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Emotionales Wetten: Warum man niemals auf das eigene Lieblingsteam setzen sollte

Emotion vs. Erfolg

Auch wer in diesem Frühjahr etwa in Hinblick auf die WM 2026 und den Endspurt im europäischen Spitzenfußball in die Sportwetten Welt einsteigt, sucht oft nach einem lukrativen Startkapital. Und hierfür bietet sich unter anderem der Bet365 Bonus in Form von Wett Credits mit einer geringen Mindesteinzahlung sowie einem äußerst fairen Quotenlimit an. Solche Aktionen bringen mit sich, dass die psychologische Hemmschwelle für die allererste Einsatzplatzierung drastisch sinkt.

In diesem Fall ziehen die Tipper zuerst das erreichte Guthaben heran, aber generell schnappt hier eine der gefährlichsten Fallen der Sportwelt zu. Viel zu oft wird nämlich ein neu gewonnenes Budget spontan, unüberlegt und hochemotional direkt auf den Sieg des eigenen Lieblingsteams gesetzt.

Der trügerische Optimismus-Bias

Das hängt nicht unbedingt mit einer Ahnungslosigkeit in dem Bereich, sondern auf jeden Fall mit der menschlichen Psyche zusammen. Diese ist nämlich darauf programmiert, die Welt durch eine rosarote Brille zu betrachten. Dieses Phänomen nennt sich Optimismus-Bias und führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit für positive Ereignisse systematisch überschätzt und negative Ausgänge völlig ausgeblendet werden.

Fußballszene aus einem FußballspielBildquelle: wincomparator

Besonders extrem zeigt sich diese kognitive Verzerrung bei Sportwetten, was auch eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts untermauerte. Diese verdeutliche, dass etwa die NFL-Fans die Anzahl der Siege ihres eigenen Teams vor der Saison massiv überschätzen, und damit einher die Konkurrenten als deutlich schwächer einschätzen. Mehr noch, denn interessanterweise trifft dieses Phänomen auch auf professionelle Sportreporter, die nah an einem Team arbeiten, zu.

Das Wunschdenken und die Illusion der Kontrolle

Doch auch das Wunschdenken treibt die Fans scharenweise in die Arme der Wettanbieter. Genauer gesagt, liegt das an der tiefen emotionalen Sehnsucht nach einem Sieg des Lieblingsteams, welche die kognitive Einschätzung direkt beeinflusst. Im Zuge dessen kommt es unter anderem zur maßlosen Überbewertung der Verletzungen von Schlüsselspielern beim Gegner sowie zur Rationalisierung der eigenen Formkrisen.

Hinzu kommt, dass viele Sportbegeisterte Stunden mit der Analyse von Taktiken verbringen und einer Fehlannahme unterliegen. Sie sind nämlich davon überzeugt, die hochkomplexen und zufallsbehafteten Systeme eines Fußballspiels durch reines Fachwissen kontrollieren zu können. Die Realität auf dem Wettmarkt sieht jedoch anders aus und wird ausschließlich durch eine nüchterne Wahrscheinlichkeitsrechnung bestimmt.

Die gefährliche Abwärtsspirale der Frustwette

So kommt es, wie es kommen muss, und wenn der eigene Verein verliert, kollidiert der sportliche Schmerz unmittelbar mit dem finanziellen Verlust. Und diese Kombination bringt häufig die sogenannten Frustwetten, die im Fachjargon auch als "Tilt" bezeichnet werden, mit sich.

In diesen Fällen erhöhen die betroffenen Wetter, mit dem Ziel, das verlorene Geld sofort zurückzugewinnen, viel zu oft ihren nächsten Einsatz impulsiv um 25 bis 50 %. Aber dieser Kontrollverlust bringt ebenfalls fatale Konsequenzen mit sich. Führen doch ständige Rückschläge zu einer Schädigung des Selbstvertrauens, damit einher zu einer enormen Belastung und zum Risiko der Glücksspielsucht.

Rationale Strategien für den Wettalltag

Auch wenn es häufig leichter gesagt als getan ist, sollten Sie Ihre kognitiven Verzerrungen in den Griff bekommen. Und hierfür sollten Sie unter anderem diese Punkte beachten:

  • Tipps auf ihren Lieblingsverein sind also kein Investment und stattdessen ein reines Wunschdenken, weswegen sie vermieden werden müssen.
  • Ebenfalls tabu sind Tipps nach einem Verlust, schließlich zählen die Wut oder der Drang auf den Verlustausgleich zu den Hauptgründen für irrationale Entscheidungen.
  • Ziehen Sie ausnahmslos die aktuelle Form, Infos zu den Verletzten sowie Gesperrten ebenso wie Head-to-Head-Vergleiche, Wetterbedingungen und taktische Ausrichtungen heran.

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