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Österreich Rundfahrt oder Österreich Radrundfahrt

Österreich Rundfahrt: Etappenrennen seit 1949

Die größten Etappenrennen im Radsport sind die drei dreiwöchigen Schleifen in Frankreich, Italien und Spanien mit Tour de France, Giro d´Italia sowie Vuelta. Dahinter gibt es eine ganze Reihe weiterer Rundfahrten, die in der Regel eine Woche dauern. Manche sind einfacher und haben keine hohen Berge, andere sind schwieriger und bieten auch Hochgebirgsetappen. Zu zweiterer Gruppe zählt auch die Österreich Rundfahrt oder, wie sie gerne genannt wird, Österreich Radrundfahrt.

Österreich Rundfahrt und ihre Entwicklung

Dieses Etappenrennen wurde 1949 das erste Mal ausgetragen und ist seither ein einwöchiges Radrennen, das zwar immer wieder eine neue Streckenführung erfährt, dennoch wiederholende Höhepunkte aufweist. Dazu zählt die Glockneretappe genauso wie das Zeitfahren am Neusiedler See oder auch die Bergankunft am Kitzbühler Horn. Viele weitere Berge und Orte werden und wurden in das Rennen eingebunden, aber diese drei Eckpfeiler prägten die Österreich Rundfahrt in vielen Jahren besonders.

Dabei ist die Glockneretappe das Highlight, obwohl es nicht das sportliche Highlight ist. Das begründet sich darin, dass über den höchsten Berg Österreichs gefahren wird und für das TV-Publikum, aber natürlich auch für das Publikum vor Ort bietet sich eine beeindruckende Landschaft. Bis über 2.500 Meter hoch führt die Großglockner-Hochalpenstraße, doch von dort aus ist es ein langer Weg bis in das Etappenziel, weshalb auf dieser Etappe zwar der Glocknerkönig ermittelt wird, aber die Gesamtwertung verändert sich selten.

Gerade der Titel als Glocknerkönig ist etwas Besonderes, was aber vor allem für die österreichischen Radprofis gilt. So mancher Nichtösterreicher hat als erster den Pass am Hochtor überquert und sich zwar über die Auszeichnung gefreut, aber die Bedeutung nicht ganz verstanden, die damit einher geht.

Kriterium Kitzbüheler Horn

Ganz anders sieht es bei den 20 %-Rampen des Kitzbühler Horns aus, das später erst in das Programm aufgenommen wurde, das aber nun praktisch jedes Jahr befahren wird. Wer dort als Führender am Berg ankommt, hat größte Chancen, die Gesamtwertung für sich zu entscheiden, obwohl die Etappe immer wieder schon am Beginn der Rundfahrt ausgetragen wurde. Der Sieger der Etappe gewann auch die Rundfahrt, wenn das Kitzbüheler Horn auf der zweiten Etappe überwunden wurde. Zwar gibt und gab es andere Bergankünfte auch, aber diese Berge streuen nicht so stark, die Abstände sind nicht so groß.

Beim Kitzbüheler Horn kann es sein, dass zwei Kilometer vor dem Ziel noch eine Gruppe von 15 Fahrer beisammen ist und der Sieger trotzdem 50 Sekunden Vorsprung hat, weil die steilsten Stücke auf den letzten beiden Killometern anzutreffen sind.

Österreich ist laut Hymne ein Land der Berge und die Österreich Rundfahrt demonstriert dies eindrucksvoll. Die Sprinter kommen zwar auch auf ihre Rechnung, aber gewinnen können sie die Gesamtwertung niemals, dazu sind die Bergetappen zu anspruchsvoll.

Sieger der Österreich-Radrundfahrt

1949 wurde die erste Österreich Radrundfahrt ausgetragen und seither findet das Rennen jedes Jahr statt. Seit die UCI ProTour 2005 eingeführt wurde, ist die Österreich Radrundfahrt im Rahmen der UCI Europe Tour als Hors Kategorie eingestuft.

Seit 2005 wird die Rundfahrt im Juli parallel zur Tour de France veranstaltet und kann daher auf viele Profis zurückgreifen, die bei der Tour de France keinen Platz in ihrer Mannschaft gefunden haben. Das Kriterium ist dabei fast immer das Kitzbüheler Horn als Bergankunft und wer dort gewinnt, gewinnt meist auch die Rundfahrt. Aber das muss nicht immer so sein, denn zum Beispiel in der Ausgabe 2017 war Stefan Denifl auf Platz zwei bei der Bergankunft und gewann die Rundfahrt trotzdem. Meist stimmt es aber, dass das Horn den Sieger ermittelt.

Ergebnis 2018

Platz 1: Ben Hermans (Belgien)
Platz 2: Hermann Pernsteiner (Österreich)
Platz 3: Dario Cataldo (Italien)

Siegerliste Österreich-Radrundfahrt

2018 Ben Hermans (Belgien)
2017 Stefan Denifl (Österreich)
2016 Jan Hirt (Tschechien)
2015 Victor de la Parte (Spanien)
2014 Peter Kennaugh (Großbritannien)
2013 Riccardo Zoidl (Österreich)
2012 Jakob Fuglsang (Dänemark)
2011 Fredrik Kessiakoff (Schweden)
2010 Riccardo Ricco (Italien)

2009 Michael Albasini (Schweiz)
2008 Thomas Rohregger (Österreich)
2007 Stijn Devolder (Belgien)
2006 Tom Danielson (USA)
2005 Juan Miguel Mercado (Spanien)
2004 Cadel Evans (Australien)
2003 Gerrit Glomser (Österreich)
2002 Gerrit Glomser (Österreich)
2001 Cadel Evans (Australien)
2000 Georg Totschnig (Österreich)

1999 Maurizio Vandelli (Italien)
1998 Beat Zberg (Schweiz)
1997 Daniele Nardello (Italien)
1996 Frank Vandenbrouke (Belgien)
1995 Steffen Kjaergaard (Norwegen)
1994 Harald Morscher (Österreich)
1993 Georg Totschnig (Österreich)
1992 Valter Bonca (Jugoslawien)
1991 Roman Kreuziger (CSSR)
1990 Dietmar Hauer (Österreich)

1989 Valter Bonca (Jugoslawien)
1988 Dietmar Hauer (Österreich)
1987 Dimitri Konyschew (UdSSR)
1986 Helmut Wechselberger (Österreich)
1985 Olaf Jentzsch (DDR)
1984 Stefan Maurer (Schweiz)
1983 Kurt Zellhofer (Österreich)
1982 Helmut Wechselberger (Österreich)
1981 Gerhard Zadrobilek (Österreich)
1980 Geir Digerud (Norwegen)

1979 Herbert Spindler (Österreich)
1978 Jostein Wilmann (Norwegen)
1977 Rudolf Mitteregger (Österreich)
1976 Wolfgang Steinmayr (Österreich)
1975 Wolfgang Steinmayr (Österreich)
1974 Rudolf Mitteregger (Österreich)
1973 Wolfgang Steinmayr (Österreich)
1972 Wolfgang Steinmayr (Österreich)
1971 Roman Humenberger (Österreich)
1970 Rudolf Mitteregger (Österreich)

1969 Matthijs de Koning (Niederlande)
1968 Jan Krekels (Niederlande)
1967 Rinus Wagtmans (Niederlande)
1966 Hans Furian (Österreich)
1965 Hans Furian (Österreich)
1964 Edy Schütz (Luxenburg)
1963 Jan Pieterse (Niederlande)
1962 Walter Müller (Österreich)
1961 Stefan Mascha (Österreich)
1960 René Lotz (Niederlande)

1959 Stefan Mascha (Österreich)
1958 Richard Durlacher (Österreich)
1957 Gunnar Göransson (Schweden)
1956 Roland Ström (Schweden)
1955 Lasse Nordvall (Schweden)
1954 Adolf Christian (Österreich)
1953 Francis Gelhausen (Luxenburg)
1952 Franz Deutsch (Österreich)
1951 Franz Deutsch (Österreich)
1950 Richard Menapace (Österreich)

1949 Richard Menapace (Österreich)

Übersicht der Unterseiten

Teilnehmer

Das Teilnehmerfeld bei der Österreich Radrundfahrt kann sich trotz der Tour de France jedes Jahr sehen lassen.

Glockneretappe

Die Glockneretappe ist der Höhepunkt schlechthin bei der Österreich Radrundfahrt, vor allem für die österreichischen Radprofis.

Kitzbüheler Horn

Das Kitzbüheler Horn wurde bei der Österreich Rundfahrt zum Kriterium für den Gesamtsieg mit seinen steilen Rampen.

Zeitfahren

Das Zeitfahren beim Neusiedler See hat bei der Österreich Radrundfahrt auch schon Tradition und ist ein Kriterium für den Gesamtsieg.

Wiener Ringstraße

So wie bei anderen Radrundfahrten ist auch bei der Österreich Rundfahrt die Hauptstadt häufig Ort des Finales mit dem Wiener Ring.

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