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Ski Alpin Videokontrolle

Kontrolle der regelkonformen Fahrweise

Ein alpinen Skirennen vor allem bei olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften oder auch im Weltcup erfordert neben der Piste, der Kurssetzung und natürlich den Teilnehmerinnen oder Teilnehmern auch einiges an Technik. Dazu gehört die Zeitnehmung, dazu gehört aber auch die Videokontrolle.

Videokontrolle im alpinen Skilauf

Ski Alpin VideokontrolleUnter der Videokontrolle versteht man die vollständige Aufnahme eines Rennens vom Start bis ins Ziel von Rennläufer(in) Nummer eins bis zum letzten Starter oder der letzten Starterin. Das bedeutet, dass nicht die Bewegung selbst im Fokus steht, sondern das richtige Passieren des Kurses vom ersten Tor bis zum letzten, ehe das Ziel erreicht wurde.

Dabei gibt es verschiedene Ansätze zum Thema, denn bei einer Abfahrt spielt die Videokontrolle für die Jury eine untergeordnete Rolle. Dass man in der Abfahrt einfädelt, kann passieren, ist aber meist mit einem nachfolgenden Sturz verbunden und man kann eigentlich keinen Vorteil daraus gewinnen. Auch beim Super-G ist davon auszugehen.

Ganz anders sieht die Lage im Slalom aus, denn wenn man ein Tor nicht richtig passiert hat, kann es durchaus sein, dass man daraus einen Vorteil zieht und vor allem ist das Rennen nicht im Sinne der Spielregeln durchgeführt worden. Dabei muss es gar nicht sein, dass man Strecke abkürzt, es kann zum Beispiel passieren, dass man mit dem einen Ski das Tor richtig passiert hat, aber mit dem anderen Bein und Ski hat man die innere Linie gewählt, sodass die Kippstange zwischen den Beinen niedergedrückt wird. Die Fahrt geht weiter und als Zuschauer und auch oft als Jury erkennt man den Unterschied kaum, der Fahrer merkt es aber schon, wenn etwas nicht gepasst hat.

Da gerade bei den Kippstangen im Slalom diese Gefahr groß ist, ist die Auflage gegeben, dass es bei den großen Rennen wie olympischer Slalom (auch Kombinationsslalom) und Weltmeisterschaften, aber auch im Weltcup eine Videokontrolle gibt. Empfohlen wird sie auch für den Riesentorlauf, ist dort aber keine Auflage. Empfohlen wird sie auch für andere FIS-Rennen im Slalom, ist aber auch dort keine Verpflichtung.

Heiße Diskussionen 2012/13

Das Thema Videokontrolle wurde zu einem großen, als Marcel Hirscher mehrfach vorgeworfen wurde, eingefädelt zu haben, also zumindest ein Tor nicht richtig passiert zu haben. Dabei kam es zu große Differenzen mit Konkurrent Ivica Kostelic, der unfaires Verhalten attestiert hatte. Auch Felix Neureuther stand im Verdacht, eingefädelt zu haben. Diese Beispiele zeigten, wie sensibel der Verlauf des Slaloms geworden ist, weil es selbst bei mehrfacher Kontrolle oft nicht klar zu sagen ist, ob man nun über die gekippte Stange gefahren ist oder ob man richtig passiert hat. Die Geschwindigkeiten im Slalom sind mit 60 bis 70 km/h auch hoch und die Stangen sehr dynamisch und beweglich, sodass beim aufspritzenden Schnee eine Aussage nur nach intensivem Studium wirklich zu treffen ist.

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