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Leichtathletik 200 Meter Sprint Technik

Technischer Ablauf des Sprints

So wie der Sprint über 100 Meter sich in drei Phasen zerlegen lässt, kann man auch den Lauf über die 200 Meter entsprechend strukturieren. Wer erfolgreich sein will, braucht dreierlei Fertigkeiten: einen guten Start, ein gutes Tempo in der Kurve und einen langen Atem auf der Schlussgerade.

200 Meter Sprint: Techniktraining wegen der Kurve

Leichtathletik Laufen 200 m Sprint TechnikDer Start ist beim Lauf über 200 Meter wichtig, aber nicht so wichtig wie bei den 100 Meter, weil man die doppelte Zeit hat, um ein paar Hundertstelsekunden aufzuholen. Natürlich ist es besser, den Start sauber hinzubekommen, um von Anfang an eine Spitzenposition einnehmen zu können. Der Start erfolgt im Gegensatz zum Sprint über 100 Meter in der Kurve der Laufbahn und die Läuferinnen bzw. Läufer sind seitlich versetzt angeordnet, damit in der Außenbahn die gleiche Strecke gelaufen wird wie in der viel kürzeren Innenbahn.

Als Starthilfe dient wieder der Startblock, der die Möglichkeit bietet, dass man sich abstoßen kann und damit Fahrt aufnimmt. Dann richtet man sich immer mehr auf und erreicht bald die maximale Höchstgeschwindigkeit. Zu diesem Zeitpunkt läuft man durch die Kurve, um die finale Gerade zu erreichen.

Und die Kurve ist das Kriterium. Denn durch die hohe Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h muss man eine Schräglage einnehmen, um die Fliehkräfte auszugleichen. Aufgrund der physikalischen Kräfte neigt man dazu, nach außen gezogen zu werden und mit Kraft und richtiger Technik sowie mit dem Hineinlehnen Richtung Innenseite der Laufbahn gleicht man das aus. Das bedeutet aber auch, dass die Bänder und Gelenke einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Im Fall vom Sprint über 200 Meter ist dies zwar nur eine Kurve und nicht viele wie bei den langen Laufstrecken, aber dafür mit hoher Wucht und mit hohem Krafteinsatz.

Hat man die Kurve überwunden, dann kommt es zur finalen Geraden. Damit läuft man praktisch die 100 Meter, aber im Gegensatz zum originalen Sprint hat man schon diese Streckenlänge in den Beinen und daher braucht es eine etwas längere Ausdauer, um die Geschwindigkeit bis ins Ziel halten zu können, was natürlich nicht ganz gelingen kann. Hier kann es sich trotz der relativ überschaubaren Streckenlänge schnell rächen, wenn man das Rennen zu intensiv begonnen hat, denn dann verliert man noch viel Zeit auf den letzten Metern.

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