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Judo Hansoku-make-Strafe im Judokampf

Strafe für schwere Vergehen

Hansoku-make ist die Strafe im Judosport für schwere Verstöße oder Vergehen und führt zur sofortigen Disqualifikation, wobei es aber zwei verschiedene Anwendungsgebiete gibt. Wenn man einen leichten Verstoß begangen hat, aber schon vorher für ähnliche Vergehen drei Shidos erhielt, gibt es Hansoku-make als Disqualifikation. Die Aktion an sich wäre kein Grund für den Ausschluss gewesen.

Die direkte Variante setzt aber nicht voraus, dass man schon abgestraft wurde. Ein schwerer Verstoß, der Hansoku-make nach sich zieht, ist die negative Variante zum positiven Ippon. Bei Ippon beendet man mit einer guten Aktion den Kampf als Sieger vorzeitig, bei dieser Strafe beendet man ihn als Verlierer vorzeitig.

Verstöße, die zur Hansoku-make-Strafe führen

Anwendung von Kawazu‐gake (den Gegner zu werfen, indem man ein Bein um das Bein des Gegners schlingt, während man mehr oder weniger in die gleich Richtung schaut wie der Gegner und sich rückwärts auf hin fallen lässt).

Die Anwendung von Kansetsu‐waza irgendwo anders als am Ellenbogengelenk.

Den auf der Tatami liegenden Gegner von der Tatami hochzuheben und ihn zurück auf die Tatami hinunter zu stoßen.

Das Standbein des Gegners von innen wegzufegen, wenn der Gegner eine solche Technik wie Harai‐goshi etc. ausführt.

Die Anweisungen des Kampfrichters zu missachten.

Während des Kampfes unnötige Ausrufe, abfällige Bemerkungen oder Gesten zum Gegner oder Kampfrichter zu machen.

Irgendeine Handlung zu machen, welche den Gegner gefährden oder verletzten könnte, insbesondere das Genick oder die Wirbelsäule des Gegners, oder dem Geist des Judo widerspricht.

Sich während der Ausführung oder dem Versuch der Ausführung von Techniken wie Ude‐hishigi‐wake‐gatame direkt auf die Tatami fallen zu lassen.

Während der Ausführung oder dem Versuch der Ausführung von Techniken wie Uchimata, Harai‐goshi etc. den Kopf durch Beugen nach vorne und unten zuerst auf die Tatami zu „tauchen“, oder sich während der Ausführung oder des Versuches der Ausführung von Techniken wie Kata‐guruma direkt nach hinten fallen zu lassen.

Sich absichtlich nach hinten fallen zu lassen, wenn sich der andere Kämpfer an seinem Rücken fest hält und wenn einer der Kämpfer die Bewegung des anderen unter Kontrolle hat.

Einen harten oder metallischen Gegenstand zu Tragen (bedeckt oder nicht).

Alle Angriffe oder Blocks in Tachi‐waza mit einer oder beiden Händen oder mit einem oder beiden Armen unterhalb des Gürtels werden mit Hansoku‐make bestraft. Es ist nur erlaubt das Bein zu ergreifen, wenn beide Kämpfer in einer klaren Newaza‐Position sind und die Aktion in Tachi‐waza gestoppt wurde.

Jede Handlung, die gegen den Geist des Judo verstößt, kann zu jeder Zeit des Wettkampfes mit einem direkten Hansoku‐make bestraft werden.

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Judo Strafen Hansoku-makeArtikel-Thema:
Judo Hansoku-make-Strafe im Judokampf
letztes Datum:
10. 11. 2019

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