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Nordische Ski-WM: Skispringen Herren Normalschanze

Bewerb von der kleineren Schanze

Auch beim Bewerb der Normalschanze macht sich der V-Stil bemerkbar, trotzdem ist hier jener Athlet im Vorteil, der über einen kräftigen Absprung verfügt, weil man mit dem Fluggefühl nicht mehr allzuviel korrigieren kann. Das Springen von der Normalschanze wird seit 1962 im Rahmen von Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen durchgeführt.

Die Normalschanze wurde lange als K90-Schanze bezeichnet und bringt mit dem modernen V-Stil Weiten je nach Schanzenprofil von bis zu 110 Meter oder knapp darüber, bei manchen Schanzen sind kaum mehr als 105 Meter zu erreichen. Da im Weltcup fast nur noch von der Großschanze gesprungen wird (mit Ausnahme der Skiflug-Konkurrenzen), ist die Großschanze zum Standard geworden, während die Normalschanze selten anzutreffen ist. Die Schanzen gibt es weiterhin, sie wurden früher auch häufig im Weltcup eingesetzt, aber mittlerweile springt man lieber von der Großschanze auf 140 Meter Weite.

Livesport mit Sky Q

Nur vor Großereignissen werden gerne ein paar Weltcupbewerbe eingebaut, damit man sich mit dem kürzeren Anlauf und dem anderen Profil vertraut machen kann. Ein wesentliches Kriterium ist die Haltung, denn Unterschiede bei den Haltungsnoten wirken sich in Relation zur Weite stärker aus als auf der Großschanze. Die Großschanze streut auch mehr, das heißt, es gibt größere Abstände bei der Flugweite, auf der Normalschanze sind die Ergebnisse viel knapper und so kann es auch sein, dass fast zehn Springer vor dem zweiten Durchgang noch reelle Medaillenchancen haben.

Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf

Gold: Piotr Zyla (Polen)
Silber: Karl Geiger (Deutschland)
Bronze: Anze Lanisek (Slowenien)

 

Weltmeister Skispringen Normalschanze

Jahr Gold Silber Bronze
2021 Piotr Zyla (POL) Karl Geiger (GER) Anze Lanisek (SLO)
2019 Dawid Kubacki (POL) Kamil Stoch (POL) Stefan Kraft (AUT)
2017 Stefan Kraft (AUT) Andreas Wellinger (GER) Markus Eisenbichler (GER)
2015 Rune Velta (NOR) Severin Freund (GER) Stefan Kraft (AUT)
2013 Anders Bardal (NOR) Gregor Schlierenzauer (AUT) Peter Prevc (SLO)
2011 Thomas Morgenstern (AUT) Andreas Kofler (AUT) Adam Malysz (POL)
2009 Wolfgang Loitzl (AUT) Gregor Schlierenzauer (AUT) Simon Ammann (SUI)
2007 Adam Malysz (POL) Simon Ammann (SUI) Thomas Morgenstern (AUT)
2005 Rok Benkovic (SLO) Jakub Janda (CZE) Janne Ahonen (FIN)
2003 Adam Malysz (POL) Tommy Ingebrigtsen (NOR) Noriaki Kasai (JPN)
2001 Adam Malysz (POL) Martin Schmitt (GER) Martin Höllwarth (AUT)
1999 Kazuyoshi Funaki (JPN) Hideharu Miyahira (JPN) Masahiko Harada (JPN)
1997 Janne Ahonen (FIN) Masahiko Harada (JPN) Andreas Goldberger (AUT)
1995 Takanobu Okabe (JPN) Hiroya Saito (JPN) Mika Laitinen (FIN)
1993 Masahiko Harada (JPN) Andreas Goldberger (AUT) Jaroslav Skala (CZE)
1991 Heinz Kuttin (AUT) Knet Johanssen (NOR) Ari-Pekka Nikkola (FIN)
1989 Jens Weißflog (DDR) Ari-Pekka Nikkola (FIN) Heinz Kuttin (AUT)
1987 Jiri Parma (TCH) Matti Nykänen (FIN) Vegard Opaas (NOR)
1985 Jens Weißflog (DDR) Andreas Felder (AUT) Per Bergerud (NOR)
1984 Jens Weißflog (DDR) Matti Nykänen (FIN) Jari Puikkonen (FIN)
1982 Armin Kogler (AUT) Jari Puikkonen (FIN) Ole Bremseth (NOR)
1980 Anton Innauer (AUT) Manfred Deckert (DDR)
Hirokazu Yagi (JPN)
 
1978 Matthias Buse (DDR) Henry Glaß (DDR) Alexei Borowitin (URS)
1976 Hans-Georg Aschenbach (DDR) Jochen Danneberg (DDR) Karl Schnabl (AUT)
1974 Hans-Georg Aschenbach (DDR) Dietrich Kampf (DDR) Alexei Borowitin (URS)
1972 Yuko Kasaya (JPN) Akitsugu Konno (JPN) Seiji Aochi (JPN)
1970 Gari Napalkov (URS) Yukio Kasaya (JPN) Lars Grini (NOR)
1968 Jiri Raska (TCH) Reinhold Bachler (AUT) Baldur Preiml (AUT)
1966 Bjoern Wirkola (NOR) Dieter Neuendorf (DDR) Paavo Lukkariniemi (FIN)
1964 Veikko Kankkonen (FIN) Toralf Engan (NOR) Torgeir Brandtzaeg (NOR)
1962 Toralf Engan (NOR) Antoni Laciak (POL) Helmut Recknagel (DDR)

Lesen Sie auch

Alle zwei Jahre gibt es das dichte Programm der alpinen und nordischen Ski-Weltmeisterschaften sowie der Biathlon-WM, wobei im Biathlon die Weltmeisterschaft jedes Jahr stattfinden kann. Die größte Veranstaltung ist jene der Nordischen, weil mit Skispringen, Nordischer Kombination und Langlaufen gleich drei Wintersportarten berücksichtigt werden.

Seit geraumer Zeit gibt es die Weltmeisterschaft der Nordischen alle zwei Jahre in ungeraden Jahren, sodass man sich nicht mit den olympischen Winterspielen überschneiden kann.

Die meisten Bewerbe finden natürlich im Langlaufen statt, wo es mit dem Skatingstil (oder auch der freien Technik) sowie dem klassischen Langlaufstil zwei Ausrichtungen gibt. Außerdem gibt es mit dem Sprint und den langen Rennen zwei verschiedene Voraussetzungen. Frauen und Männer bestreiten die gleichen Rennen, nur laufen die Männer länger.

Die gleichen Bewerbe gibt es auch für die Männer mit jedoch längerer Strecke. Sie laufen den Marathon über 50 Kilometer statt 30 bei den Frauen oder 15 Kilometer statt der 10 Kilometer, die Rennen sind sonst die gleichen bis hin zum Teamsprint.

Die zweite Sportart ist die Nordische Kombination, bei der sowohl die Normalschanze als auch die Großschanze für den Sprung eingesetzt werden kann. Zusätzlich gibt es dem Teambewerb und als neuen Bewerb wurde der Teamsprint aufgebaut.

Das dritte Standbein der nordischen Ski-Weltmeisterschaften ist das Skispringen, bei dem seit geraumer Zeit auch die Frauen mitwirken dürfen. Sie absolvieren ein Einzel und den Teambewerb, die Männer haben sowohl die Normalschanze als auch die Großschanze als Bewerb zur Verfügung. Aufgrund des immer besseren Damenskispringens hat sich auch der Mixed-Bewerb herausgebildet.

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Artikel-Infos

Nordische Ski-WM Skispringen Normalschanze der HerrenArtikel-Thema:
Nordische Ski-WM: Skispringen Herren Normalschanze
letztes Datum:
27. 02. 2021

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