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Mountainbike als Grundlage für das Mountainbiking

Massives Rad für das Gelände und die Hindernisse

Nachdem der Radsport große Begeisterung ausgelöst hatte und Radfahren weiterhin eine der beliebtesten Freizeitsportarten war und ist, wurde der Wunsch nach einem geländegängigen Fahrrad immer lauter. Die Vorstufe war das BMX, mit dem viele Kunststücke gezeigt werden konnten, aber schon bald, spätestens in den 1970er-Jahren, wurden die ersten Mountainbikes gesichtet. Diese Fahrräder kann man durchaus auch nutzen, um auf der Straße zu fahren, doch ihre wahre Stärke ist die Fahrt im Gelände.

Auf der Straße viel langsamer, im Gelände der Chef

Die Palette der Mountainbikes ist dabei sehr groß. Vom massiven und schweren Rad mit 15 Kilogramm Eigengewicht bis zu leichteren Modellen reichte die Auswahl und für Hobbyfahrer gilt dies auch heute noch. Im Profilager verwendet man Räder, die aus Aluminium und/oder Chromoly-Stahl zusammengestellt werden, wobei Chromoly-Stahl eine Legierung aus Chrom und Molybdän darstellt. Mit diesen Materialien ist es gelungen, das Eigengewicht auf etwa zehn Kilogramm zu reduzieren. Zum Vergleich: die Rennräder - etwa bei der Tour de France - haben ein Eigengewicht von sieben Kilogramm. Zwar könnte man die Rennräder noch leichter bauen, aber aus Sicherheitsgründen wird dies untersagt.

Wesentlich ist aber das Mountainbike in seiner Beschaffenheit, was die Geländetauglichkeit betrifft. Denn im Gegensatz zu einem Rennrad gibt es für die Vordergabel und für das Hinterrad jeweils eine Aufhängung, die beim Fahren wie Stoßdämpfer wirken. Das ist beim schnellen Fahren über Stock und Stein auch unbedingt notwendig und diese Funktion würden sich die Radprofis bei Paris - Roubaix auch wünschen, wenn sie über die 20 Kopfsteinpflaster-Stücke fahren. Die Rennräder für die Straße haben so eine Federung nicht integriert.

Straßenrad vs. Mountainbike

Interessant ist die allgemeine Entwicklung der Räder. Ein Straßenrennrad hatte lange Zeit zwei große Kettenblätter und Kränze mit 6 verschiedenen Einheiten, sodass insgesamt 12 Gänge zu nutzen waren. Die Mountainbikes hatten von Beginn an drei vordere Kettenblätter und sechs Kränze hinten und somit standen 18 Gänge zur Verfügung. Das war wichtig, weil bei einem steilen Anstieg im Gelände brauchte man einen anderen ersten Gang als bei einem 18 % steilen Straßenstück. Doch durch die Mountainbikes veränderten sich auch die Rennräder und haben längst auch so viele Gänge - teilweise sogar bis zu 24 (3 Kettenblätter vorne, 8 Kränze hinten) - eine Folge der Mountainbikes und ein Zeiten für wechselseitige Einflussnahme.

Genauso gibt es bei beiden Typen von Rennrädern die Klickpedale, wodurch man sehr schnell seinen Fuß lösen, aber auch wieder fixieren kann. Im Mountainbiking ist das wesentlich, weil man bei gefährlichen Stellen, scharfen Kurven und ähnlichen Situationen rasch das Bein lösen können muss, um sich abzustützen oder einen Sturz zu verhindern.

Ein weiteres Thema sind die Reifen. Beim Straßenrad ist die Fragestellung nach Luftdruck und Material nicht so wesentlich. Eine Reifenauswahl wie bei der Formel 1 zwischen Regenreifen und Trockenreifen gibt es eigentlich nicht. Beim Mountainbike sieht die Sache anders aus. Je nach Gelände gibt es unterschiedliche Breiten mit unterschiedlich ausgeprägtem Profil, wobei auch mit verschiedenem Luftdruck gearbeitet wird - meist wird zwei bis drei Bar verwendet.

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