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Ass im Tennismatch

Der direkte Punkt mit dem Aufschlag

Als Ass (englisch Ace) bezeichnet man einen direkten Punkt im Tennismatch, der durch die Ausführung des Aufschlags gelungen ist. Dabei gibt es auch den zweiten Begriff des direkten Aufschlagpunktes oder Aufschlagwinners, der aber nicht so klar definiert ist, denn ein solcher Punkt ist auch gegeben, wenn der Gegner den Ball noch berühren, aber nicht mehr regelkonform zurückspielen konnte.

Wesentlich ist das Ass für die Statistik, denn gerne wird verglichen, wer mehr Asse schlagen kann und auch turnierübergreifend wird dies erhoben.

Einfacher Punkt im Tennisspiel

Ass im TennisspielDer Aufschlag gilt im Tennisspiel als Waffe, obwohl man mit solchen Begriffen vorsichtig sein sollte. Gemeint ist damit, dass der Aufschläger einen ruhenden Ball hat und selbst entscheidet, wie der nächste Ballwechsel begonnen wird. Er kann den Aufschlag sehr hart oder eher mit Schnitt spielen, er kann in die Mitte oder in Richtung Seitenlinie spielen und der Gegenspieler muss rasch reagieren, weil der Ball mit 190 oder mehr km/h bei den Herren und auch 170 km/h bei den Frauen dahergeflogen kommt. Damit ist man unter Druck und im Nachteil.

Und als zweites Argument kann man mit dem Aufschlag leichte Punkte erzielen. Berührt der Gegenspieler den Ball noch, dann ist es ein Service Winner und man hat mit dem Aufschlag bereits den Punkt in der Tasche. Berührt er ihn nicht mehr, dann hat man ein Ass geschlagen. Ein direkter Punkt ist in beiden Fällen gegeben.

Beim Ass zählt nur die Tatsache, dass der Ball nicht mehr berührt werden kann. Es gibt dafür sogar eigene Statistiken, die nachzählen, wer wie viele Asse geschlagen hat und gerade bei den großen Grand Slam Turnieren werden diese Asse von jeder Runde zusammengezählt. In manchen Spielen kommen die guten Aufschläger auf 30, bei langen Matches auf 50 und mehr Asse pro Match, was natürlich eine sehr gute "Waffe" im Spiel ist, weil man damit freie Punkte bekommt.

Das Ass kann man zum Teil trainieren, indem man die Technik stundenlang verfeinert, aber in Wirklichkeit sind Talent und die richtigen Hebel die Grundvoraussetzungen, um Asse schlagen zu können. Auch die Erfahrung spielt eine Rolle, denn es ist nicht nur die Aufschlaggeschwindigkeit von großer Bedeutung, um ein Ass zu erzielen, sondern auch das Erkennen, in welche Richtung sich der Rückschläger bewegen könnte. Wenn er sich nach außen orientiert und man spielt einen präzisen Aufschlag in die Mitte, ist die Chance auf ein Ass groß.

Zusätzlich spielt der Tennisplatz und sein Belag eine Rolle. Auf Sand wird ein Ass nicht so leicht gelingen wie auf einem schnellen Hartplatz. Das liegt einfach daran, dass der Sand den Ball beim Aufprall abbremst und der Rückspieler mehr Zeit zur Reaktion hat. Ganz schwierig ist es für den Rückspieler auf Rasen und deshalb gibt es beim Rasentennis die meisten Asse - selbst von Spielern, die normalerweise kaum Asse schlagen können. Allerdings hat man in den letzten Jahren das Rasentennis deutlich verlangsamt, damit mehr Spielaktionen möglich werden und nicht nur Ass und Doppelfehler das Spiel entscheiden.

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