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Punktewertung im Boxkampf

Punktewertung: Zählweise beim Boxkampf

Wenn im Boxkampf ein Kämpfer k.o. geht, also von seinem Gegner niedergeschlagen wurde, dann ist der Kampf vorzeitig beendet und die Frage, wer bei den Punkten in Führung lag, stellt sich nicht mehr. Wird der Kampf hingegen bis zum Ende der letzten Runde fortgeführt, dann endet er mit dem Ergebnis der Punkterichter und deren Ergebnisse führen zur Entscheidung über Sieg und Niederlage oder manchmal auch über ein Unentschieden.

Punktevergabe beim Boxkampf - nicht immer unumstritten

Damit kommt der Punktewertung und der Art und Weise, wie im Boxsport gezählt wird, große Bedeutung zu. Grundlage ist der richtig ausgeführte Schlag im Boxen. Dieser wird mit der behandschuhten und geschlossenen Faust durchgeführt, wobei jener Teil des Handschuhs gemeint ist, der bei ungeschützter Faust den ersten Ansatzgliedern der vier Finger jeder Hand oder den Ansatz- oder Endknöcheln dieser Fingerglieder entspricht.

Treffer im Amateurboxen werden mit Hilfspunkten notiert und zwar sowohl aktive Treffer für den Angreifer als auch passive Hilfspunkte, wenn man den Angriff hat abwehren können. Schafft man einen Gegenangriff und erzielt einen Treffer, erhält man sogar zwei Hilfspunkte. Am Ende der Runde werden die Hilfspunkte in Wertungspunkte übertragen, wobei ein Wertungspunkt drei Hilfspunkten entspricht. Bei zwei verbliebenen Hilfspunkten wird auf einen Wertungspunkt aufgerundet, ein einzelner verfällt. Die Wertungspunkte werden jede Runde für sich beurteilt, wobei auch eine Rolle spielt, wer überlegen und wer unterlegen war.

Im Profiboxen gilt die Ten-Point-Must-Regel. Das bedeutet, dass der überlegene Boxer zehn Punkte erhält, der Unterlegene neun. Wird der Unterlegene niedergeschlagen und musste zu Boden, erhält er nur acht Punkte, bei zweifachem Bodenkontakt gar nur sieben. Ist ein Boxer gegenüber seinem Gegner klar überlegen, gibt es auch nur acht Punkte für den Unterlegenen. Auch hier wird am Ende die Summe der Punkte pro Punkterichter ermittelt.

Entscheidung über den Sieg im Boxkampf

Bei drei Punkterichter ist siegreich, wer zumindest bei zwei Richtern mehr Punkte erzielt hat. So ist ein 2:1-Sieg möglich. Wenn ein Punkterichter für Boxer A und einer für Boxer B einen Vorteil sieht und der dritte ein unentschiedenes Ergebnis aufweist, liegt ein Unentschieden vor. Bei einem Bewerb mit Turniercharakter braucht es für den Aufstieg einen Sieger und in dem Fall würde der Ringrichter den Boxer mit dem besseren Eindruck wählen. Der Ringrichter ist sonst nicht für die Entscheidung zuständig - in dem Fall aber schon.

Bei fünf Punkterichtern ist die gleiche Situation gegeben. Ein Boxer kann einen 3:2-Sieg davontragen. Unentschieden gibt es dann, wenn zwei Punkterichter Boxer A und zwei Boxer B vorne sehen und der fünfte ein Unentschieden meldet.

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Für den Boxkampf braucht man natürlich zwei Boxer und den Boxring als Ort des Kampfes. Das ist auch Nichtkennern klar, aber es gibt rund um den Kampf noch einige weitere wichtige Akteure. Der Trainer und der Sekundant kümmern sich um ihren Boxer, der Ringrichter darum, dass gemäß der Regeln geboxt wird. Und dann gibt es noch den Zeitnehmer für die korrekte Rundenzeit sowie die Punkterichter und die daraus resultierende Punktewertung.

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Boxen PunktewertungArtikel-Thema:
Punktewertung im Boxkampf
letztes Datum:
16. 09. 2020

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