Gerade im Sport reagieren viele Menschen bei Gelenkbeschwerden falsch: Sie trainieren entweder wie bisher weiter oder schränken sich fast völlig in der Bewegung ein. Beide Extreme sind in der Regel keine gute Lösung. Gerade empfindliche Knie und Hüften verkraften einiges, wenn die Belastung richtig dosiert ist. Nicht jede Sportart ist geeignet, aber jede gelenkgerechte, d. h. kontrollierte Bewegung erhält Beweglichkeit, Muskelkraft und Belastbarkeit. Gelenkbelastung, Technik, Trainingsumfang und die Frage, ob die gewählte Sportart zum aktuellen Beschwerdebild passt, sind entscheidend.
Wenn Knie oder Hüfte immer wieder Beschwerden machen, geht es nicht darum, jede Belastung zu vermeiden. Anpassende Bewegung ist auch im Umgang mit Gelenkproblemen wichtig. Durch regelmäßige Aktivität wird der Knorpel besser versorgt, die Muskelstabilität wird erhöht, und die Belastung im Gelenk kann gleichmäßiger verteilt werden. Im Zusammenhang mit Sport und gelenkschonender Trainingsplanung finden sich natürlich auch noch andere Wege, wie z.B. Rosaxan für die Gelenke. Entscheidend bleibt aber die Trainingssteuerung! Kein noch so teures Produkt gleicht falsche Belastung oder schlechte Technik aus.
Muskeln rund um Hüfte und Knie stabilisieren. Schwächen in der Beinachse, eingeschränkte Beweglichkeit und ungünstige Bewegungssteuerung führen dazu, dass einzelne Gelenkabschnitte überlastet werden. Bewegung bedeutet nicht nur Ausdauer, sondern auch Kraft- und Mobilisationstraining.
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Für viele Menschen mit empfindlichen Gelenken ist gleichmäßige Bewegung die sinnvollste Wahl. Radeln, schwimmen, zügig gehen. Stoßbelastungen sind gering, dennoch wird das Herz-Kreislaufsystem gut trainiert.
Radfahren ist gelenkfreundlich, weil kontrollierte Bewegung ohne harte Aufschläge stattfindet. Entscheidend bei den Bewegungsarten ist, dass die Sitzposition auf dem Rad stimmt. Fährt man mit einem zu tiefen Sattel, wird das Kniegelenk übermäßig belastet. Schwimmen und Aquatraining sind ideal, weil hier durch den Auftrieb nur ein Bruchteil des eigenen Körpergewichtes zu tragen ist und man lange trainieren kann, ohne es zusätzlich zu belasten.
Walking ist auch ein geeignetes Sportprogramm, wenn man es nicht zu hastig angeht und den richtigen Untergrund wählt. An einer weichen, ebenen Strecke kann man gleichmäßiger gehen als an einer unregelmäßigen Strecke mit vielen steilen Abstiegen oder mit festem, hartem Untergrund.
Weniger geeignet sind alle Sportarten, bei denen verschiedene Bewegungsrichtungen, hohe Sprünge und abruptes Anhalten programmiert sind. Hier ist der Gelenkschaden fast vorprogrammiert. Dazu gehört z. B. Fußball, Tennis, aber auch exzessive Laufeinheiten auf Asphalt. Wer schon Beschwerden hat, sollte nicht mit solchen Belastungen beginnen.
Gerade beim Krafttraining sind Probleme nicht unbedingt die Übungen selbst, sondern oft die Ausführung oder die Last, wie z.B. bei tiefen Kniebeugen mit falscher Technik oder zu hoher Gewichte ohne Vorbereitung. Übt man die Belastungen richtig aus, ist Krafttraining langfristig der Hauptpfeiler in der Versorgung und Stabilisation der Gelenke.
Ein häufiger Fehler ist es, Schmerzen völlig zu ignorieren. Genauso falsch ist es jedoch, bei jedem Auftreten von Schmerzen jede Belastung zu vermeiden. Maßgebend ist die Reaktion des Körpers auf das Training. Bei jedem Training kann man kurzfristige, leichte Beschwerden haben, die nach kurzer Zeit wieder weg sind. Anhaltende Schmerzen oder Schwellungen sind ein ernstzunehmendes Zeichen dafür, dass hier die Belastung ausgeglichen werden muss.
Wer trotz Knie- und Hüftproblemen aktiv sein will, kann das unter Kontrolle tun. Nicht jede Bewegung ist machbar. Doch mit ein wenig Feingefühl, einer genaueren Auswahl, besserer Technik und einer langsameren Steigerung ist Sport selbst mit diesen Einschränkungen möglich und auch machbar, ohne die Gelenke über Gebühr zu schädigen.
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