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Zweierbob im Bobsport

Zweierbob: zwei Leute sind ein Team

Der große Unterschied zwischen dem Zweierbob und dem Viererbob im professionellen Bobsport ist bereits im Namen erkennbar, denn beim Zweierbob sind zwei Sportlerinnen oder Sportler im Einsatz, beim Viererbob sind es vier Männer - der Damen-Bobsport umfasst den Viererbob nicht und trägt nur Rennen im Zweierbob aus.

Ein Zweierbob ist um 1,1 Meter kürzer als die größere Variante, braucht aber auch nur zwei Leuten Platz zu bieten. Diese zwei haben unterschiedliche Funktionen. Vorne sitzt die Steuerfrau oder der Steuermann, hinten die Bremserin oder der Bremser. Beide vollführen das typische Startszenario, bei dem nach der Startfreigabe eine Minute Zeit bleibt, um den Bob nach vorne zu bewegen. Dazu nutzt der Steuermann den Bügel, der ausklappbar ist, um den Bob anzuschieben. Der Bremser hat hinten am Bob seine zwei Griffe, um mit voller Kraft für Schub zu sorgen.

Sobald die Startlinie überquert ist, läuft die Zeit. Ist der Bob schnell genug, springt der Steuermann in das Gefährt und ihm folgt kurze Zeit später der Bremser. Der Steuermann bedient die Steuerseile, mit denen die vorderen Kufen beeinflusst werden können und sieht vor sich über der Bobkante die Strecke. Der Bremser sieht gar nichts und macht sich klein. Er bietet damit kaum Luftwiderstand und versteckt sich förmlich hinter dem Vordermann. Dieser hat die Aufgabe, die Kurven anzukündigen und Befehle zu erteilen, in welche Richtung der Bremser sein Gewicht verlagern soll, damit die Fahrlinie gehalten werden kann. Wird die Ziellinie überquert, beginnt der Bremser mit dem Abbremsen des Bobs, indem eine Eiskralle per Seilzug zum Einsatz gebracht wird.

Bei Großveranstaltungen wird im Zweierbob wie im Viererbob mit vier Durchgängen agiert. Zwei Durchgänge erfolgen am ersten Wettkampftag, die beiden letzten am zweiten. Gewonnen hat, wer die wenigste Zeit benötigt hat, um die vier Fahrten durch die Bobbahn zu absolvieren.

Im Zweierbob ist der Start noch wichtiger als im Viererbob, weil man weniger Unterschiede bei den Mannschaften mit dem Gewicht vorfindet und daher die Zeit, die man beim Start verliert, kaum mehr aufholen kann.

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