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Der Stein beim Curling

20 kg Gerät als Spielwerkzeug

Als Spielgerät wird beim Curling der Stein eingesetzt, wobei jede Mannschaft bei jedem End acht Steine bewegt. Am Beginn der Sportart gab es noch unterschiedliche Formen und unterschiedliches Gewicht, wobei die verschiedenen Clans im Mittelalter eher darauf bedacht waren, die größeren Steine als die Konkurrenz zu besitzen - um das Spiel ging es ihnen vielleicht sogar gar nicht. Heute ist Curling ein professioneller Sport, der die Traditionen aber weiterhin lebt - doch die Regeln sind klar vorgegeben und das betrifft den Stein besonders.

Gewicht und Größe des Steins

Curling SteinDer Stein im Curling ist ein kreisförmiger Granit-Stein, der kleiner sein darf, aber Maximaldimensionen nicht überschreiten darf. Diese lauten in den Regeln:

  • maximales Gewicht: 19,96 kg
  • maximaler Umfang: 91,44 cm
  • Mindesthöhe: 11,43 cm

Der Curlingstein wird auch Sterlingstein genannt basierend auf dem ältesten Stein aus dem Jahr 1511, der gefunden wurde und die Inschrift St. Js B Stirling aufweist. Die meisten Steine, die man im Curlingsport antrifft, sind aus dem "Blue Hone" Granit gefertigt, der im Nordosten der Insel Ailsa Craig abgebaut werden kann. Das ist eine 338 m hohe Insel Schottlands und damit die Quelle schlechthin für das Spielgerät, ohne dem der Sport nicht auszuüben ist.

Der Stein selbst hat zwei wesentliche Details und zwar das Band und den Griff. Das Band ist in der unteren Hälfte angebracht und heißt englisch striking edge. Das ist auch nachvollziehbar, denn auf dieser Höhe treffen die Steine aufeinander, um voneinander je nach Wucht des Spielzuges abzuprallen.

Der Griff oder englisch auch Handle ist wiederum notwendig, um dem Stein die nötige Drehung für seine Bewegung Richtung Haus zu geben und außerdem braucht man ja auch einen Stelle, an der man den Stein führen und halten kann, bevor man ihn in Bewegung versetzt.

Was man als Publikum nicht sehen kann ist noch ein drittes Detail. Denn wer sich mit Curling nicht auskennt, meint, dass der Stein mit seiner ganzen Grundfläche am Eis bewegt wird, das ist aber falsch. Auf der Unterseite ist ein Kreis eingeschliffen, auf dem er bewegt wird. Das kann man mit dem Teller vergleichen, der auch auf der Unterseite so einen Kreis zeigt.

Der Stein und die Steinabgabe

Spielt man einen Stein, dann spricht man von der Steinabgabe. Der Stein wird so positioniert, dass das offene Ende des Griffs zum Spieler schaut und logischerweise das geschlossene Ende in Richtung Spielfläche. Während man Schwung holt, um diesen dem Stein mitzugeben, kann man am Griff drehen und so eine bestimmte Richtung vorsehen, man spricht auch vom In-turn und Out-turn. In-turn ist dabei die Drehung im Uhrzeigersinn, Out-turn ist die Drehung gegen den Uhrzeigersinn.

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