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Formel 1 und Freitag-Training

Formel 1-Training am Freitag als Vorbereitung

Das Rennwochenende in der Formel 1 beginnt eigentlich schon vor dem Freitag mit der Anreise der Teams. Auch nutzen die Fahrer und ihre Mechaniker die Gelegenheit, um die Strecke abzugehen und bestimmte Punkte der Rennstrecke entweder beim ersten Befahren kennenzulernen oder sich wieder aus dem Vorjahr in Erinnerung zu rufen. Sehr wichtig ist dieses Abgehen der Strecke auch, wenn sich Streckenteile verändert haben.

Trainingseinheiten am Freitag

Formel 1 Freitag-TrainingMit dem Freitag geht es dann im Sinne des Motorsports richtig los. Die Formel 1-Fahrer haben an diesem Tag zweimal die Möglichkeit, die Rennstrecke im renntauglichen Modus zu nutzen und zwar einmal am Vormittag eine Stunde und einmal am Nachmittag. Die Ausnahme ist traditionell der Grand Prix von Monaco, denn dort wird am Donnerstag statt am Freitag das Training absolviert, dafür ist der Freitag rennfrei.

Das Training am Freitag dient dazu, das Auto auf die Rennstrecke optimal einzustellen. Die Bremswege müssen berücksichtigt werden, die Schaltübersetzung ebenso und die gesamte Aerodynamik des Rennwagens muss auf die Gegebenheiten eingestellt werden, damit die Höchstgeschwindigkeiten möglich werden. Dabei muss aber ein Kompromiss geschaffen sein, denn in den langsamen Kurven braucht man gute Bodenhaftung, in den schnellen Passagen Höchstgeschwindigkeit und beides ist nur mühsam zu erreichen.

Um dem gewünschten Endergebnis möglichst nahe zu kommen, gibt es das Freitag-Training, das für das Rennen noch gar keine Aussage hat. Das Training ist oft auch eine Herausforderung, weil man sich selbst als Fahrer auf die Strecke einstellen muss. Die meisten sogenannten "Ausritte", bei denen man unfreiwillig die Strecke verlässt und sich im Reifenstapel oder auf einer Wiese wiederfindet, passieren an diesem Tag, weil man den Rhythmus der Rennstrecke noch nicht verinnerlicht hat oder weil das Auto noch nicht richtig abgestimmt ist und schnell ausbricht, wodurch man die Kontrolle verliert.

Bedeutung des Freitag-Trainings

Muss man überhaupt dieses Training absolvieren? Ja und zwar im Sinne der Regeln und vor allem für den eigenen Erfolg. Im Sinne der Regeln insofern, als es uninteressant wäre, wenn die Fans Eintrittskarten für den Freitag kaufen und dann keine Autos zu sehen sind. Das macht für die Betreiber der Rennserie keinen Sinn.

Aber die Fahrer wollen selbst tätig werden, weil sie zum einen Rennfahrer sind, zum anderen ändern sich die Fahrzeuge jedes Jahr und die Bedingungen können auch sehr unterschiedlich sein. Es kann mehr oder weniger Sand auf der Strecke zu finden sein, es kann eine neue Kurvenkombination geben oder es kann auch sein, dass die Strecke neu asphaltiert wurde. Ungeachtet solcher Besonderheiten ist es aber für den Fahrer selbst wichtig, den Rhythmus der Strecke wieder einzuprägen, weil sonst hat man im Rennen ein Problem und fliegt bald von der Strecke.

Außerdem kann man sich anschauen, wie schnell man im Vergleich zur Konkurrenz ist. Zwar könnte man auch bluffen und absichtlich langsamer fahren, aber das ist nicht wirklich hilfreich, weil man im Rennen auch unter Vollbelastung fahren muss und wenn das nicht verinnerlicht wurde, hat man wieder ein Problem. Also sind die Zeiten schon aussagekräftig, aber es kann noch sein, dass man für den Samstag eine bessere Kombination bei der Aerodynamik, beim Justieren der Gänge oder ähnlicher technischer Einrichtungen findet, weil man ins Hintertreffen geraten war.

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