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Handball-Weltmeisterschaft für Frauen und Männer

Geschichte der WM seit der Premiere 1938

Im Gegensatz zu der Europameisterschaft im Handballsport hat es die Weltmeisterschaft schon viel früher gegeben und zwar seit dem Jahr 1938. Damals gab es die erste WM für die Männer, die aber nicht mit den heutigen Turnieren vergleichbar war. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es unregelmäßige Austragungen, ab 1957 auch für die Frauen.

Geschichte der Handball-WM

Handball-Weltmeisterschaft Liste der WeltmeisterBeim ersten Turnier 1938 gab es ganze vier Nationen, die in einer Gruppe den ersten Weltmeister unter sich ausgemacht haben. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es noch kleine Turniere mit nur sechs Mannschaften 1954. Doch schon 1958 war man auf vier Gruppen zu vier Mannschaften übergegangen, womit 16 Nationalmannschaften an der Weltmeisterschaft im Hallenhandballsport teilnehmen konnten. Die besten beiden Nationen jeder Gruppe spielten dann in der Hauptrunde und das ergab die Finalisten und jene, die um Platz drei spielen konnten.

Ein Jahr davor war die Premiere für die Frauen erfolgt. Diese spielten mit neun Mannschaften ihr erstes Turnier, wobei drei Gruppen zu drei Nationalmannschaften eingesetzt wurden. Bis 1978 gab es unterschiedliche Austragungen von Frauen und Männer, dann wurden die beiden Weltmeisterschaften gleich geschaltet. Der Modus änderte sich ab 1993 nochmals, denn ab dann wurde alle zwei Jahre ein Turnier veranstaltet. Wie bei der Europameisterschaft gibt es die WM für die Männer im Jänner und jene der Frauen im Dezember des gleichen Jahres.

Gespielt wird mittlerweile mit vier Gruppen zu sechs Nationen, also 24 Nationalmannschaften insgesamt. Allerdings ist man sich nie so richtig einig, wie das Turnier ausgetragen werden soll. Es gab schon die Variante mit einer Hauptrunde, in der die Halbfinalgegner erspielt werden und es gab auch den Wegfall dieser Hauptrunde und ein Achtelfinale mit 16 Mannschaften, während die verbliebenen 8 im sogenannten President´s Cup die Plätze 17 bis 24 ausgespielt haben.

Wie auch immer - die stärksten Nationen setzen sich da wie dort durch, wobei es immer wieder Überraschungen geben kann, aber die üblichen Verdächtigen sind trotzdem meist auf den ersten vier bis sechs Plätzen eines Turniers zu finden.

Bedeutung der Handball-WM

Das Turnier wurde zu einem richtig großen Event des Weltsports. Zwar sind es weiterhin die europäischen Nationalmannschaften, die das Sagen haben, aber es gibt auch Überraschungen wie den WM-Titel von Südkorea 1995 oder Brasilien 2013 bei den Frauen. Bei den Männern waren die Europäer bis dato stets erfolgreich. Medial ist die WM vor allem bei den Männern sehr präsent, jene bei den Frauen wird nicht ganz so intensiv verfolgt, obwohl die Bedeutung sehr wohl stark gestiegen ist.

Vor allem zeigt sich wie bei fast allen Sportarten, dass die angeblich schwächeren Nationen aufgeholt haben. Es ist nicht mehr so einfach, durch ein Turnier durchzumarschieren und klare Siege gibt es noch, sie werden aber seltener. Auch im Damenhandball hat sich das Niveau deutlich erhöht und selbst starke Nationen müssen vom ersten Spiel an konzentriert zur Sache gehen, sonst ist das Turnier sofort verloren.

Liste der Weltmeiterinnen bei der Handball-WM

Mit dem Turnier 1957 begann die Geschichte der Frauen-Handball-Weltmeisterschaften, wobei die ersten Turniere noch von wenigen Mannschaften bestritten wurden. Mittlerweile ist die Weltmeisterschaft bei den Frauen ein großes Turnier mit 24 Teilnehmern geworden und es ist die Dichte so umfangreich, dass der Ausgang des Turniers und damit die neue Weltmeistermannschaft kaum mehr vorhersagbar ist, wenn es nicht gerade eine kaum schlagbare Truppe gibt.

Der Blick auf die bisherigen Titelträgerinnen zeigt, dass sich einiges getan hat, vor allem politisch. Denn Jugoslawien, DDR oder UdSSR gibt es schon lange nicht mehr und so haben sich auch die Namen und Länder verändert, die bei den Turnieren mitgewirkt haben. So kann man auch unterschiedliche Ansicht bei den Rekordgewinnern wählen. Die UdSSR gewann den Weltmeistertitel bei den Frauen dreimal - sogar in Folge, Russland viermal. Man könnte daraus den Rekordsieger mit sieben Titel wählen, was aber nicht ganz korrekt ist.

Deutschland hat 1993 gewonnen, die DDR dreimal - auch da wären vier Titel möglich. Die stärksten Nationen sind mit Norwegen und Russland zu nennen, auch Frankreich ist häufiger im Finale anzutreffen. Sensationen gibt es auch manchmal wie etwa den Sieg Brasiliens bei der WM 2013.

Ergebnis Handball-WM 2017 in Deutschland

Platz 1: Frankreich
Platz 2: Norwegen
Platz 3: Niederlande

 

Handball-Weltmeisterinnen aller WM-Turniere

Die Liste zeigt das Finalergebnis und damit die jeweiligen Weltmeisterinnen und die Vizeweltmeisterinnen.

2017 in Deutschland
Frankreich - Norwegen 23:21

2015 in Dänemark
Norwegen - Niederlande 31:23

2013 in Serbien
Brasilien - Serbien 22:20

2011 in Brasilien
Norwegen - Frankreich 32:24

2009 in China
Russland - Frankreich 25:22

2007 in Frankreich
Russland - Norwegen 29:24

2005 in Russland
Russland - Rumänien 28:23

2003 in Kroatien
Frankreich - Ungarn 32:29 nach Verlängerung

2001 in Italien
Russland - Norwegen 30:25

1999 in Dänemark und Norwegen
Norwegen - Frankreich 25:24 nach Verlängerung

1997 in Deutschland
Dänemark - Norwegen 33:20

1995 in Österreich und Ungarn
Südkorea - Ungarn 25:20

1993 in Norwegen
Deutschland - Dänemark 22:21 nach Verlängerung

1990 in Südkorea
UdSSR - Jugoslawien 24:22

1986 in der Niederlande
UdSSR - CSSR 30:22

1982 in Ungarn
UdSSR Weltmeister, Ungarn Vizeweltmeister - Gruppensieg statt Finale

1978 in der CSSR
DDR Weltmeister, UdSSR Vizeweltmeister - Gruppensieg statt Finale

1975 in der UdSSR
DDR Weltmeister, UdSSR Vizeweltmeister - Gruppensieg statt Finale

1973 in Jugoslawien
Jugoslawien - Rumänien 16:11

1971 in der Niederlande
DDR - Jugoslawien 11:8

1965 in der BRD
Ungarn - Jugoslawien 5:3

1962 in Rumänien
Rumänien - Dänemark 8:5

1957 in Jugoslawien
CSSR - Ungarn 7:1

 

Liste der Weltmeister bei der Handball-WM

Schon 1938 gab es für die Männer das erste WM-Turnier, wobei man dieses auch kritisch hinterfragen kann, weil nur vier Nationen teilgenommen haben. Die Erfolgsgeschichte des großen Turniers im Handballsport wurde eigentlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt und erfuhr eine große Dynamik, sodass das WM-Turnier heute ein Großereignis im internationalen Sport geworden ist.

Das Turnier wurde immer größer und bietet längst 24 Nationalmannschaften die Teilnahme, wobei es immer wieder Änderungen im Modus gab, vor allem was das Ausspielen der letzten Platzierungen betrifft. Der President´s Cup ist seit 2007 die Methode, um auch die Platzierungsspiele von Rang 17 bis 24 durchzuführen, sodass die in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften noch weitere Spiele haben können.

Die Folge sind mehr Spiele und mehr Action für die Fans. Da die Leistungsdichte auch eine große ist, sind die Überraschungen immer wieder möglich, wobei die letzten Jahre geprägt von einer sehr starken französischen Mannschaft waren. Interessant ist auch, dass den Männern der Heimsieg bei der WM viel leichter fällt als bei der EM.

Ergebnis Handball-WM 2019 in Dänemark und Deutschland

Platz 1: Dänemark
Platz 2: Norwegen
Platz 3: Frankreich

 

Handball-Weltmeister aller WM-Turniere

Die Liste zeigt das Finalergebnis und damit die jeweiligen Weltmeister und die Vizeweltmeister.

2019 in Dänemark und Deutschland
Dänemark - Norwegen 31:22

2017 in Frankreich
Frankreich - Norwegen 33:26

2015 in Katar
Frankreich - Katar 25:22

2013 in Spanien
Spanien - Dänemark 35:19

2011 in Schweden
Frankreich - Dänemark 37:35 nach Verlängerung

2009 in Kroatien
Frankreich - Kroatien 24:19

2007 in Deutschland
Deutschland - Polen 29:24

2005 in Tunesien
Spanien - Kroatien 40:34

2003 in Portugal
Kroatien - Deutschland 34:31

2001 in Frankreich
Frankreich - Schweden 28:25 nach Verlängerung

1999 in Ägypten
Schweden - Russland 25:24

1997 in Japan
Russland - Schweden 23:21

1995 in Island
Frankreich - Kroatien 23:19

1993 in Schweden
Russland - Frankreich 28:19

1990 in der CSSR
Schweden - UdSSR 27:23

1986 in der Schweiz
Jugoslawien - Ungarn 24:22

1982 in der BRD
UdSSR - Jugoslawien 30:27 nach Verlängerung

1978 in Dänemark
BRD - UdSSR 20:19

1974 in der DDR
Rumänien - DDR 14:12

1970 in Frankreich
Rumänien - DDR 13:12 nach Verlängerung

1967 in Schweden
CSSR - Dänemark 14:11

1964 in der CSSR
Rumänien - Schweden 25:22

1961 in der BRD
Rumänien - CSSR 9:8 nach Verlängerung

1958 in der DDR
Schweden - CSSR 22:12

1954 in Schweden
Schweden - BRD 17:14

1938 im Deutschen Reich
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