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Alto de Angliru und Vuelta

Alto de Angliru: Kletterei bis zu 23,5 %

Jede größere Radrundfahrt im internationalen Radsport hat seine Besonderheiten und das gilt besonders für die Bergetappen. Die Tour de France kennt Alpe d´Huez, die Österreich Rundfahrt die Glockneretappe, auch der Giro hat berühmte Berge, vor denen sich manche Fahrer fast fürchten wie das Stilfser Joch oder der Monte Zoncolan und auch die Vuelta hat ihre besonderen Bergankünfte. Die Fahrt nach Andorra wird gerne genannt, aber eine besondere Fahrt wurde seit 1999 jene hinauf auf den Alto de Angliru.

Sehr steiler Anstieg in Spanien

Dieser Berg befindet sich im Nordwesten Spaniens und sein Pass ist auf einer Höhe von 1.557 Meter erreicht, was für spanische Verhältnisse recht hoch ist, weil in Küstennähe viele Berge zwar steil sind, aber kaum nennenswerte Höhen aufweisen. Nur Andorra, die hohen Pässe der Pyrenäen und im Süden die hohen Gipfel sind deutlich höher.

Wirklich interessant ist der Alto de Angliru aber wegen eines anderen Faktums, denn man fährt auf diesen Pass von einer Höhe von 320 Meter aus und das heißt, dass man 1,2 Kilometer hochfährt. Gewürzt wird diese Leistung dadurch, dass die Höhe binnen etwa zehn Kilometer überwunden wird und das heißt, dass man eine durchschnittliche Steigung von bereits über zehn Prozent vor sich weiß. Es gibt aber flachere Stücke und damit muss es auch steilere geben und das ist auch richtig so und der Grund für das berüchtigte Image dieses Berges, denn die steilsten Stücke sind bis zu 23,5 (!) Prozent steil.

Damit sind die Sprinter keinesfalls glücklich, aber selbst die Bergfahrer haben Mühe, ihr Tempo zu halten, wenn sie die zwar kurzen, aber äußerst steilen Rampen erreichen. Es sind dies die steilsten Stücke des modernen Radsports und somit eine wirkliche Besonderheit, bei der Fahrer mit einem wechselnden Rhythmus klar im Vorteil sind gegenüber Fahrern, die gerne in einer Variante den Berg hochfahren wollen. Eine solche Steigung erfordert viel Krafteinsatz und gute Technik und wenn jemand besonders gut in Form ist und hier angreift, kann er große Abstände herausholen, aber man kann auch sehr schnell an seine eigenen Grenzen geraten.

Die Bergankunft dieses steilen Berges in Asturien ist damit ein absolutes Kriterium für den Erfolg bei der Vuelta, wenn er auf dem Programm steht, was in den letzten Jahren häufiger der Fall war. Der Berg wurde damit zu einem Markenzeichen der Vuelta.

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