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Formel 1 Heckflügel

Flügel zur Verbesserung der Aerodynamik

Der Flügel oder Heckflügel am Formel 1-Rennwagen ist ein wesentlicher Baustein für die gesamte Aerodynamik, um das Auto möglichst schnell über die Rennstrecke bewegen zu können. Der Unterboden spielt eine Rolle, die Schnauze samt Frontflügel ist ein wichtiges Element, aber der Heckflügel, meist nur Flügel bezeichnet, sorgt für den notwendigen Unterdruck, der für die Straßenlage gebraucht wird.

Heckflügel und Formel 1

Formel 1 HeckflügelEs ist nicht so, dass es einen Heckflügel gibt, der am Auto aufgebaut wird und mit dem kann die ganze Saison auf gleiche Weise gefahren werden, weil jede Rennstrecke eine andere Charakteristik hat. Ein Rennen in Monte Carlo kann nicht mit den gleichen Einstellungen durchgeführt werden wie eines in Montreal. Während in Monte Carlo enge Kurven und geringe Geschwindigkeiten gegeben sind, fährt man auf den langen Geraden im Montreal oder auch in Monza Höchstgeschwindigkeiten weit über 300 km/h. Damit braucht es verschiedene Konfigurationen, damit das Fahrzeug auch wirklich gut auf der Straße liegt.

Das heißt, dass das Fahrzeug so eingestellt werden muss, dass man sicher hohe Geschwindigkeiten auf der Geraden fahren kann, aber gleichzeitig auch sicher durch die langsamen Kurven kommt. Bei manchen Rennstrecken ist das besonders schwierig, weil sie enge Schikanen einerseits aufweisen, andererseits aber Hochgeschwindigkeitsgerade anbieten. Stellt man den Flügel flach, dann erhöht man die Möglichkeit der Fahrgeschwindigkeit, aber es kann passieren, dass man dann in den engen und langsamen Kurven weniger Bodenhaftung hat, das heißt, das Fahrzeug kann leichter zur Seite ausbrechen.

Ein Beispiel ist der Kurs in China, der eine lange Start-Ziel-Gerade aufweist, aber dann ein enges In-Field mit verschiedenen langsamen Kurven. Für die lange Gerade braucht man viel Kraft vom Motor, für die Kurven mehr Haftung.

Einstellungen des Heckflügels und die Folgen

Stellt man den Heckflügel hingegen steiler, dann hat man eine gute Bodenhaftung in den Kurven, aber auf der Geraden nicht die Höchstgeschwindigkeiten, die man aufgrund der Motorleistung eigentlich erreichen können sollte. Bei manchen Strecken wie Monza ist die Einstellung noch machbarer, bei anderen Strecken ist es schwieriger, einen Kompromiss zu finden. Die Kunst besteht also darin, den fertigen Wagen so an die Gegebenheiten anzupassen, dass ein optimales Ergebnis, ergo eine perfekte Rundenzeit möglich wird.

Der Heckflügel oder Flügel ist dabei eine der Basissäulen, um dieses Ziel erreichen zu können. Fehlt es an Unterdruck beim Formel 1-Rennwagen, dann hat man Mühe, die möglichen Geschwindigkeiten bei schnellen Kurven umzusetzen. Gerade in solchen Kurven, die häufig mit 200 oder mehr km/h gefahren werden können, sind die Fliehkräfte sehr hoch und der Wagen droht bei missglückter Aerodynamik leichter auszubrechen als bei guter Einstellung, wobei die Fahrgewohnheiten des Formel 1-Piloten auch eine Rolle spielen.

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