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Bobsport Technik

Perfekter Start und gute Kurvenführung

Die halbe Miete ist beim erfolgreichen Bobrennen der perfekte Start. Das ist eine Aussage, die häufig ihre Bestätigung findet, aber nicht immer zutreffen muss. Ein widersprüchliches Beispiel, das aber sehr bekannt wurde, ist Olympiasieger Ingo Appelt aus Österreich, der als bekannt schwacher Starter mit seiner Mannschaft im Viererbob galt. Er war am Start immer deutlich langsamer als die unmittelbaren Konkurrenten, konnte aber mit seiner Kurventechnik mit Fortdauer der Fahrt Zeit aufholen und wurde so zum Beispiel bei den olympischen Winterspielen 1992 Goldmedaillengewinner.

Technik im Bobsport: der perfekte Start zum Erfolg

Aber generell ist der Start schon ein sehr wichtiger Teil der Technik, um siegreich sein zu können. Beim Zweierbob schieben beide Mitglieder den Bob ab der Startfreigabe an, wobei der Steuermann einen eigenen Bügel ausklappt, den er mit beiden Armen festhält und nach vorne schiebt. Der Bremser hat am Ende des Bobs zwei Griffe, um mit vollem Körpereinsatz den Bob anzutreiben. Beim Viererbob erfolgt die gleiche Technik, nur dass die beiden mittleren Mitglieder als Anschieber ebenfalls einen Bügel haben, um den Bob schnell auf Geschwindigkeit zu bringen.

 

Ist der Bob schnell genug auf der eingefrästen Spur unterwegs, dann springt der Steuermann (oder die Steuerfrau) seitlich in den Bob und klappt den Bügel hinein, damit er keinen Luftwiderstand bietet. Beim Zweierbob springt dann der Bremser in den Bob und macht sich klein. Im Viererbob springen die Anschieber nacheinander in den Bob und es folgt dann der Bremser. Die Bügel werden allesamt eingeklappt.

Das bedeutet aber auch, dass das schnelle Anschieben keinen Sinn macht, wenn man es nicht in den Bob schafft. Die Anschieber sowie die Steuerleute selbst müssen daher athletisch fit sein. Für den Viererbob nutzt man gerne Leichtathleten, die schnell laufen können und auch den seitlichen Sprung in den Bob problemlos beherrschen.

Gute Kurvenlage als zweite Voraussetzung

Danach gilt es, mit perfekter Fahrt eine schnelle Zeit zu erreichen. Zum Steuern nutzt der Steuermann die Seile, die im Bob integriert sind und die vorderen beiden Kufen beeinflussen. Im Gegensatz zu den hinteren Kufen sind sie beweglich. Der Steuermann gibt Befehle und entsprechend bewegen sich die anderen Mitglieder oder im Falle des Zweierbob der Bremser. Das bedeutet, dass der Steuermann stets über die Bobkante hinaus nach vorne blickt und ankündigt, welche Kurve kommt. Die anderen sehen nichts von der Strecke und verlagern ihr Gewicht entsprechend. Auf diese Weise kann der Bob besser in der Spur gehalten werden und man kollidiert seltener mit der Abgrenzung, was gefährlich sein kann, aber auf alle Fälle Zeit kostet.

Wird die Ziellinie überfahren, tritt der Bremser in Aktion und sorgt dafür, dass der Bob nach einer Weile zum Stillstand kommt. Dann steigen alle Mitglieder aus und der Bob wird aus der Bahn gehoben.

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Die Grundlage für den Bobsport ist einerseits natürlich der Bob selbst als Gefährt, um sich vom Start zum Ziel in hoher Geschwindigkeit bewegen zu können. Dafür braucht es aber auch eine gesicherte Strecke und das ist die Bobbahn. Notwendig für den sportlichen Erfolg ist natürlich die Technik während der Fahrt und es braucht auch eine entsprechende Ausrüstung.

Unterschieden wird beim Bobsport die Fahrt zu zweit im Zweierbob und zu viert im längeren Viererbob. Seit 2020 gibt es zudem den Monobob.

 

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Artikel-Infos

Bobsport Technik FahrtechnikArtikel-Thema:
Bobsport Technik
letztes Datum:
11. 12. 2020

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