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Karenzzeit bei Rundfahrten

Erlaubter Rückstand bei Etappenrennen

Damit das Radrennen irgendwann auch beendet sein kann, gibt es Regeln, die vor allem bei Etappenrennen wesentlich sind. Bei einem Eintagesrennen im Radsport zählt eigentlich ohnehin nur der Sieger, ob man auf Platz 40 mit gleicher Zeit oder auf Platz 100 mit zehn Minuten Rückstand das Ziel erreicht, ist nur mehr ein Fall für die persönliche Statistik. Bei einem Etappenrennen sieht die Sachlage völlig anders aus.

Was ist die Karenzzeit?

Bei der Rundfahrt gibt es die Karenzzeit, wobei viele auch vom Zeitlimit sprechen. Die Karenzzeit ist eine festgelegte Zeitspanne, um die man später als der Sieger ins Ziel kommen darf, ohne aus dem Rennen auszuscheiden. Damit ist es nicht möglich, dass man zwischendurch beim netten Gasthaus etwas Köstliches isst und dann gemütlich ins Ziel rollt, weil dann würde man ausscheiden.

Es gibt keine verbindlichen Angaben, wie hoch die Karenzzeit ist, weil sie von Rennen zu Rennen und von Profil zu Profil unterschiedlich gestaltet sein kann und weil die Durchschnittsgeschwindigkeit eine Rolle spielt. So gibt es die Karenzzeit beim Einzelzeitfahren genauso wie auf der Flachetappe, beim Mannschaftszeitfahren und bei den Bergetappen, wobei gerade bei den Bergetappen diese Zeitangabe wesentlich ist. Hier wird auch schon einmal ein Auge zugedrückt, wenn eine große Gruppe (das Gruppetto) über dem Zeitlimit ins Ziel rollt, weil man nicht mit einem Schlag 40 Fahrer aus dem Rennen nehmen möchte - obwohl es solche Fälle auch schon gab.

Karenzzeit am Beispiel der Tour de France

Bei der Tour de France gilt zum Beispiel eine Karenzzeit von 3 bis 20 %. Das heißt, man darf um bis zu 20 % langsamer sein als der Sieger und wird trotzdem gewertet und darf bei der nächsten Etappe wieder mitwirken. Die erfahrenen Sprinter und Wasserträger wissen in etwa, wie schnell sie über die Alpenpässe fahren müssen, um in der Karenzzeit zu bleiben. Ein Unsicherheitsfaktor ist immer die Geschwindigkeit, denn wenn die Favoriten sehr schnell fahren, erhöht sich zwar durch die Geschwindigkeit auch die Karenzzeit, aber es wird mühsam, die Zeit einzuhalten.

Eine Katastrophe ist für einen Fahrer gegeben, der schon am ersten Berg den Kontakt zum Hauptfeld verliert und alleine 150 oder mehr Kilometer gegen die Karenzzeit fahren muss. Das sind meist Leute, die verletzt sind, an Sturzfolgen leiden oder einfach durch Krankheit geschwächt an den Start gehen mussten. Meist endet so eine Situation durch das vorzeitige Ausscheiden aus dem Rennen.

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Für viele Radsportfans sind gerade die Bergetappen das Herz einer Rundfahrt, vor allem der großen Rundfahrten. Man nennt die schwersten Stücke auch Königsetappe mit meist den höchsten Pässen, wobei hier auch der Begriff Hochgebirgsetappe genutzt wird. Die Karenzzeit ist dann ein Thema der Sprinter, denn sie dürfen sich nicht zu viel Zeit lassen. Immer öfter wird die Bergetappe am Berg selbst entschieden und das führt zur Bergankunft.

Wichtig bei der Durchführung ist die Verpflegungszone mit frischer Nahrung und mit Getränke, wobei man aus dem Teamwagen auch versorgt werden kann. Wesentliche Begriffe sind auch der Prolog als Einführung in die Rundfahrt, der Tourfunk wie bei der Tour de France Radio Tour und natürlich der Teufelslappen als Kennzeichnung des letzten Kilometers - diesen gibt es am Berg genauso wie auf der Flachetappe.

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Karenzzeit bei RundfahrtenArtikel-Thema:
Karenzzeit bei Rundfahrten
Beschreibung: Die 🚲 Karenzzeit definiert, mit welchem Rückstand Radprofis bei einem ✅ Etappenrennen ins Ziel kommen dürfen, um weiterhin startberechtigt zu bleiben.

letztes Datum:
16. 06. 2021

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