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Empty Net Goal im Eishockeyspiel

Schuss ins Tor ohne Gegenwehr

Im Eishockeyspiel hat man die Möglichkeit, einen Feldspieler mehr auf das Eis zu bringen, wenn man dafür auf den Torhüter verzichtet. Das ist ein riskantes Spiel, weil man beim Eishockey leicht den Puck an den Gegner verlieren kann, aber umgekehrt bietet es auch die Möglichkeit, mehr Druck auf den Gegner auszuüben. Bekommt der aber den Puck und schießt in das leere Tor, dann hat es ein Empty Net Goal gegeben.

Was ist ein Empty Net Goal?

Der typische Fall im Eishockeysport ist dann gegeben, wenn eine Mannschaft mit 3:4 wenige Minuten vor dem Spielende in Rückstand liegt und nach einer kurzen Besprechung mit dem Trainer beschließt, den Torhüter draußen zu lassen. Das heißt, er verlässt die Eisfläche und nimmt auf der Reservebank Platz, dafür spielt ein weiterer Angreifer und man ist mit normalerweise sechs statt fünf Spielern im Einsatz. Das eigene Tor ist damit aber leer. Gelingt es nun dem Gegner den Puck zu erobern und schießt ins leere Tor, dann hat man ein Empty Net Goal erzielt, das im Spielbericht meist als EN abgekürzt wird für Empty Net (Leeres Tor).

Gerade am Ende eines Spiels ist diese Situation häufig anzutreffen, wobei es auch die Variante gibt, dass man nicht erst die letzte Minute oder die letzten zwei Minuten den Torhüter vom Eis nimmt, es gab auch schon Situationen mit fünf Minuten vor dem Ende, weil man zwei Tore aufholen musste. Für den Gegner bedeutet das einerseits mehr Druck, weil es noch mehr Angreifer gibt, aber andererseits eine riesige Chance. Gelingt nämlich der Treffer ins leere Tor, dann hat sich die Geschichte erledigt und man hat das Spiel fix gewonnen.

Daher ist das Empty Net Goal keine offensive Geschichte der Angreifer, sondern eine defensive aus der Not heraus, weil man unter Druck gesetzt wird. Und so kommt es, dass man zwar unter Druck steht, aber gleichzeitig das Spiel offensiv entscheiden kann.

Ist das Empty Net Goal immer möglich?

Nein, das ist es nicht. Angenommen, im zweiten Drittel wird eine Strafe ausgesprochen, weil von Team A ein Spieler den Gegenspieler von Team B regelwidrig zu Fall gebracht hat. Team B hat aber den Puck und spielt die Aktion weiter. In dem Fall kann Team B den Torhüter herausnehmen und mit einem Spieler mehr agieren, weil es kein Risiko gibt. Wenn nämlich ein Spieler von Team A den Puck erreicht, pfeift der Schiedsrichter sofort ab und die Strafe wird ausgesprochen. Das heißt, Team A hat keine Möglichkeit, ein Empty Net Goal zu schießen, das Risiko ist daher keines, obwohl auch das eigene Tor leer ist.

Ebenfalls interessant:

Blueliner

Blueliner ist ein Eishockeybegriff und bezieht sich auf die blaue Linie und vor allem das Powerplay-Spiel ergo das Spiel der Verteidiger.

Breakaway

Als Breakaway bezeichnet man im Eishockeyspiel einen Konterangriff, der mitten in den Angriff des Gegners gesetzt wird.

Dump ´n´ Chase

Dump ´n´ Chase ist eine Angriffsvariante im Eishockeysport, die in Kanada entstanden ist, aber weltweit gespielt wird.

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Empty Net Goal

Mit dem Empty Net Goal umschreibt man einen Torerfolg im Eishockeyspiel, wenn das gegnerische Tor gerade leer ergo ohne Torhüter vorgefunden wurde.

Forechecking

Forechecking ist ein Begriff, den der Eishockeysport geprägt hat, den man mittlerweile auch in anderen Sportarten kennt.

Konter im Eishockey

Der Konter ist ein schnell durchgeführter Gegenangriff, bei dem im Eishockeyspiel eine gute Torchance entsteht.

Penalty / Penaltyschießen

Der Penalty ist im Eishockeyspiel der Strafschuss nach Verhinderung einer klaren Torchance und wird auch für die Spielentscheidung beim Penaltyschießen eingesetzt.

Powerplay

Das Powerplay ist eine bekannte Spielsituation im Eishockeymatch, bei der eine Mannschaft nach einer Strafentscheidung zahlenmäßig überlegen ist.

Shorthander

Der Shorthander oder abgekürzt SH ist ein Torerfolg im Eishockeyspiel, wenn das Tor bei Unterzahl der eigenen Mannschaft erzielt werden konnte.

Three to one

Mit dem Begriff Three-to-one umschreibt man im Eishockey eine Kontersituation mit einer sehr guten Torchance durch zahlenmäßige Überlegenheit.

Ugly Goal

Nicht jedes Tor wird im Eishockeyspiel durch tolle Kombinationen erzielt, es gibt auch das sogenannte Ugly goal, das aber trotzdem als Tor zählt.

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