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Bergankunft im Radrennen

Etappe endet am Berg

Im Bereich der Tageseinzelrennen gibt es die Bergankunft eigentlich nicht, aber bei den Rundfahrten wird diese Art von Etappenziel sehr gerne gewählt, wobei die Sprinter keine große Freude haben, die Favoriten für die Gesamtwertung schon eher, auch wenn sie dadurch unter Druck geraten.

Bergankunft: Das Finale findet am Berg statt

Eine Bergankunft ist dann gegeben, wenn nicht im Tal und in einer Stadt der Tagesabschnitt (die Etappe) beendet wird, sondern oben auf dem Berg. Wann eine Bergankunft eine Bergankunft ist, ist dabei nicht festgelegt. So gibt es Etappen, bei denen auf 100 m Seehöhe geradelt wird und der Zielort hat einen Anstieg auf den letzten Kilometern anzubieten, sodass die Fahrer nochmals auf zum Beispiel 250 Meter Seehöhe fahren müssen. Dabei können auch steilere Rampen zu überwinden sein. Manchmal werden solche Stücke auch als Bergankunft beschrieben, aber damit meint man üblicherweise etwas anderes.

Nämlich Bergwertungen, die am Ende der Etappe zu finden sind und die wirklich eine Herausforderung darstellen. Der Klassiker schlechthin ist die Bergankunft hinauf nach Alpe d´Huez, die häufig auf dem Programm steht. Dabei sind 13 Serpentinen zu überwinden und steile Stücke müssen möglichst rasch hinaufgeklettert werden, um im Ziel keine Zeit zu verlieren. Die Sprinter rollen im Paket mit einer halben Stunde Rückstand ins Ziel, die Favoriten kämpfen aber an der Spitze des Feldes um die beste Zeit.

Eine Bergankunft ist für den Kletterspezialisten eine feine Sache, wenn er eine gute Tagesform hat, weil er die anderen in Schwierigkeiten bringen kann. Hat er selbst einen schwächeren Tag, dann hat er ein Problem, weil er viel Zeit verlieren kann. Es gibt danach keine Abfahrt, um sich zu erholen und wieder aufzuschließen und das ist das Besondere an der Bergankunft. Der zweite Faktor ist die Tatsache, dass die Leute natürlich wissen, dass es auf der Bergankunft spannend zugehen wird und dass hier die Besten der Besten zu sehen sein werden. Also gibt es viele tausende Menschen am Straßenrand, die diesem Spektakel beiwohnen wollen, was die Bergankunft zu einer atmosphärisch fantastischen Veranstaltung macht.

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Die Etappen bei der Rundfahrt werden in drei Kategorien untergliedert, wobei es noch eine zusätzliche Einheit mit dem Zeitfahren gibt. Die drei Kategorien sind die Flachetappe, die Mittelgebirgsetappe sowie die Bergetappe als schwerstes Teilstück. Zusätzlich gibt es die Fahrt gegen die Uhr, die jede der drei Kategorien nutzen kann.

Für viele Radsportfans sind gerade die Bergetappen das Herz einer Rundfahrt, vor allem der großen Rundfahrten. Man nennt die schwersten Stücke auch Königsetappe mit meist den höchsten Pässen, wobei hier auch der Begriff Hochgebirgsetappe genutzt wird. Die Karenzzeit ist dann ein Thema der Sprinter, denn sie dürfen sich nicht zu viel Zeit lassen. Immer öfter wird die Bergetappe am Berg selbst entschieden und das führt zur Bergankunft.

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Radrennen BergankunftArtikel-Thema:
Bergankunft im Radrennen
letztes Datum:
26. 08. 2020

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