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Ski Alpin Startbereich und Startvorgang

Der Beginn des Rennens für jeden Läufer

Eine sehr wichtige Phase vor dem Rennen im alpinen Skirennsport ist das Startprozedere. Doch bevor der Start für einen Durchgang in den technischen Rennen wie Slalom oder Riesentorlauf sowie für die schnellen Rennen erfolgt, muss man sich vorbereiten können. Sowohl das Starthaus als auch die individuelle Vorbereitung sind durch die Regeln fix vorgegeben und von den Veranstaltern entsprechend zu ermöglichen.

Starthaus als Ausgangspunkt

Ein wichtiges Detail im Skirennsport ist das Starthaus. Es handelt sich dabei meist um ein Zelt, das Schutz vor dem Wetter bietet und zwei bis drei Läuferinnen oder Läufer hintereinander Platz bieten kann. Man ist mehr vor Wind und Niederschlag geschützt als im Bereich um das Starthaus und hier beginnt auch die Startvorbereitung. Die Läuferinnen und Läufer müssen mit bereits angeschnallten und rennfertigen Skier ihre Position einnehmen und wenn sie an die Reihe kommen, richten sie sich entsprechend her, positionieren ihre Stücke zum Abstoßen und konzentrieren sich auf den Einsatz. Nur die persönlichen Trainer dürfen hier nochmals die Muskeln aufwärmen, alle anderen Leute haben im Starthaus nichts verloren - vom Startpersonal abgesehen.

Vorbereitungszone

Ski Alpin Startbereich RennstartEin weiterer wichtiger Bereich im Startbereich ist natürlich die Zone um das Starthaus selbst, wo sich nur Trainer, technische Betreuer und die Sportler selbst aufhalten dürfen. Hier werden keine Autogramme unterschrieben und niemand darf stören. Einzig die Kameras zeigen die Läuferinnen und Läufer, bei denen manche Witze reißen, während andere tief konzentriert nochmals den eingeprägten Kurs durchgehen, um ja keinen Fehler auf der Fahrt zu machen.

Der Aufbau der Konzentration ist sehr wichtig, wobei auch die Gespräche mit den Trainern erfolgen. Wenn die Teamkollegen schon die Strecke abgefahren sind, funken sie nach oben, wie die Fahrt war, wie die Schneebeschaffenheit gewesen ist und worauf man achten sollte oder wo sich der Kurs gegenüber der Besichtigung verändert hat. Diese Informationen werden an die weiteren Läuferinnen übermittelt, die sich darauf einstellen können.

Dieser Startbereich ist für die professionelle Ausübung sehr wichtig, denn mitten unter den Fans wäre der Aufbau der Konzentration gar nicht möglich. Zwar gibt es lustige Leute, die damit kein Problem hätten, aber die meisten brauchen ihre Ruhe, um den richtigen mentalen Zugang zum Rennen für sich finden zu können. Mit unkonzentrierter Haltung ist ein Rennen kaum zu gewinnen und daher braucht es den Aufbau vor dem Einsatz und den ruhigen Platz, wo dies möglich ist.

Ablauf des ordnungsgemäßen Starts

Wenn sie an die Reihe kommen, fahren sie von hinten in das Starthaus und stoppen vor der Startvorrichtung mit dem Startstab. Dieser wird dann so eingerichtet, dass der Läufer diesen berühren muss, um auf die Strecke gelangen zu können und damit wird die Zeit ausgelöst. Davor gibt es aber noch die Startfreigabe.

Die Reihenfolge laut Startnummer wird nur manchmal unterbrochen, wenn Besonderheiten passiert sind. Das ist beim Abfahrtslauf häufiger der Fall als beim Slalom oder Riesentorlauf. Wenn beim Abfahrtslauf jemand schon gestartet ist, aber seine Fahrt durch Abwinken unterbrochen wurde, weil vor ihm ein weiterer Läufer gestürzt ist, dann darf dieser Fahrer natürlich nochmals an den Start gehen und wird dann, wenn er dazu bereit ist, sich in die Reihe einordnen. So kann es doch passieren, dass die Nummer 8 nach der Nummer 20 an den Start geht.

Erhält der Läufer vom Startrichter die Freigabe und hat dieser den Startstab eingerichtet, dann hat der Läufer etwa fünf Sekunden Zeit, um den Start durchzuführen. Dabei gibt es unterschiedliche Methoden. Manche Stützen sich demonstrativ auf ihren Stöcken ab, die sich in den Matten vor dem Starthaus positioniert haben, andere benützten die Stöcke kaum. Aber sobald sie sich in das Rennen begeben, verwenden alle ihre Skistöcke, um sich mehrfach abzustoßen und Geschwindigkeit aufzunehmen.

Sehr spektakulär war der Start immer von Hermann Maier, der den Eindruck erweckt hatte, als würde er die ersten Tore vor Siegeswillen zum Frühstück verspeisen wollen. Sein Gegenteil war Bode Miller, der am Start stand, als ob er mit dem Rennen nichts zu tun hätte. Sobald aber das Rennen begann, waren beide gleich schnell - also ist das Startprozedere eher eine psychologische Angelegenheit.

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