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Col du Tourmalet und Tour de France

Tourmalet: Klassiker der Tour de France

Im Jahr 1911 wurde im Rahmen der Tour de France erstmals über den Galibier in den Alpen gefahren, aber schon ein Jahr davor gab es die Fahrt über den Col du Tourmalet, dem mit 2.115 Meter Seehöhe höchsten Pass in den französischen Pyrenäen. Viele berühmte Geschichten erzählt man sich von diesem Berg, vor allem von seiner Anfangszeit.

Sehr bekannter Pass in den Pyrenäen

Bevor die Radfahrer über den Pass gelassen wurden, wurde die Strecke überprüft, wobei der Inspekteur fast ums Leben kam, aber trotzdem grünes Licht gab. Die Radfahrer bezeichneten danach die Organisatoren als Mörder, weil sie die Radfahrer über diesen hohen Pass geschickt haben und auch vom Drama von Eugene Christophe aus dem Jahr 1913 wird gerne in Reportagen erzählt. Ihm war die Fahrradgabel gebrochen und damals gab es die Regel, dass niemand außer der Fahrer selbst das Rad reparieren darf. Das erledigte er nach einem Fußmarsch bei einem Schmied. Heute wäre eine solche Regelung unvorstellbar. Ist ein Rad defekt, gibt es den Teamwagen und meist ein sofort zur Verfügung gestelltes Reserverad - man stelle sich vor, die heutigen Radprofis versuchen sich als Handwerker!

Der Tourmalet befindet sich in den westlichen Pyrenäen und kann Westen und Osten befahren werden. Dabei sind beide Anstiege sehr lang, von Westen sind es 18,4 Kilometer und über 1.400 Höhenmeter und von Osten 17,1 Kilometer und über 1.200 Höhenmeter, die zu überwinden sind. Der Tourmalet ist daher immer ein Berg der höchsten Kategorie (HC) und ist häufig im Programm der Tour de France zu finden. Wenn der Col du Tourmalet als Bergankunft auf dem Programm steht, ist er für die Gesamtwertung besonders wichtig, aber auch bei einer Fahrt, die noch zu einem weiteren Gipfel führt, ist die Kletterei wesentlich.

Zwar sind die Steigungen überschaubar mit maximal 10 %, aber dies dafür über einen langen Zeitraum, weshalb man einen guten Rhythmus und gute Form braucht. Es reicht nicht, wenn man fünf Kilometer schnell fahren kann, weil damit hat man nicht einmal ein Drittel des Berges absolviert.

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