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Ski Alpin Gesamtweltcup Herren

Weltcupsieger der gesamten Saison

Der Gesamtweltcup bei den Herren zeigt die Allrounder-Qualitäten der einzelnen Läufer. Zwar war es immer wieder möglich, dass ein Skirennläufer in schnellen oder technischen Disziplinen soviel gewonnen hatte, dass er auch im Gesamtweltcup jubeln konnte, aber meistens war es nötig, mehrere Disziplinen erfolgreich zu bestreiten.

Seit dem Jahr 1967 wird um den Gesamtweltcupsieg im alpinen Skilauf gefahren und wer diese Wertung gewinnen kann, ist der beste Rennläufer des gesamten Winters. Von der Wertigkeit her ist es die Frage, ob ein Olympiasieg mehr zählt als die große Kristallkugel für den Gewinn des Weltcups. Denn beim Olympiasieg braucht es eine gutes Tagesform, aber beim Weltcupsieg muss man einen ganzen Winter in Form sein.

Dabei gibt es verschiedene Phasen von Weltcupsieger. Ein Marcel Hirscher war höchst erfolgreich und fuhr eigentlich "nur" Slalom und Riesentorlauf. Ab und zu nahm er am Super-G teil und auch an der Kombination. Ein Hermann Maier war hingegen in Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf im Einsatz, Aksel Svindal ebenso. Umgekehrt gewann ein Luc Alphand nur mit Abfahrt und Super-G. Wenn man es also beherrscht und in zwei Diszplinen stets sehr gute Resultate herausfährt, ist auch der Sieg im Gesamtweltcup möglich.

Interessant ist auch, dass zwar oft die gleichen Leute vorne sind, aber der Dreifachsieg in Folge wie ihn Marcel Hirscher zuletzt erzielen konnte, gab es zuletzt in den frühen 1980er-Jahren und das zeigt, dass trotz genialer Skifahrer wie Maier, Giradelli oder Zurbriggen der Gewinn kein Selbstläufer ist und jedes Jahr von neuem der Kampf beginnt.

Der Gewinn des Gesamtweltcups 2016/17 brachte den sechsten Sieg in Folge für Marcel Hirscher - das gab es davor noch nie. Und obwohl es Überlegungen gab, danach mehr auf Speed zu setzen und sich in der Abfahrt zu versuchen, blieb es doch beim üblichen Programm mit Slalom und Riesenslalom sowie dem siebenten Sieg in Folge 2017/18. Als Jungvater war für die nächste Saison eher nicht der Gesamtweltcup ein Thema - theoretisch. In Wirklichkeit holte sich Marcel Hirscher natürlich und zwar überlegen den Gesamtweltcupsieg und damit die 8. große Kristallkugel. Das war es dann aber auch, denn am 4. September 2019 erklärte Marcel Hirscher seinen Rücktritt. Mit acht Siege - noch dazu in Folge - hat er einen Rekord aufgestellt, der vielleicht nie, auf jeden Fall aber sehr schwer zu übertreffen ist.

Weltcupsieger Ski Alpin Gesamtweltcup Herren

Jahr Weltcupsieger Zweiter Dritter
2019 Marcel Hirscher (AUT) Alexis Pinturault (FRA) Henrik Kristoffersen (NOR)
2018 Marcel Hirscher (AUT) Henrik Kristoffersen (NOR) Aksel Svindal (NOR)
2017 Marcel Hirscher (AUT) Kjetil Jansrud (NOR) Henrik Kristoffersen (NOR) 
2016 Marcel Hirscher (AUT) Henrik Kristoffersen (NOR) Alexis Pinturault (FRA)
2015 Marcel Hirscher (AUT) Kjetil Jansrud (NOR) Alexis Pinturault (FRA)
2014 Marcel Hirscher (AUT) Aksel Svindal (NOR) Alexis Pinturault (FRA)
2013 Marcel Hirscher (AUT) Aksel Svindal (NOR) Ted Ligety (USA)
2012 Marcel Hirscher (AUT) Beat Feuz (SUI) Aksel Svindal (NOR)
2011 Ivica Kostelic (CRO) Didier Cuche (SUI) Carlo Janka (SUI)
2010 Carlo Janka (SUI) Benjamin Raich (AUT) Didier Cuche (SUI)
2009 Aksel Svindal (NOR) Benjamin Raich (AUT) Didier Cuche (SUI)
2008 Bode Miller (USA) Benjamin Raich (AUT) Didier Cuche (SUI)
2007 Aksel Svindal (NOR) Benjamin Raich (AUT) Didier Cuche (SUI)
2006 Benjamin Raich (AUT) Aksel Svindal (NOR) Bode Miller (USA)
2005 Bode Miller (USA) Benjamin Raich (AUT) Hermann Maier (AUT)
2004 Hermann Maier (AUT) Stephan Eberharter (AUT) Benjamin Raich (AUT)
2003 Stephan Eberharter (AUT) Bode Miller (USA) Kjetil Andre Aamodt (NOR)
2002 Stephan Eberharter (AUT) Kjetil Andre Aamodt (NOR) Didier Cuche (SUI)
2001 Hermann Maier (AUT) Stephan Eberharter (AUT) Lasse Kjus (NOR)
2000 Hermann Maier (AUT) Kjetil Andre Aamodt (NOR) Josef Strobl (AUT)
1999 Lasse Kjus (NOR) Kjetil Andre Aamodt (NOR) Hermann Maier (AUT)
1998 Hermann Maier (AUT) Andreas Schifferer (AUT) Stephan Eberharter (AUT)
1997 Luc Alphand (FRA) Kjetil Andre Aamodt (NOR) Josef Strobl (AUT)
1996 Lasse Kjus (NOR) Günther Mader (AUT) Michael von Grüningen (SUI)
1995 Alberto Tomba (ITA) Günther Mader (AUT) Jure Kosir (SLO)
1994 Kjetil Andre Aamodt (NOR) Marc Girardelli (LUX) Alberto Tomba (ITA)
1993 Marc Girardelli (LUX) Kjetil Andre Aamodt (NOR) Franz Heinzer (SUI)
1992 Paul Accola (SUI) Alberto Tomba (ITA) Marc Girardelli (LUX)
1991 Marc Girardelli (LUX) Alberto Tomba (ITA) Rudolf Nierlich (AUT)
1990 Pirmin Zurbriggen (SUI) Ole Christian Furuseth (NOR) Günther Mader (AUT)
1989 Marc Girardelli (LUX) Pirmin Zurbriggen (SUI) Alberto Tomba (ITA)
1988 Pirmin Zurbriggen (SUI) Alberto Tomba (ITA) Hubert Strolz (AUT)
1987 Pirmin Zurbriggen (SUI) Marc Girardelli (LUX) Markus Wasmeier (BRD)
1986 Marc Girardelli (LUX) Pirmin Zurbriggen (SUI) Markus Wasmeier (BRD)
1985 Marc Girardelli (LUX) Pirmin Zurbriggen (SUI) Andreas Wenzel (LIE)
1984 Pirmin Zurbriggen (SUI) Ingemar Stenmark (SWE) Marc Girardelli (LUX)
1983 Phil Mahre (USA) Ingemar Stenmark (SWE) Andreas Wenzel (LIE)
1982 Phil Mahre (USA) Ingemar Stenmark (SWE) Steve Mahre (USA)
1981 Phil Mahre (USA) Ingemar Stenmark (SWE) Alexander Zhirov (URS)
1980 Andreas Wenzel (LIE) Ingemar Stenmark (SWE) Phil Mahre (USA)
1979 Peter Lüscher (SUI) Leonhard Stock (AUT) Phil Mahre (USA)
1978 Ingemar Stenmark (SWE) Phil Mahre (USA) Andreas Wenzel (LIE)
1977 Ingemar Stenmark (SWE) Klaus Heidegger (AUT) Franz Klammer (AUT)
1976 Ingemar Stenmark (SWE) Pierro Gros (ITA) Gustav Thoeni (ITA)
1975 Gustav Thoeni (ITA) Ingemar Stenmark (SWE) Franz Klammer (AUT)
1974 Pierro Gros (ITA) Gustav Thoeni (ITA) Hans Hinterseer (AUT)
1973 Gustav Thoeni (ITA) David Zwilling (AUT) Roland Collombin (SUI)
1972 Gustav Thoeni (ITA) Henri Duvillard (FRA) Edmund Bruggmann (SUI)
1971 Gustav Thoeni (ITA) Henri Duvillard (FRA) Patrick Russel (FRA)
1970 Karl Schranz (AUT) Patrick Russel (FRA) Gustav Thoeni (ITA)
1969 Karl Schranz (AUT) Jean-Noel Augert (FRA) Reinhard Tritscher (AUT)
1968 Jean-Claude Killy (FRA) Dumeng Giovanoli (SUI) Herbert Huber (AUT)
1967 Jean-Claude Killy (FRA) Heinrich Messner (AUT) Guy Perillat (FRA)

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