafe zusätzliche erfolgen kann oder gar erfolgen muss.

Die Arten von Fouls im Fußballspiel

Denn es gibt verschiedene Arten von Fouls. Wenn man einen Gegner trifft, aber eigentlich den Ball spielen wollte, wird abgepfiffen und es gibt einen Freistoß für die Mannschaft des gefoulten Spielers. Ein Foul muss aber nicht mit den Beinen ausgeführt werden, es ist auch dann gegeben, wenn man den Mitspieler an den Armen hält und zurückhält, damit er seinen Sturmlauf nicht fortsetzen kann. Und dann gibt es natürlich die Abstufungen von Fouls.

Wenn ein Spieler einen Mitspieler zu Fall bringt, aber den Ball offensichtlich spielen wollte, dann wird man vermutlich mit dem Freistoß das Auslangen finden. Wird ein Gegenspieler aber brutal gefoult, sodass auch Verletzungsgefahr entsteht oder gar eine Verletzung Fakt ist, dann gibt es zumindest die gelbe Karte als Verwarnung, vielleicht sogar aber die rote Karte als Ausschluss für den Übeltäter.

Manche Aktionen erfordern keine Diskussionen. Dazu zählt jeglicher Tritt wie im Kampfsport gegen den Körper des Gegners, dazu zählen auch Unsportlichkeiten wie Ellbogenchecks hinter dem Rücken des Schiedsrichters und alle anderen Aktionen, die fern der Sportart dazu dienen, sich einen Vorteil zu verschaffen - oder einfach auf falsche Art und Weise seine Emotionen auszuleben.

Foul und Strafen

Sehr scharf bestraft werden auch Aktionen hinter dem Gefoulten, also Fouls, die von hinten durchgeführt werden, weil sie vom Opfer nicht gesehen werden können und daher keine Gegenmaßnahme, kein Ausweichen möglich ist. Die Verletzungsgefahr ist bei solchen Aktionen besonders groß und daher muss man fix mit einer roten Karte rechnen, wenn man so eine Aktion durchführt.

Die Strafe mit gelber und roter Karte - auch natürlich mit der gelb-roten Karte als Kombination - ist ein Schutzkatalog, um ein faires Spiel zu garantieren. Fouls werden trotzdem durchgeführt, aber sie wären häufiger und brutaler, würde es die Gefahr des Ausschlusses nicht geben. Man erkennt dies auch daran, dass bei einem nicht sehr konsequenten Schiedsrichter so manches Spiel hektisch wird und 40 Fouls durchaus möglich sind - trotz der Kartengefahr. In manchem Spiel gibt es bis zu neun gelbe Karten und das sagt eigentlich ohnehin schon alles über den Verlauf der Partie.

Das Revanchefoul als Retourkutsche

In manchen dieser Fälle reicht es dem Gefoulten nicht aus, dass der "Täter" die gelbe Karte erhalten hat und foult ihn auf ähnliche Weise in einem der nächsten Spielzüge. Man spricht dann vom Revanchefoul, weil sich der ursprünglich gefoulte Spieler auf gleiche Weise revanchiert, quasi seine "Rache" auslebt. Dabei kann es passieren, dass er selbst eine gelbe Karte einfängt, was ihm aber egal ist, weil er nur noch emotional vorgeht. Es kann sogar sein, dass er seine Gefühle überhaupt nicht im Griff hat und so schwer foult, dass er mit einer roten Karte aus dem Spiel ausgeschlossen wird.

Die Aktion bringt aber nichts, sie kann nur das Risiko in sich bergen, dass man selbst eine gelbe Karte bezieht und das hilft der eigenen Mannschaft nicht weiter. Trotzdem sind Revanchefouls immer wieder zu beobachten und Ausdruck der Emotionen, die in einem Spiel herrschen. Meistens sind sie dann zu beobachten, wenn ein Spiel an der Kippe steht oder wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sich überhaupt nicht mögen. Wenn ein Spiel klar für eine Mannschaft steht, sind Revanchefouls kaum auszumachen.

Artikel-Infos

Fußball Regelwerk Foul FoulspielArtikel-Thema:
Fußballregeln Foul oder Foulspiel
letztes Datum:
11. 11. 2019

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