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Rodelsport

Naturbahnrodeln und Kunstbahnrodeln

Im Rahmen des Wintersports gibt es verschiedene Untergliederungen wie den Skisport und den nordischen Sport sowie auch den Eissport. Eine bekannte Sportart im Rahmen des Eissports ist das Rodeln, das auch die Kinder betreiben, doch im professionellen Sinne gibt es zwei wesentliche Bewerbe und zwar das Naturbahnrodeln und das Kunstbahnrodeln.

Historische Entwicklung beim Rodelsport

Gerodelt wurde schon sehr lange, indem ein Gefährt genutzt wurde, um einen Berg und/oder Hang hinunter zu fahren. Das war in der alpinen Bergwelt sogar für die Kinder eine wichtige Transportmöglichkeit, führte aber im 19. Jahrhundert auch zu Wettbewerbe. Die Rodel selbst ist ein Schlitten, den man wohl in der Schweiz oder in Österreich erfunden hat - denkt man zumindest. In Wirklichkeit wurde er in Norwegen entwickelt, wo man zum Transport auch dieses Gefährt gut brauchen kann.

Erste Rennen mit der Rodel fanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts statt und zwar in der Schweiz. Im Jahr 1883 wurde in Davos ein solches Rennen veranstaltet, bei dem 21 Wettkämpfer aus sechs Nationen mitgewirkt haben. Damit war eine Grundbasis für die Sportart gelegt, wobei der weitere Verlauf sich sehr unterschiedlich gezeigt hat. Denn es bildeten sich zwei Arten von Rodelwettkampf heraus, wobei der natürliche Zugang mit dem Naturbahnrodeln auf Bergen mit steilen Straßen und entsprechenden Kurven stattfand, das Kunstbahnrodeln hingegen in angelegten Bahnen stattfindet.

Während das Kunstbahnrodeln olympisch wurde und damit einen größeren medialen Fokus erhielt, blieben die Versuche der Naturbahnrodler, diese Anerkennung auch zu erhalten, versagt. Dabei wurde die Trennung zwischen Naturbahn und Kunstbahn erst in den 1970er-Jahren fixiert, erstmals bei den Olympischen Winterspielen war man aber schon 1964. Die erste Weltmeisterschaft fand 1955 in Oslo, Norwegen, statt.

Grundlagen zur Rodelbahn

Die Kunstbahn ist nach einem bestimmten Vorgabenkatalog angelegt und dazu gehört das nötige Gefälle ebenso wie der Kreisel und die Steilwandkurven. Die Kunst bei dieser Rodelsportart besteht darin, dass man mit maximaler Geschwindigkeit durch die Bahn fährt, wobei man eine glatte Oberfläche und hohe Fliehgeschwindigkeiten in den Kurven vorfindet.

Im Gegensatz dazu verwendet man Straßen als Naturbahn, die vereist sind und deren Kurven zum Kriterium werden. Steilwandkurven gibt es nicht und es gibt viel welligere Oberflächen als bei der Kunstbahn. Beide Bahnen haben aber etwa eine Länge von 1,5 Kilometer und zahlreiche Kurven, die über Sieg und Niederlage entscheiden.

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RodelsportArtikel-Thema:
Rodelsport
letztes Datum:
20. 11. 2019

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