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Unterschied E-Bike vs. E-Mountainbike

Technik, Einsatzbereiche und Trainingswirkung im Vergleich

E-Bikes und E-Mountainbikes unterscheiden sich in Technik, Einsatzbereich und Trainingswirkung deutlich voneinander. Der folgende Artikel ordnet beide Kategorien ein und zeigt ihre Rolle im Freizeit- und Radsportkontext auf.

E-Bike und E-Mountainbike: Begriffe und Technik

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit E-Bike meist ein Pedelec gemeint, bei dem der Motor nur dann „zuschaltet“, wenn auch tatsächlich die Pedale getreten wird. Diese Tretunterstützung reicht bis max. 25 km/h. Technische Vorschriften und Normen, die z. B. Anforderungen an elektrische Systeme, Bremsen und Prüfungen dieser Fahrzeugkategorie definieren, bilden die Grundlage.

E-Mountainbikes sind speziell für den Geländeeinsatz ausgelegte Pedelecs, verfügen meist über einen stabileren Rahmen, stärker dimensionierte Scheibenbremsen, breitere Profilreifen und einen länger ausgelegten Federweg an der Front oder an beiden Radaufhängungen. Der Motor ist meistens auf ein hohes Drehmoment im niedrigen Geschwindigkeitsbereich ausgelegt, damit auch Steigungen, lose Untergründe und technische Passagen gut bewältigt werden können. Im Fachhandel sind heute viele verschiedene Bauformen erhältlich, vom Hardtail mit Federgabel bis zum vollgefederten Bike für die anspruchsvolleren Trails.

Einsatzbereiche: Alltag, Tour und Gelände

Klassische E-Bikes sind vor allem im Alltag, auf Pendelstrecken und auf langen Touren zu finden, die in der Regel auf vorhandenen Wegen verlaufen. Sie haben Schutzbleche, Gepäckträger und Beleuchtung, bieten eine bequeme Sitzposition und sind damit ideale Begleiter im Stadtverkehr oder auf Radwegen und gemischten Freizeitstrecken.

E-Mountainbike bei der Fahrt im WaldBildquelle: pixabay.com / sabinevanerp

E-Mountainbikes sind für Offroad-Strecken und stark profilierte Routen, also für Waldwege, Schotterpisten und die ausgeschilderten Mountainbike-Trails, gebaut. Sie haben eine Geometrie, die auf Kontrolle und Traktion im Gelände setzt, was eine stabile Fahrt bergab und gute Kraftübertragung auf steilen Passagen bergauf möglich macht. Die Grenze zwischen den beiden Typen ist im Freizeitbereich sehr fließend. Viele E-Mountainfahrer setzen ihre Bikes auch auf Forstwegen und bei langen Touren ein, umgekehrt kommen so manche Touren-E-Bikes auch mal auf leichten Schotterstrecken zum Einsatz. Für die Entscheidung über das richtige Rad sind daher Streckenprofil, Untergrund, gewünschte Geschwindigkeit und Alltagsanforderungen zu berücksichtigen.

Trainingswirkung: Unterstützung und Belastungssteuerung

Aus sportwissenschaftlicher Sicht ändert sich durch den Motor die Art der Belastung – nicht der Charakter des Trainings. Wissenschaftliche Studien und praktische Erfahrungen zeigen, dass motorisierte Fahrende oft niedrigere Spitzenleistungen treten, jedoch länger im mittleren Belastungsbereich bleiben und so ihre Gesamtfahrzeit erhöhen.

Bei E-Mountainbikes kommt hinzu, dass mehr Höhenmeter und schwerere Anstiege mithilfe der Motorunterstützung bewältigt werden können, was die muskulär und koordinativ fordernde Arbeit in Rumpf und Beinmuskulatur steigert. Gleichzeitig kann die Motorunterstützung auch zur genauen Steuerung der Intensität herangezogen werden, da die Unterstützungsstufen an Tagesform und Trainingsziel angepasst werden können, beispielsweise bei Grundlagenausdauerfahrten im Gelände.

Für den Breiten- und Gesundheitssport kann die Einführung von E-Bikes den Zugang zum regelmäßigen Radfahren erleichtern, beispielsweise für Menschen mit geringer Grundlagenausdauer oder in Regionen mit vielen Höhenmetern. Marktforschungs- und Nutzungserhebungen belegen, dass E-Bikes insgesamt dazu führen, Wege häufiger mit dem Rad zurückzulegen und längere Distanzen zu fahren, was das tägliche Bewegungsvolumen anhebt.

Marktentwicklung und Bedeutung für den Radsport

Die Marktentwicklung des Zweirad-Industrie-Verbandes registriert seit Jahren einen sprunghaften Anstieg der in Deutschland zugelassenen E-Bikes, wobei die E-Mountainbikes einen steigenden Anteil am Gesamtsegment einnehmen. Nach den letzten Auswertungen sind in Deutschland mehrere Millionen Fahrräder als E-Bikes registriert, wodurch neue Nutzungsformen zwischen Alltagsmobilität und sportlicher Aktivität etabliert werden.

Am Ende macht die Wahl zwischen E-Bike und E-Mountainbike die Summe aus Streckenprofil, sportlichen Zielsetzungen, technischen Fertigkeiten und den eigenen Anforderungen aus dem Alltag. Wer vornehmlich im Geländeradsport unterwegs sein möchte, wird von der Geometrie und Ausstattung eines E-MTBs profitieren. Wer hingegen das Rad mehrheitlich im Stadt- und Tourenbereich einsetzen möchte, ist mit einem klassischen E-Bike besser bedient.

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Das E-Bike ist eine große Hilfe für Leute, die gerne auch Rad fahren möchten, aber mit der Kraft oder den Gelenken ein wenig Probleme haben. Allerdings muss man auch aufpassen, weil ohne Erfahrung kann das E-Bike zu schnell werden, weshalb Ratgeber auch ein guter Zugang sein können.

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