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Leichtathletik Windmessgerät

Wichtig für die Rekordleistungen

Wenn bei einem Tennisspiel der Wind stark bläst, ist das zwar unangenehm, aber das Spiel läuft, wenn es keinen Orkan gibt, trotzdem weiter. Bei der Leichtathletik hat der Wind eine wichtigere Rolle und zwar vor allem dann, wenn es darum geht, offizielle Weltrekorde anzuerkennen, die den Regeln entsprechen müssen.

Windmessung in der Leichtathletik und deren Bedeutung

Leichtathletik Stadion WindmessgerätDer Wind stört bei vielen Außensportarten und das Beispiel vom Tennis ist natürlich eines, bei dem der Wind sehr wohl durch seine Böen einen Spieler aus dem Konzept bringen kann. Bei der Leichtathletik gibt es im Stadion ein Windmessgerät, das für die Messung des Windes bzw. der Windgeschwindigkeit zuständig ist. Generell ist der Wind ein wichtiger Faktor, denn mit Rückenwind läuft es sich schneller als bei Gegenwind, aber es sind auch die Regeln mit dem Wind verbunden.

Die Regel in Sachen Rekorde besagt etwa, dass ein Weltrekord nur dann anerkannt werden darf, wenn der Rückenwind nicht stärker als zwei Meter pro Sekunde bläst. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 7,2 km/h. Bläst der Wind als Gegenwind, ist die Stärke egal. Dahinter steckt natürlich die Überlegung, dass man durch den Rückenwind in der Geschwindigkeit unterstützt wird, wodurch das eigene Vermögen verbessert wird. Das darf nicht anerkannt werden, denn nur die Leistung sollte zählen und nicht der Rückenwind.

Wenn der Rückenwind mit 1,9 Meter pro Sekunde bläst und man läuft beispielsweise über 400 Meter einen neuen Weltrekord, dann hat man Glück gehabt und der Weltrekord wird anerkannt. Das Windmessgerät ist dabei das Kriterium und dessen Erkenntnisse werden zum Beispiel auch oft in den Fernsehübertragungen eingeblendet, wenn Laufbewerbe durchgeführt werden. Aber nicht nur beim Laufen spielt der Wind eine Rolle.

Die gleiche Regel greift auch beim Weitsprung und beim Dreisprung, also bei Sprungbewerbe, die durch den Anlauf ebenfalls mit der Geschwindigkeit und den Windverhältnissen in Einklang stehen. Allerdings wirkt sich dort der Wind nicht so aus, was den Rekord betrifft. Ein starker Wind kann aber sehr wohl stören, wenn es um den Bewegungsablauf geht. Einen richtigen Vorteil hat man nicht.

Anders sieht es aus, wenn man eine kurze Strecke läuft. 100 Meter bei starkem Rückenwind ist wie eine Auflage für Bestzeiten. Bei einer langen Strecke wie den 10.000 Meter ist die Windmessung hingegen weniger ein Thema, weil man mal Rückenwind und mal Gegenwind spürt und so gleicht sich die Angelegenheit wieder aus, gültig ist die Windregel aber auch dann.

Kein Thema ist das Windmessgerät jedoch in der Halle, denn dort findet das Wetter nicht statt.

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