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Eishockey-Strafen und 5-Minuten-Strafe

5-Minuten-Strafe: keine Aufhebung nach einem Tor

Neben der 2-Minuten-Strafe im Eishockeyspiel, die man für ein Vergehen ausfassen kann und die man auf der Strafbank abzusitzen hat, gibt es als höhere Strafe die 5-Minuten-Strafe. Der Unterschied ist, dass für die gleiche Handlung drei weitere Minuten an Strafzeit ausgesprochen werden, wenn sich der Gegner verletzt.

Unterzahl für fünf echte Minuten

Wenn man mit dem Schläger einen Haken produziert und sich dabei beim Gegner einhängt, um ihn entgegen der Spielregeln zu stoppen, dann gibt es dafür zwei Minuten. Das ist ein Schutz, weil der Schläger in der Höhe nichts verloren hat und für gefährliche Situationen sorgen kann. Wenn bei der Aktion der Schläger den Gegner auch noch verletzt und er blutet, dann gibt es fix fünf Minuten Strafe - manchmal bei besonders schweren Vergehen werden auch zehn Minuten ausgesprochen.

Fünf Minuten Strafzeit sind aber durchaus üblich und bedeuten nicht nur, dass man statt zwei fünf Minuten des Spiels in Echtzeit verliert, sondern es bedeutet auch Verhängnisvolles für das eigene Team. Dieses muss nicht nur mit einem Spieler weniger auskommen, es muss dies fünf Minuten lang. Denn bei der 2-Minuten-Strafe wird die Strafe aufgehoben, wenn die zwei Minuten vorbei sind oder wenn davor der Gegner ein Tor erzielen konnte.

Bei der 5-Minuten-Strafe ist das Verhängnisvolle die Tatsache, dass ein Tor gar nichts ändert. Der Gegner bleibt in Überzahl und eine gute Power Play Mannschaft kann auch zwei oder drei Tore erzielen und die Überzahlsituation ausnutzen. Genau deshalb ist die 5-Minuten-Strafe eine große Gefahr für jede Mannschaft im Eishockeysport. Zwei Minuten kann man irgendwie über die Zeit bringen und die Situation retten, aber fünf Minuten lang in Unterzahl zu spielen, ist eine große Herausforderung, die nur selten gut geht, weil man stets unter Druck steht.

Verhängnisvolle Strafzeit

Natürlich ist es einfacher, wenn der Gegner nicht über die spielerischen Mittel verfügt, aber innerhalb von fünf Minuten fällt auch durchschnittlichen Mannschaften eine Idee ein, wie sie einen Angriff durchziehen können. Neben der Unsportlichkeit ist die 5-Minuten-Strafe auch im Hinblick auf diese Gefahr unbedingt zu vermeiden.

Außerdem macht man den Gegner sauer, wenn man deren Mitspieler verletzt hat. Wenn das obendrein ein wichtiger Spieler etwa für den Spielaufbau ist oder ein sehr erfolgreicher Torschütze, dann könnte man das auch als Absicht interpretieren und dann ist man noch zorniger. Aber die Strafe passiert schon einmal, wenn es hektisch zugeht, doch sie sollte die Ausnahme sein. Kein Spieler soll sich verletzen und bluten.

Manchmal passiert es, dass man beim Umdrehen den Stock in der Höhe hat und den Gegner trifft, den man gar nicht gesehen hatte, meist wollte man aber einen Gegner bewusst angreifen, aber nicht so, dass man dafür fünf Minuten kassiert.

Etliche Spiele sind auf diese Art und Weise entschieden worden. Man lag 0:1 zurück, ein Mitspieler wurde am Kopf getroffen und blutete und in den fünf Minuten in Überzahl hat man das Spiel auf 3:1 gedreht und letztlich gewonnen, was ohne dieser Strafzeit vielleicht gar nicht möglich gewesen wäre.

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Eishockey 5-Minuten-StrafeArtikel-Thema:
Eishockey-Strafen und 5-Minuten-Strafe
letztes Datum:
16. 11. 2019

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