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Skischuhe im Überblick: Bauarten und Daten

Beeindruckende Entwicklung

Skischuhe verbinden Fahrer oder Fahrerin mithilfe der Bindung mit den Skiern. Sie übertragen die Bewegungen, stabilisieren das Sprunggelenk und schützen vor Kälte. Passform und Bauart entscheiden über Kontrolle, Sicherheit und Fahrkomfort, wobei die Entwicklung der Skischuhe schon eine erstaunliche ist. Wesentlich ist dabei, dass nicht jedes Modell für jeden passt, weil Rennfahrer haben ganz andere Bedürfnisse als ein privater Hobbyfahrer, der nur ab und zu eine Abfahrt anstrebt.

Aufbau und Funktion moderner Skischuhe

Alpin-Skischuhe bestehen in aller Regel aus einer harten Außenschale aus Kunststoff und einem herausnehmbaren Innenschuh, der für Dämmung und Anpassung an den Fuß sorgt. Die Schale bestimmt die Form, wird mit Schnallen und einem Powerstrap am Unterschenkel fixiert und verbindet so den Fuß eng mit der Bindung.
Wichtige technische Kennzahlen sind:

  • Mondopoint: Längenangabe in cm — internationaler Standard für Skischuhgrößen
  • Flex-Index: Steifemessung für den Schuh, meist im Bereich 50 bis 140
  • Leistenbreite: Breite im Ballenbereich in mm ist Indikator für Fußbreite; meist 92 bis 104 mm

Je niedriger der Flex-Index eines Schuhs ist, desto weicher und komfortabler ist der Schuh. Höhere Werte bedeuten steifere, reaktionsfreudigere Modelle. Für Einsteiger und Einsteigerinnen werden Flexwerte von etwa 50 bis 90 empfohlen, für Fortgeschrittene 70 bis 110, für sehr sportliche Fahrer und Fahrerinnen sowie Rennläufer sogar Werte über 120.

Skischuhe und ihre UnterschiedeBildquelle: pixabay.com / Simon

Unterschiede zwischen Freizeit-, Sport- und Rennskischuhen

Skischuhe unterscheiden sich in groben Zügen je nach Einsatzbereich:

  • Komfort- und Einsteigermodelle: weicher Flex, breitere Leisten, stärker gedämmter Innenschuh. Sie verzeihen Fehlbewegungen besser und sind für Personen mit geringerem Kraftaufwand bzw. für Gelegenheitsfahrer gedacht.
  • Sportliche Allmountain- und Pistenmodelle: mittlerer bis hoher Flex, meist mittlere Leistenbreite, etwas direktere Kraftübertragung, für Fahrer und Fahrerinnen mit solider Technik.
  • Rennskischuhe: sehr steifer Flex, schmale Leistenbreite, eng anliegender Innenschuh. Diese Modelle erfordern maximale Präzision auf schnellem wie langsame Fahrt und setzen entsprechend Technik, Kraft und Erfahrung voraus.

Ein weiterer Punkt ist die Leistenbreite. Die Hersteller unterscheiden hier meistens:

  • Low Volume (LV) Skischuhe mit 92 bis 98 mm Leistenbreite für schmale Füße.
  • Mid Volume (MV) mit 98 bis 100 mm für durchschnittliche Fußbreiten.
  • High Volume (HV) ab etwa 102 mm für breite Füße oder hohen Rist.

Die Leistenbreite ist immer in Bezug zur Schuhgröße zu sehen. Ein Referenzwert von 100 mm bezieht sich meistens auf die Größe 26,5, bei kleineren oder größeren Größen ändert sich die tatsächliche Breite entsprechend. Zu schmale Schalen führen zu Druckstellen, zu breite zu Halt- und Steuerungsproblemen.

Gegenüber Herrenmodellen unterscheiden sich Damenschuhe konstruktiv. Sie sind meist etwas niedriger geschnitten, weil im Mittel die Wadenansatzhöhe geringer ist, und werden mit anderen Flex-Bereichen angeboten. Der Innenschuh kann im Fersen- und Wadenbereich anders ausgeformt sein, um die typische Anatomie zu berücksichtigen.

Auswahlkriterien und technische Kennzahlen zusammenführen

Bei der Wahl des passenden Skischuhs sollten mindestens folgende Faktoren einbezogen werden:

  • Fahrkönnen und Geschwindigkeit bestimmen den Flex-Bereich
  • Die Fußform und Problempunkte wie Hallux valgus
  • Hoher Rist
  • Schmale Ferse, die passende Leistenbreite und Innenausstattung bestimmen
  • Körpergewicht und Fahrstil, die darüber, wie steif der Schuh sein sollte

Der Einsatzbereich auf der Piste, im Gelände, im Park bestimmt über zusätzliche Features wie Gripwalk-Sohlen oder Freeride-Funktionen.
Am besten lässt sich der Schuh im Stehen und in leichter Vorlage anprobieren, dabei sollten die Skisocken getragen werden, die später wirklich zur Anwendung kommen. Bei einer größeren Anprobe, bei der mehrere Flex-Bereiche und Leistenbreiten ausprobiert werden, sinkt das Risiko des Fehlkaufs.

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