Wenn ein Tagesrennen im Radsport auf der Straße durchgeführt wird, dann spielt die Bergwertung keine Rolle. Es kann schon sein, dass einige steilere Berge überwunden werden müssen, doch es zählt nur der Sieg. Anspruchsvolle Rennen wie jenes in San Sebastián oder auch die Lombardei-Rundfahrt haben durchaus beachtliche Anstiege in der Strecke, es zählt aber letztlich nur der Sieg im Finale. Nimmt man hingegen an einer Rundfahrt teil, dann verändert sich die Situation deutlich.
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Die Bergwertung ist eine Spezialwertung im Rahmen einer Radrundfahrt, die alle gesammelten Punkte der Bergwertungen zusammenfasst. Der Radprofi mit den meisten Punkten liegt in Führung und wird durch ein spezielles Trikot, das man Bergtrikot nennt, ausgezeichnet. Wer nach Ende der Rundfahrt in dieser Wertung vorne liegt, hat die Wertung auch gewonnen. Es gibt Geld für jeden Tag im Trikot für das Team und auch einen Preis für den finalen Gewinn der Bergwertung.
Diese Wertung setzt sich aus verschiedenen Kategorien zusammen, die die Schwierigkeiten im Klettern dokumentieren. Die großen Rundfahrten, aber auch etwa einwöchige Rundfahrten kennen Anstiege von Kategorie 4 bis zu HC, wobei eine 4er-Kategorie für niemanden ein Problem ist, ein HC-Berg ist ein hoher Pass und große Mühe für alle, speziell aber für die schweren Sprinter. Je schwerer der Berg, desto mehr Punkte gibt es bei der speziellen Bergwertung und werden in die Rangliste der Bergwertung eingetragen.
Generell ist die Bergwertung davon abhängig, wie viele Punkte man sammelt. Es gibt am Beispiel der großen Rundfahrten fünf Wertungskategorien:
Das sind Hügel, für die es nur wenige Punkte gibt. Meist fährt man überhaupt nur einen Kilometer bergauf und die ersten Wertungen etwa bei der Tour de France dienen noch im Flachland einfach dazu, einen ersten Führenden in der Wertung zu haben.
Das sind auch eher kleine Berge oder Hügel mit schon längerem Anstieg, aber ohne große Problem. Es kann sich dabei um eine steile Straße handeln, die bald überwunden ist oder auch um einen längeren, aber flacheren Anstieg. Eine Etappe mit drei solcher Bergwertungen in Folge kann auch sehr anstrengend werden und ein hektisches Renngeschehen zur Folge haben.
Steilere Berge, die auch länger - zum Beispiel 6 bis 10 Kilometer hinaufzuklettern sind. Solche Berge sind etwa als Bergankunft auf jeden Fall zu beachten und können das Feld stark reduzieren, wenn vorne schnell gefahren wird. Häufig trifft man solche Berge auch zwischen hohen Pässen. Dann meint der Laie, dass dieser Berg ja viel leichter ist, aber die Fahrer werden müde und dann kann die Überheblichkeit der Fahrer selbst zum Problem werden.
Steile und lange Berge, die eine Herausforderung darstellen. Solche Rampen werden genutzt, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Es gibt viele Punkte und es gibt auch Anstiege mit 10 oder mehr Prozent Steigung. Schwere Bergetappen etwa bei der Tour de France oder dem Giro setzen sich aus mehreren solchen Pässen zusammen und zum Teil wird auch bis zu 15 Kilometer lang nach oben geklettert.
Die längsten und steilsten Bergwertungen einer Rundfahrt. Dabei werden oft 15 oder mehr Kilometer bergauf gefahren, und zwar zusätzlich mit einer erheblichen Steigung. Manche Berge sind gar nicht so steil, aber sehr lang wie etwa der Col du Galabier, bei dem bis auf über 2.600 Meter Seehöhe geklettert wird. Eine Alternative sind die steilen Berge in den Dolomiten, die 20 und mehr Prozent an Steigung aufweisen. Solche Berge werden auch hin und wieder bei der Vuelta in Spanien eingebaut. Der Großglockner und das Kitzbüheler Horn sind bei der Österreich Rundfahrt auch Berge der Wertung HC.
Bergwertung der 4. Kategorie: 1 Punkt für den Sieger
Bergwertung der 3. Kategorie
Bergwertung der 2. Kategorie
Bergwertung der 1. Kategorie
Bergwertung HC (Vuelta: ESP)
Anwendung der Punkte
Alle Punkte werden zusammengezählt und ergeben die aktuelle Bergwertung. Jedoch ist zu beachten, dass diese Punkteaufstellung bei der Tour de France gilt. Beim Giro gibt es die gleichen Bergwertungen, aber andere Punkte (Bergankunft zum Beispiel 50 Punkte), auch die Vuelta nutzt die Kategorien, aber andere Punkteaufteilungen.
Das Bergtrikot zeichnet jenen Fahrer aus, der in der Bergwertung aktuell in Führung liegt. Das bedeutet, dass dieser Fahrer bisher die meisten Punkte bei den Bergwertungen sammeln konnte und als Belohnung trägt er nicht sein normales Teamtrikot, sondern ein modifiziertes Trikot, das je nach Rundfahrt unterschiedlich aussehen kann, aber trotzdem auch anzeigt, in welchem Team der Fahrer zu finden ist. Ausnahme ist, dass der Führende in der Bergwertung auch in der Gesamtwertung führt. In dem Fall trägt der Zweitplatzierte der Bergwertung stellvertretend das Bergtrikot.
Das typischste Bergtrikot ist jenes bei der Tour de France. Es wurde auf Basis eines Sponsors in den 1970er-Jahren umgestaltet und ist weiß mit roten großen Punkten. Dieses Trikot erkennt man bei der TV-Aufnahme aus der Luft sofort und daher weiß man schnell, wo der Beste der Bergwertung sich aktuell aufhält. Hier gilt auch wieder, dass es sein kann, dass der Zweitplatzierte das Trikot trägt. Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn der Führende der Bergwertung auch der Führende der Gesamtwertung ist. Die Gesamtwertung ist bedeutsamer und daher trägt er das Gelbe Trikot (oder eine andere Farbe - je nach Rundfahrt) des Gesamtführenden, während der Zweitplatzierte der Bergwertung stellvertretend das Trikot des Bergbesten auf der Etappe trägt.
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Artikel-Thema:
Bergwertung in der Rundfahrt
Beschreibung: Die 🚲 Bergwertung ist eine Wertung in einer EMo-CODE9989; Radrundfahrt mit den verschiedenen Kriterien und Punkten je nach Schwierigkeit der Kletterei.