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Aufschlag im Volleyball

Korrekte Durchführung des Service

Der Aufschlag oder häufig auch englisch als das Service bezeichnet ist jene Spielaktion, durch die der Ball in verschiedenen Ballsportarten ins Spiel gebracht wird. Das ist im Tennis und Tischtennis so und auch im Volleyballsport braucht es den Aufschlag, damit die nächste Spielaktion erfolgen kann. Dabei sind einige Regeln für die korrekte Durchführung zu beachten.

Erster Aufschlag und Aufschlagreihenfolge

Der erste Aufschlag im Spiel und damit im ersten Satz wird durch jene Mannschaft ausgeführt, die bei der Auslosung das Recht erhalten hat. Das gilt auch für den fünften und entscheidenden Satz, sofern es dazu kommen sollte und das Spiel nicht davor bereits entschieden wurde. Für die Sätze zwei bis vier gilt, dass jene Mannschaft diesen mit dem Aufschlag beginnt, die im vorangegangenen Satz nicht begonnen hatte. Somit gibt es stets einen Wechsel am Beginn eines Satzes.

Innerhalb der Mannschaft gibt es zwei grundsätzliche Entscheidungen, wer den Aufschlag durchzuführen hat. Grundsätzlich gilt die Aufschlagreihenfolge gemäß dem Aufstellungsblatt, das für jeden Satz abgegeben wird und natürlich das Rotationsprinzip innerhalb der Mannschaft.

Wenn nun das Team A das Aufschlagsrecht inne hat und der Spieler X aufschlägt, wiederholt er den Aufschlag nach gewonnenem Punkt so lange, bis kein Punkt mehr erzielt wird. Es wird also nicht rotiert und die Aufschlagseinheit gilt solange, solange Punkte erzielt werden. Wenn nun Team B das Aufschlagsrecht erhält, wird innerhalb der Mannschaft gemäß Rotationsprinzip im Uhrzeigersinn rotiert. Das bedeutet, dass bei jedem Wechsel des Aufschlagrechts zwischen den Mannschaften innerhalb des Teams, das nun wieder aufschlagen darf, ein Wechsel des Spielers vorgenommen wird, der den Aufschlag auch wirklich durchführt. Daher wird es nie passieren, dass ein Spieler durchwegs den ganzen Satz über für den Aufschlag zuständig ist. Das wäre nur der Fall, wenn das Team alle 25 erforderlichen (oder im finalen Satz 15) Punkte am Stück erzielen würde. Das ist möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich.

Durchführung des Aufschlags

Der Aufschlag muss vom ersten Schiedsrichter genehmigt werden, was passiert, nachdem klar ist, dass beide Mannschaften spielbereit sind. Danach muss der aktuell zuständige Spieler hinter der Grundlinie Aufstellung nehmen. Der Aufschlag ist so durchzuführen, dass mit der Hand, theoretisch auch mit jedem Teil des Armes, der Ball geschlagen wird und zwar nach dem Hochwerfen des Balles. Der Ball senkt sich gemäß Schwerkraft nach unten und wird im richtigen Moment in Richtung gegnerische Hälfte geschlagen.

Eine wichtige Regel besagt, dass zum Zeitpunkt des Aufschlags der Aufschläger mit den Füßen den Boden nicht berühren darf. Es ist also nicht nur eine Frage der Wucht es Aufschlags, warum der Spieler hochspringt, sondern auch Teil des Regelwerks. Durch das Hochspringen kann er von höherer Position aus den Ball in Richtung gegnerischen Spielraum schlagen und verstärkt den Druck für das Team B, das den Ball vor dem Bodenkontakt abfangen muss. Ist der Ballkontakt erfolgt, darf der Aufschläger die Aufschlagszone oder auch das Spielfeld ergo den Spielraum seines Teams natürlich betreten.

Ziel des Aufschlags ist es, den Ball ins Spiel zu bringen und zwar in dem Sinn, dass der Ball über das Netz auf den Boden im Spielraum des Gegners trifft. Für den Aufschlag hat der Spieler acht Sekunden Zeit. Er darf den Ball auftippen und in den Händen drehen, aber beim Schlag nur eine Bewegung ausführen, also keine Doppelberührung durchführen. Außerdem darf der Aufschlag nur ausgeführt werden, nachdem der Schiedsrichter per Pfiff die Erlaubnis gibt. Andernfalls ist der Aufschlag ungültig.

Wichtig ist auch, dass Team B sehen kann, was der Aufschläger von Team A so treibt. Das heißt, dass in den Regeln festgelegt ist, dass es keine Verdeckung etwa durch eine Mauer von Mitspielern geben darf. Team B muss sehen können, wie der Aufschlag durchgeführt wird und welche Bahn der Ball einschlagen wird.

Fehler beim Aufschlag

Als Aufschlagfehler gilt, wenn die Aufschlagreihenfolge innerhalb des Teams nicht beachtet wird oder der Aufschlag technisch nicht korrekt ausgeführt wird. Ein Fehler ist gegeben, wenn der Ball im Netz hängen bleibt oder wenn der Ball ins "Aus" fliegt, also den Spielraum des Gegners nicht trifft. Gleichfalls ein Fehler wird gewertet, wenn der Ball über einen Sichtblock fliegt und der Gegner in der Beobachtung behindert wurde.

Ein Fehler führt zum Punkt des Gegners und das Aufschlagrecht wechselt zur annehmenden Mannschaft. Eine Sonderregel ist aber im Zusammenhang mit Positionsfehler vorgesehen. Wenn Team A aufschlägt und einen Aufschlagfehler zeigt, aber Team B einen Positionsfehler in der Aufschlag hat, gilt der Aufschlagfehler als schwerwiegender, also trotz Positionsfehler holt Team B den Punkt und das Aufschlagrecht. Wird aber der Aufschlag korrekt durchgeführt, gilt der Positionsfehler von Team B und Team A erntet den Punkt und darf weiter aufschlagen.

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