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Judo Mate oder Warten

Unterbrechung der aktuellen Aktion

Bereits ausgeführt wurde, dass die Kampfdauer netto vier oder bei den erwachsenen Männern fünf Minuten dauert, aber netto zu verstehen ist. Das heißt, dass die Unterbrechungen dazu führen, dass die Uhr gestoppt wird und so dauert ein Kampf deutlich länger als die eigentliche Kampfzeit - vom vorzeitigen Ende durch Ippon einmal abgesehen. Diese Unterbrechungen werden durch den Kampfrichter auf der Matte eingeleitet und führen zum Kommando "Mate", was mit Warten zu übersetzt werden kann. Der Kampf wird unterbrochen und erst mit dem Kommando "Hajime" fortgesetzt.

Beim Mate gibt es zwei Möglichkeiten, denn das reine Mate führt dazu, dass die Gegner zu ihrer Ausgangsposition, den Markierungen auf der Kampffläche zurückkehren und einen neuen Angriff aufbauen können und müssen. Mit "Mate - Shido - Hajime" kann man aber auch eine Kombination wählen, bei der die Judokas in der aktuellen Position verbleiben, aber die Aktion unterbrochen wird, um eine Strafe (Shido) aussprechen zu können, ehe an Ort und Stelle weitergekämpft wird. Sehr viel häufiger findet man aber das normale Mate vor, wodurch eine neue Aktion von der Markierung aus beginnt.

Wann gibt es Mate im Judo?

Ein eindeutiger Fall ist dann gegeben, wenn beide Kämpfer die Kampffläche verlassen. Auch wenn ein Kämpfer eine unerlaubte Aktion setzt und sich damit unsportlich verhält, wird Mate ausgesprochen, um die aktuelle Aktion zu unterbrechen. Verletzt sich ein Kämpfer, wird ebenfalls sofort unterbrochen. In dem Fall kann auch der Arzt vor Ort in den Kampf eingreifen, wenn ihm auffällt, dass es zu einem medizinischen Problem gekommen ist.

Die Unterbrechung durch Mate ist auch erforderlich, wenn einer der Kämpfer seinen Judoanzug (Judogi) ordnen muss. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Bodenkampf zu keinen Fortschritt führt. Schafft es ein Gegner aus dem Bodenkampf in eine stehende oder fast stehende Position und trägt den Gegner am Rücken, dann zeigt er damit an, dass sein Gegner die Kontrolle über seine Position verloren hat - auch das führt zur Unterbrechung.

Auch bei misslungenen Aktionen wie etwa Shime-waza oder Kanetsu-waza wird unterbrochen. Der Kampf wird auch vom Kampfrichter unterbrochen, wenn man nicht Judo anwendet. Agiert man plötzlich wie ein Ringer, ist das nicht regelkonform.

Wann gibt es kein Mate?

Es gibt auch Situationen, in denen der Kampfrichter nicht einschreitet. Dazu zählen vor allem zwei Punkte. Wenn ein Kämpfer im Begriff ist, die Kampffläche zu verlassen, schreitet er nicht ein. Und er schreitet auch dann nicht ein, wenn ein Judoka sich aus dem Haltegriff befreien konnte und nach einer Pause ruft, denn das ist seine Sache und nicht Sache von Regelverletzungen.

Mate mit ursprünglicher Position

Bei den schnellen Bewegungen der beiden Judoka kann es auch passieren, dass ein Mate-Kommando erfolgt, das falsch war. In dem Fall kann der Kampfrichter in Übereinstimmung mit den beiden Kampfrichtern am Tisch die beiden Judokas soweit als möglich in die ursprüngliche Position zurückbeordern, damit der Kampf dort weitergeführt werden kann.

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Judo Regeln Mate KampfunterbrechungArtikel-Thema:
Judo Mate oder Warten
letztes Datum:
10. 11. 2019

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