Sie sind hier: Startseite -> Radsport -> Motorradkamera

Motorradkamera bei Straßenradrennen

Livebilder von der Strecke

Die Straßenrennen im Radsport sind unter anderem deshalb so beliebt, weil es sich um eine dynamische und schwer auszurechnende Sportart handelt. Obwohl man weiß, welche Fahrer am Berg oder im Sprint zu den Favoriten zählen, ist doch unklar, wer am Tag X diese Leistung auch abrufen und zeigen kann.

Wie funktioniert die Motorradkamera?

Damit man aber als Zuschauer den Überblick über das Renngeschehen behalten kann, gibt es die Motorradkameras. Üblicherweise sind es drei Teams, die für die Liveübertragung sorgen - jeweils der Fahrer des Motorrades und der Kameramann, der dahinter sitzt und mit waghalsigen Bewegungen versucht, das Rennen via Fernsehgerät oder Mobiltelefon nach Haus zu liefern. Manchmal gibt es sogar mehr als drei Motorräder, es sind auch schon bis zu zehn Stück eingesetzt worden, weil man komplexe Rennsituationen erwartet hat - Beispiel ist der Giro 2018.

Die Bildregie schaltet je nach Situation zwischen den drei Teams hin und her und je nach Landessprache des Veranstaltungslandes bzw. der übertragenden TV-Station wird zum Beispiel "Moto 1" eingeblendet, wenn die Bilder der ersten Motorradkamera gezeigt werden. Bei einem normalen Rennverlauf mit einer Fluchtgruppe und dem Hauptfeld befindet sich die erste Kamera auf Höhe der Fluchtgruppe und zeigt, wer aller in der Fluchtgruppe vertreten ist und wie gut die Gruppe zusammenarbeitet.

Die zweite Kamera fährt auf Höhe der ersten Reihen des Hauptfeldes mit, um zu zeigen, ob auf die Fluchtgruppe reagiert wird und welches Team die Führungsarbeit übernommen hat. Und die dritte Kamera befindet sich am Ende des Hauptfeldes und fängt die Aktionen mit dem Wasserholen ein bzw. zeigt auch, wer Schwierigkeiten hat, dem Tempo zu folgen. Auch Verarztungen und Reparaturen werden von diesem Kamerateam eingefangen.

Besonders interessant ist das Ende des Hauptfeldes bei langen Bergstücken, denn hier wird gezeigt, wer dem Tempo nicht folgen kann und sich zurückfallen lässt, um im Gruppetto gemeinsam ins Ziel zu rollen. Mit der dritten Motorradkamera kann man live dabei sein, wenn das große Hauptfeld immer mehr auseinanderfällt und man sieht auch Favoriten, die an dem Tag nicht mithalten können und bekommt einen besseren Eindruck, was sich hinten abspielt. Das gilt vor allem für die Sprinter, während die Bergfahrer das Tempo verschärfen. Fahrer für Fahrer fallen dann hinten aus dem Feld heraus und bilden so ihre eigene Gruppe mit gemäßigterem Tempo.

Lesen Sie auch

Mit von der Partie ist natürlich die Rennleitung und prüft die Rennsituation. Gewisse Entscheidungen können damit vor Ort getroffen werden, vor allem die Kommunikation mit den Mannschaften. Auch der Rennarzt ist mit eigenem Fahrzeug und medizinischer Ausstattung vor Ort. Die Rennleitung ist aber schon lange vor der eigentlichen Fahrt mit dem Rennen betraut, etwa in Sachen geplanter Streckenführung und während des Rennens mit der Streckenkontrolle.

Weitere Fahrzeuge rund um die Radprofis gibt es mit dem Teamfahrzeug für die Versorgung der Rennfahrer während der oft vielstundigen Rennen. Der neutrale Materialwagen kann Rennfahrer mit Ausrüstung aushelfen, wenn das Teamfahrzeug nicht zur Verfügung steht. Und dann gibt es noch einige Begleiter per Motorrad mit der Motorradkamera, die die tollen Bilder direkt von der Strecke nach Hause schicken können.

Themenseiten

Diesen Artikel teilen

Artikel-Infos

Radsport MotorradkameraArtikel-Thema:
Motorradkamera bei Straßenradrennen
Beschreibung: Die 🚲 Motorradkamera ist eine faszinierende Möglichkeit zum Übertragen der Rennsituation für die Fernsehbilder durch die ✅ mitfahrenden Motorräder.

letztes Datum:
06. 07. 2021

Kategorien

Rund um den Ball
Fußball
Golfsport
Tennis
Ballsportarten

Sommer und Winter
Wintersport
Wassersport
Motorsport

Ausdauersport
Radsport
Leichtathletik
Training

und noch mehr...
Weitere Sportarten
Sportstorys

Olympia
Olympische Spiele