Skischuhe verbinden Fahrer oder Fahrerin mithilfe der Bindung mit den Skiern. Sie übertragen die Bewegungen, stabilisieren das Sprunggelenk und schützen vor Kälte. Passform und Bauart entscheiden über Kontrolle, Sicherheit und Fahrkomfort, wobei die Entwicklung der Skischuhe schon eine erstaunliche ist. Wesentlich ist dabei, dass nicht jedes Modell für jeden passt, weil Rennfahrer haben ganz andere Bedürfnisse als ein privater Hobbyfahrer, der nur ab und zu eine Abfahrt anstrebt.
Alpin-Skischuhe bestehen in aller Regel aus einer harten Außenschale aus Kunststoff und einem herausnehmbaren Innenschuh, der für Dämmung und Anpassung an den Fuß sorgt. Die Schale bestimmt die Form, wird mit Schnallen und einem Powerstrap am Unterschenkel fixiert und verbindet so den Fuß eng mit der Bindung.
Wichtige technische Kennzahlen sind:
Je niedriger der Flex-Index eines Schuhs ist, desto weicher und komfortabler ist der Schuh. Höhere Werte bedeuten steifere, reaktionsfreudigere Modelle. Für Einsteiger und Einsteigerinnen werden Flexwerte von etwa 50 bis 90 empfohlen, für Fortgeschrittene 70 bis 110, für sehr sportliche Fahrer und Fahrerinnen sowie Rennläufer sogar Werte über 120.
Bildquelle: pixabay.com / Simon
Skischuhe unterscheiden sich in groben Zügen je nach Einsatzbereich:
Ein weiterer Punkt ist die Leistenbreite. Die Hersteller unterscheiden hier meistens:
Die Leistenbreite ist immer in Bezug zur Schuhgröße zu sehen. Ein Referenzwert von 100 mm bezieht sich meistens auf die Größe 26,5, bei kleineren oder größeren Größen ändert sich die tatsächliche Breite entsprechend. Zu schmale Schalen führen zu Druckstellen, zu breite zu Halt- und Steuerungsproblemen.
Gegenüber Herrenmodellen unterscheiden sich Damenschuhe konstruktiv. Sie sind meist etwas niedriger geschnitten, weil im Mittel die Wadenansatzhöhe geringer ist, und werden mit anderen Flex-Bereichen angeboten. Der Innenschuh kann im Fersen- und Wadenbereich anders ausgeformt sein, um die typische Anatomie zu berücksichtigen.
Bei der Wahl des passenden Skischuhs sollten mindestens folgende Faktoren einbezogen werden:
Der Einsatzbereich auf der Piste, im Gelände, im Park bestimmt über zusätzliche Features wie Gripwalk-Sohlen oder Freeride-Funktionen.
Am besten lässt sich der Schuh im Stehen und in leichter Vorlage anprobieren, dabei sollten die Skisocken getragen werden, die später wirklich zur Anwendung kommen. Bei einer größeren Anprobe, bei der mehrere Flex-Bereiche und Leistenbreiten ausprobiert werden, sinkt das Risiko des Fehlkaufs.
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