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Technik für den Sprint über die 100 Meter

Technischer Ablauf des Sprints

Der Sprint über die 100 Meter in der Leichtathletik zählt stets zu den Highlights der Großveranstaltungen, aber auch bei den normalen Leichtathletik-Meetings ist dieses sehr kurze Rennen immer im Mittelpunkt. Der Hintergrund dürfte sein, dass es die Menschen einfach bewegt, wie sich die Sprinterinnen und Sprinter so schnell vorwärts bewegen können. Immerhin erreichen die Herren Geschwindigkeiten von 40 km/h und wer einmal mit dem Fahrrad diese Geschwindigkeit gefahren ist, kann nachempfinden, welche Kraft nötig ist, um den menschlichen Körper zu dieser Leistung bringen zu können.

Technik über 100 Meter

Beim 100 Meter Sprint gibt es drei technische Phasen. Je besser man diese beherrscht, umso erfolgreicher kann man die Wettkämpfe auch bestreiten. Die erste Phase ist der Start, die zweite Phase ist die Beschleunigung bis zur Höchstgeschwindigkeit und die dritte Phase ist das Halten der Geschwindigkeit bis ins Ziel.

Der Start beginnt schon mit der Vorbereitung im Startblock. Dadurch wird der Laufschritt vorsimuliert und der Körper in eine tiefe Lage gebracht. Das hat den Vorteil, dass man beim Start sich einerseits vom Startblock abstoßen kann, zum zweiten hat man wenig Luftwiderstand und kann aus dem Aufrichten des Körpers Energie schöpfen, um die Geschwindigkeit weiter zu steigern.

Nach dem erfolgreichen Start beginnt die Beschleunigung zur Höchstgeschwindigkeit. Bei den Herren werden Zeiten unter 10 Sekunden gelaufen. Wenn man dies auf 100 Meter berücksichtigt und hochrechnet, kommt man auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 36 km/h. Durch den Start passt diese Angabe aber nicht, weshalb die Höchstgeschwindigkeit noch höher liegt, um die Zeit und den Schnitt überhaupt erreichen zu können.

Das Kriterium schlechthin ist aber nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern die Fähigkeit der Teilnehmer, diese möglichst lange zu halten - optimalerweise bis ins Ziel. Es gibt Läuferinnen und Läufer, die auf den letzten 30 Meter scheinbar immer schneller werden - in Wirklichkeit werden die anderen meist langsamer und diese eine Läuferin bzw. dieser eine Läufer hält hingegen seine hohe Geschwindigkeit. Andere sind sehr gute Starter, verlieren aber am Ende viel an Geschwindigkeit, können vom Vorsprung nach dem Start aber profitieren.

Erfolgreich ist beim Sprint über die 100 Meter, wer alle drei Phasen gut beherrscht. Beherrscht man sie sogar sehr gut, dann kann auch ein Rekord möglich sein.

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Es ist in Sachen Durchführung schon ein erheblicher Unterschied, ob ein großes Feld wie bei den olympischen Sommerspielen am Start ist oder ob mit einem Finallauf der Bewerb entschieden ist. Davon hängt auch die Taktik ab, denn bei einem Lauf kann man keine Kraft sparen, bei mehreren Zwischenrunden hingegen sehr wohl.

Gleich ist natürlich, dass die Technik immer die selbe ist und auch die Intensität beim Training, um richtig gute Zeiten laufen zu können. Und dann gibt es die Besonderheiten im 100 Meter Lauf von der großen Bedeutung des Starts bis zur enormen medialen Aufmerksamkeit.

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Laufen 100 m Sprint TechnikArtikel-Thema:
Technik für den Sprint über die 100 Meter
letztes Datum:
05. 09. 2020

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