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Fußfehler beim Aufschlag

Kein ordnungsgemäßer Aufschlag

Wenn im Tennisspiel ein Aufschlag (englisch Service) durchgeführt wird, dann ist die ausführende Person als Aufschläger meist in einer sehr starken Position. Mit dem Aufschlag kann man mit großer Wucht Druck auf den Gegner als Rückschläger ausüben, aber das setzt auch voraus, dass man diese Wucht aufbieten kann und dass der Aufschlag gelingt. Nicht immer ist dies der Fall und es gibt Tage, an denen will der Aufschlag nicht gelingen.

Dann schießt man den Ball ins Netz oder produziert gleich einen Doppelfehler, weil auch der zweite Aufschlag nicht gelingen mag. Es gibt noch ein anderes Problem, das manche Spieler besonders häufig erlebt haben, nämlich den Fußfehler.

Fußfehler beim Aufschlag im Tennisspiel

Fußfehler beim Tennis-AufschlagEin Fußfehler ist laut Regeln dann gegeben, wenn man während der Aufschlagbewegung seine Stellung durch Gehen oder Laufen stark verändert. Leichte Schrittbewegungen sind hingegen erlaubt. Außerdem ist dann ein Fußfehler zu ahnden, wenn der Spieler die Grundlinie oder gar das Spielfeld mit den Füßen berührt, die gedachte Verlängerung der Seitenlinie überschreitet oder die gedachte Verlängerung des Mittelzeichens überschreitet. Und zwar bevor der Ball getroffen wurde.

Das heißt, dass zuerst der Ball Richtung gegnerische Spielhälfte fliegen muss, bevor man die Grundlinie berühren oder gar übertreten darf. Im Zuge der massiven Ausholbewegung wird man natürlich auch nach vorne befördert, aber wenn der Ball schon unterwegs ist, ist das auch regelkonform. Würde man aber vor dem Abspielen schon sich nach vorne bewegen, könnte man einen Vorteil erzielen und deshalb gibt es diese Regel.

Fußfehler und seine Bedeutung

Gerade die letzten beiden Regeln des Mittelzeichens und der Seitenlinie sind wichtig, weil sie den Aufschläger zwingen, in seiner Hälfte beim Aufschlag zu bleiben und nicht ganz nach außen oder über die Mittellinie hinaus auf die andere Seite zu wechseln. Er muss diagonal den Aufschlag spielen und darf bis zum Schlagen des Balles das Spielfeld nicht betreten. Damit kann er auch die Distanz zum Gegner und dem zu treffenden Aufschlagfeld nicht verkürzen.

Viele Spieler kennen den Fußfehler nur vom Hörensagen, weil sie nie Gefahr laufen, zu früh den Fuß in Richtung Spielfeld zu setzen. Die Bedeutung dieser Regel ist auch deutlich reduziert worden, weil kaum mehr Serve-And-Volley gespielt wird. Die Spieler bleiben an der Grundlinie und warten einmal ab, was die Rückschläger so mit dem Aufschlag machen können. Aber in den 1980er- und 1990er-Jahren gab es noch viele Angriffsspieler, die rasch zum Netz kommen wollten und dieses Bemühen führte mitunter zu Fußfehler, weil man schneller den Fuß im Spielfeld hatte, als man den Ball schlagen konnte. Stefan Edberg war ein solcher Experte, für den der Fußfehler zum ständigen Begleiter wurde. Darüber hat er sich zwar mitunter geärgert, aber andererseits war sein Spiel auf das rasche Vorrücken zum Netz ausgerichtet und so nahm er das Problem in Kauf.

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