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Einwurf und Regelwerk

Einwurf: Ball per Hände wieder zurückbringen

Die Seitenlinien sind am Fußballfeld nicht zum Vergnügen angebracht, sie haben eine wichtige Funktion. Denn sie grenzen das Spielfeld zu beiden Seiten der Länge nach ab und wenn der Ball über diese Linie hinausrollt oder -fliegt, dann ist ein Out gegeben, wie man es auch von anderen Sportarten, zum Beispiel dem Tennis, kennt. Damit der Ball wieder gespielt werden kann, braucht es den Einwurf.

Funktion des Einwurfs im Fußballspiel

Denn außerhalb des Spielfeldes darf nicht weitergespielt werden. Daher wird abgepfiffen, wenn der Ball mit vollem Umfang die Seitenlinie passiert hat und die Spieler aber weitermachen wollen. Der Schiedsrichter-Assistent zeigt mit seiner Fahne an, welche Mannschaft den Einwurf durchzuführen hat. Zeigt er mit der Fahne nach rechts, dann darf die von links nach rechts agierende Mannschaft den Einwurf durchführen, andernfalls ist die gegnerische Mannschaft am Zug.

Der Einwurf, er wird auch gerne als Out-Einwurf bezeichnet, wird mit beiden Armen durchgeführt, womit der Spieler die einmalige Gelegenheit hat, den Ball mit den Armen zu spielen. Er hält den Ball über seinen Kopf, lässt beide Beide am Boden und befindet sich direkt an der Seitenlinie. Er schaut nach, welcher Mitspieler den Ball entgegennehmen könnte und wirft den Ball kräftig und leichter - je nach Situation - zum Kollegen. Die Gegenspieler wollen den Ball natürlich sofort selbst in ihren Reihen haben und versuchen diese Aktion zu stören.

Daher neigen manche Spieler dazu, mit dem Ball einen Meter weit zu gehen, um eine gute Einwurfsituation vorzufinden. Oder sie gehen mehr als einen Meter weit und gewinnen für ihre Mannschaft ein wenig Platz, aber übertreiben darf man das nicht, weil der Schiedsrichter sonst den Spieler an die ursprüngliche Stelle zurückbeordert. Wird der Einwurf nicht regelkonform durchgeführt, kann auch die Mannschaft wechseln, was bedeutet, dass die andere Mannschaft an gleicher Stelle den Einwurf vornehmen darf.

Wer sich künstlich Zeit lässt, kann auch bestraft werden und es hat schon die eine oder andere gelbe Karte gegeben, die man sich wegen Zeitschindens beim Out-Einwurf geholt hatte.

Einwurf und Fair-Play

Trotz aller Hektik und trotz der riesigen Summen, um die es sich im Profifußball längst handelt, haben sich erfreuliche Situationen entwickelt. Dazu zählt, dass ein Spieler von Team A den Ball über die Seitenlinie befördert, wenn er sieht, dass ein Spieler von Team B verletzt am Boden liegt. Das unterbricht das Spiel und der Spieler kann versorgt werden.

Das setzt aber auch voraus, dass ein Spieler von Team B bei der Durchführung des Einwurfs den Ball nicht zu den eigenen Spielern wirft, sondern zum Gegner, der dann wieder im Ballbesitz ist und dort weitermachen kann, wo er ohne der Verletzung fortgesetzt hätte.