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Viererbob im Bobsport

Viererbob: vier Leute ergeben ein Team

Der Viererbob ist länger als der Zweierbob und wird nur von Männern gefahren. Im Bobsport haben sich die Damen etablieren können, aber sie bleiben auf den Zweierbob beschränkt, während die Männer auch zu viert durch den Eiskanal rasen. Der längere Bob ist daher eine logische Konsequenz, weil vier Leute Platz finden müssen. Er ist vom Beginn der Vorderkufe bis zum Ende der Hinterkufe 3,8 Meter lang und damit um 1,1 Meter länger als jener für den Zweierbob.

Start und prinzipieller Ablauf des Rennens sind dabei mit jenem des Zweierbob ident. Der Unterschied besteht in der Anzahl der Leute und damit auch im Unterschied der Teams, was die Startleistung betrifft und auch was das Körpergewicht anbelangt, wobei man mit Gewichten im Bob ausgleichen kann. Maximal wiegt ein Viererbob samt Besatzung 630 Kilogramm.

Beim Start hat der Steuermann wieder seinen Bügel ausgeklappt, um diesen festhalten zu können und für Schub zu sorgen. Das ist beim Zweierbob ebenso. Der Bremser hat wieder hinten seine beiden Griffe zum Anschieben, aber dazwischen haben die ergänzenden beiden Anschieber ebenfalls ihre Bügel, um den Bob schnell in Bewegung zu versetzen. Es handelt sich dabei meist um angeworbene Leichtathleten, die ein interessantes Wintertraining durchführen. Es sind schnelle Leute - Sprinter - die helfen, den Bob auf hohe Geschwindigkeit zu bringen. Manche von ihnen sind als Anschieber unterwegs und beenden dann irgendwann ihre Wintersportkarriere, andere steigen auf und übernehmen die Funktion als Bremser oder gar als Steuermann ergo als Kapitän.

Gibt es die Startfreigabe, dann haben die vier Mann eine Minute Zeit, um den Bob in Bewegung zu setzen. Sobald die Startlinie überquert ist, beginnt die Zeit zu Laufen. Wenn der Bob schnell genug ist, springt der Steuermann hinein und ihm folgen die beiden Anschieber und zuletzt der Bremser. Wie beim Zweierbob schaut auch beim Viererbob der Steuermann über die Bobkante hinaus und sieht die Strecke auf sich zurasen. Er erteilt Befehle, in welche Richtung sich die hinteren drei Mann neigen sollen, um ihr Gewicht zu verlagern und bedient die Steuerseile, um die vorderen Kufen zu lenken. Ist die Ziellinie erreicht, beginnt der Bremser mit seinem Bremsmanöver, zu dem eine Eiskralle per Seilzug bedient wird, bis der Bob stehenbleibt und alle Mitglieder aussteigen können.

Beim Viererbob ist ein schneller Start absolut hilfreich, aber nicht ganz so wichtig wie beim Zweierbob, weil man mit einer perfekten Fahrt Zeit gutmachen kann. Das höhere Gewicht der Mannschaft samt Bob bietet hier einige Möglichkeiten. Ein bekanntes Beispiel ist der Österreicher Ingo Appelt, der 1992 Olympiasieger im Viererbob wurde, obwohl er am Start stets Rückstand hatte - aber er verstand es, den Bob perfekt zu führen und holte immer mehr auf, je weiter die Strecke absolviert wurde.

Auch beim Viererbob werden die großen Entscheidungen in vier Läufen durchgeführt. Das bedeutet, dass am ersten Wettkampftag zweimal die Bahn abgefahren wird und am zweiten Wettkampftag die verbliebenen beiden Durchgänge. Gewonnen hat, wer die kürzeste Zeit für alle vier Fahrten aufweisen kann.

Ebenfalls interessant:

Bob

Der Bob ist das Sportgerät für den Bobsport und hat für Zweierbob- und Viererbobbewerbe zwei Dimensionen in Länge und Gewicht sowie bei weiteren Details.

Ausrüstung

Die Ausrüstung für die Bewerbe im Bobsport bestehen aus einem engen Anzug, einem Helm und vor allem den Schuhen.

Bobbahn

Die Grundlage für den Bobsport ist der Eiskanal oder die Bobbahn, die auch für andere Rennen genutzt wird.

Technik

Will man im Bobsport erfolgreich sein, dann braucht es eine gute Technik beim Start und Lenken.

Zweierbob

Der Zweierbob ist die kleinere Bewerbsart im Bobsport, bei der ein Team aus Steuermann und Bremser besteht.

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Viererbob

Beim Viererbob-Bewerb nehmen vier Leute teil, wobei es den Steuermann und Bremser gibt und zwei Anschieber.

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