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Boxsport und seine Bedeutung

Mehr als ein Kampf zwischen zwei Leuten

Zweikampf im Ring

Boxen ist ein Kampfsport, der eigentlich schon betrieben wird, seit die Menschen leben, denn Auseinandersetzungen wurden auch schon in der Antike zwischen Männern im Duell ausgetragen, wobei die Fäuste zum Einsatz kamen. Auf sportlicher Ebene wurden die ersten Schritte zum heute bekannten Boxen im 17. Jahrhundert in England gesetzt und der offizielle Boxsport existiert seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Zuerst wurde in England das Boxen anerkannt, wenig später - 1888 - auch in den USA und in Kanada. Bereits 1904 war Boxen Teil der olympischen Sommerspiele.

Wie läuft das Boxen ab?

Beim Boxen stehen zwei Kämpfer im Ring und versuchen mit Armschlägen den Gegner zu Boden zu bringen. Dabei sind die Hände und Unterarme bandagiert und mit Boxhandschuhen ausgestattet, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Ein Ringrichter sorgt dafür, dass nach den Regeln gekämpft wird und veranstaltet wird der Boxkampf in einem Ring, eigentlich in einer Arena, deren Mittelpunkt der Boxring ist. Dieser ist quadratisch angelegt und hat drei oder vier Seile, die alle Seiten umspannen.

Innerhalb dieser Fläche versuchen die Teilnehmer, durch gezielte Schläge den Gegner zu besiegen. Dabei ist das Boxen nicht auf Männer beschränkt, denn seit den 1990er-Jahren wurde auch das Damenboxen beliebt und es gibt wie bei den Männern Amateure und auch Profis, die um die Ehre, um viel Geld oder auch um einen Weltmeisterschaftstitel kämpfen.

Je nach Bewerb gibt es unterschiedlich lange Runden, die mit einem Glockenschlag beendet werden. Nach der Pause gibt es die nächste Runde, sodass bei langen Kämpfen in zwölf Runden der Sieger gesucht wird. Auf olympischer Ebene gibt es hingegen nur drei Runden und Profis sind nicht anerkannt. Kämpfe können im Boxen auf verschiedene Weise beendet werden, wobei der K.-o.-Sieg die schnellste Variante ist, wenn ein Boxer niedergeschlagen wurde und nicht mehr rechtzeitig aufstehen kann oder nach Ansicht des Ringrichters nicht mehr fähig ist, am Kampf teilzunehmen.

Bedeutung des BoxensBildquelle: Pixabay.com / Mcability

Das Boxen ist eine Kampfsportart, die im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten sehr medienwirksam ist. Zwar sind die Zeiten der absoluten Superstars im 20. Jahrhundert zu finden und das Boxen hat viel Konkurrenz gefunden, aber Liveübertragungen von WM-Kämpfen ziehen noch immer Millionen Menschen an. Am Höhepunkt des Boxsports waren unglaubliche Summen für einen Boxkampf bezahlt worden, wobei das manchmal ein Problem war, wenn der Sieger nach wenigen Sekunden bereits feststanden. Mike Tyson war so einer, der noch in der ersten Runde gewann - Sponsoren, Veranstalter und Publikum bedauerten die Kürze des Kampfes. Denn man hatte sich natürlich eine längere Unterhaltung gewünscht.

Welche Regeln gibt es?

Beim Boxen handelt es sich um einen sehr kontaktreichen Sport. Was im ersten Moment wie ein willenloses aufeinander Einschlagen aussieht, folgt sehr klaren Regeln. Eine der wichtigsten Regeln: Es sind nur Schläge mit geschlossener Faust erlaubt. Alles andere führt zu einem Foul, dass mit:

enden kann.

Was ist alles verboten?

  1. Andere Schläge
    Schläge mit der flachen Hand oder anderen Körperteilen sind beim Boxen immer verboten und führen in jedem Fall zu einer Verwarnung.
  2. Tiefschläge
    Schläge unter die Gürtellinie sind beim Boxen grundsätzlich untersagt. Dies schließt den gesamten Körper unterhalb des Bauchnabels ein.
  3. Klammern
    Beim Boxen ist das Klammern nicht erlaubt. Boxer werden sofort durch den Schiedsrichter voneinander getrennt.

Wie gewinnt ein Boxer nun seinen Kampf?

Das Bild vom K. O. (Knock-out) ist in den Köpfen auch vieler Laien allgegenwärtig. Hier ist der Sieger eindeutig, da er seinen Gegner so stark trifft, dass dieser kampfunfähig wird. Die meisten Boxkämpfe werden allerdings nach Punkten gewonnen.

Wie verteilen die Ringrichter die Punkte?

Ausschlaggebend ist für die Punktewertung, wer die jeweiligen Runden gewinnt. Im modernen Boxsport wird mit einem System gearbeitet, welches dem Gewinner einer Runde 10 Punkte bringt. Der Verlierer erhält neun Punkte. Niederschläge und Fouls werden ebenfalls in die Punktebewertung einbezogen. Gewonnen werden Runden durch:

  1. Treffer, die klar zu erkennen sind
  2. Aggressivität
  3. Überlegenheit im Ring
  4. Verteidigung.

Außerdem gibt es auch noch den technischen K. O. Dieser kommt zustande, wenn ein Boxer aus dem Ring genommen werden muss – etwa aufgrund einer Verletzung oder weil er nicht mehr kampffähig ist. Wer mehr über die Feinheiten der Regeln erfahren möchte, findet hier einen guten Überblick über den Kampfsport.

Welche Gewichtsklassen gibt es?

Im Boxen treten Kontrahenten nicht einfach wahllos gegeneinander an. Es gibt eine klar festgelegte Einteilung in Alters- und Gewichtsklassen. Diese sorgen dafür, dass Boxer mit ungefähr gleichen Chancen aufeinandertreffen – und nicht etwa einfach die körperliche Überlegenheit für den Sieg verantwortlich ist.

Altersklassen beim Boxen:

  1. Schüler - U13
  2. Kadetten – U15
  3. Junioren – U17
  4. Jugend – U19
  5. Erwachsene

Diese Altersklassen gelten bei Männern und Frauen.

Innerhalb der einzelnen Altersklassen gibt es noch die Einteilung in Gewichtsklassen. Diese sehen folgendermaßen aus:

Übersicht zu den Gewichtsklassen im Amateur-Bereich:

Innerhalb dieser Gewichtsklassen ordnen sich die verschiedenen Boxer ein. Ob das Gewicht immer noch stimmt, wird beim berühmten „Wiegen vor dem Kampf“ einen Tag zuvor überprüft. Es ist übrigens nicht selten, dass Boxer in kleineren Gewichtsklassen vor dem Kampf massiv Gewicht abbauen. So passen sie beim Wiegen in die Gewichtsklasse und legen in den 24 Stunden zwischen Wiegen und Kampf mehrere Kilo zu, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Berühmte Boxer

Geboxt wird nicht erst seit gestern. Wettkämpfe (ob legal im Ring als Massenereignis) im Faustkampf finden seit Jahrhunderten statt. Mittlerweile ist aus dem Sport aber nicht nur ein werbewirksamer und prestigeträchtiger Sport geworden. Auch bei den Olympischen Spielen ist Boxen mit dabei. Klar, in den letzten Jahrzehnten haben es einige Boxer zu internationalem Ruhm erlangt. Welche sind besonders bekannte Namen?

  1. Cassius Clay/Muhammad Ali
    Cassius Clay ist wahrscheinlich einer der berühmtesten Boxer der Nachkriegszeit. 1942 geboren, begann Clay bereits mit 12 Jahren mit dem Boxen. Bereits nach wenigen Jahren erreichte Clay eine Form, die für mehrere Titel bei den Amateuren reichte. Bekannt wurde Cassius Clay, der sich später Muhammad Ali nannte, durch seinen besonders leichtfüßigen Stil mit niedriger Deckung und Kämpfe gegen Boxer wie George Foreman.
  2. Joe Frazier
    Geboren 1944 in South Carolina, begann Joe Frazier mit 15 Jahren mit dem Boxen. Nach seinen Erfolgen bei den Amateuren – die ihn auch zu den Olympischen Spielen brachten – startete Joe Frazier seine Karriere als Profi. Gegen Muhammad Ali stand Frazier dreimal im Ring.

    Im ersten Aufeinandertreffen, dem sogenannten „Kampf des Jahrhunderts“, konnte er Ali einmal zu Boden schicken und gewann am Ende einstimmig nach Punkten. Der zweite Kampf war weniger spektakulär und ging nach Punkten an Ali. Das dritte Aufeinandertreffen ging als „Thrilla in Manila“ in die Geschichte ein: An diesem 1. Oktober 1975 beharkten sich beide Boxer bis aufs Äußerste und gingen an ihre absoluten Leistungsgrenzen. Ali konnte nach der 14. Runde einen Sieg durch technischen K.O. verbuchen, da Frazier aufgrund eines zugeschwollenen Auges von seinem Trainer aus dem Kampf genommen wurde.
  3. George Foreman
    Foreman gehört wie Clay und Frazier zu den besten Profis unter den Boxern der 1960er und 1970er Jahre. Bis 1968 boxte der Amerikaner aus Texas als Amateur, wechselte 1969 aber zu den Profis. Bereits zu Beginn seiner Karriere galt der Boxer als schwieriger Gegner, der Kämpfe oft auch durch K. O. gewann. Spektakulär war der Verlust des WM-Titels 1974 gegen Ali, der als „Rumble in the Jungle“ in Zaire ausgetragen wurde.
  4. Lennox Lewis
    Lennox Claudius Lewis ist ein ehemaliger Profi britisch-kanadischer Abstammung. Besonders sticht Lewis durch den dreimaligen Gewinn der Weltmeisterschaft im Schwergewicht heraus. Damit konnte Lennox Claudius Lewis mit Ali gleichziehen. In seiner Karriere boxte Lennox Lewis gegen andere Schwergewichtslegenden wie Mike Tyson und Vitali Klitschko.
  5. Die Klitschko Brüder
    Vitali und Wladimir Klitschko sind wahrscheinlich zwei der bekanntesten Gesichter im modernen Boxsport. Inzwischen haben beide die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt. Der jüngere Bruder Wladimir Klitschko war mehrere Male Schwergewichtsweltmeister und ist als Dr. Steelhammer bekannt. Doch auch Vitali Klitschko konnte mehrmals WM-Titel gewinnen. Den beiden gelang sogar ein Novum: Erstmals in der Geschichte des Boxsports hielten zwei Brüder zur gleichen Zeit Weltmeistertitel in den Fäusten.

Bekannte Boxverbände

Geboxt wird heute nach strengen Regeln. Für die Aufstellung, Überwachung und Vermarktung des Sports gibt es Verbände, die national und international auftreten. Zu den bekannten Verbänden gehören: WBA, IBF, WBC, WBO. Kämpfe von Boxern der Verbände sind immer ein mediales Ereignis. Neben diesen vier großen Verbänden gibt es noch einige kleinere Verbände, wie IWBF, IBA, WPBF, GBU, AIBA.

Große Wettbewerbe

Zwischen den verschiedenen Verbänden gibt es durchaus gemeinsame Schnittmengen, was aber auch zu Problemen führt. Wenn sich deren Wettkämpfe überschneiden, kostet das Ganze natürlich Geld. Die einzelnen Verbände versuchen, mit großen Wettbewerben und Fights die Boxfans anzuziehen.

So will der Verband IBA mit dem Global Boxing Cup einen neuen Wettbewerb etablieren. Allerdings sind solche Wettbewerbe eher eine Ausnahme. Gerade beim Profiboxen geht es eher um einzelne Titelverteidigungen. Diese füllen allerdings schnell große Hallen. Im Amateursport gibt es dagegen durchaus einige große Wettbewerbe. Eines der wichtigsten Events sind die Olympischen Spiele. Hier treten Boxer aus der ganzen Welt gegeneinander an.

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Bedeutung des BoxsportsArtikel-Thema:
Boxsport und seine Bedeutung
Beschreibung: Der 🥊 Boxsport hat eine sehr große Bedeutung und das hat man schon oft am ✅ medialen Interesse besonderer Kämpfe erkennen können und Boxer berühmt gemacht.

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