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Champs-Élysées und Tour de France

Champs-Élysées: Finale in Paris

Der Kurs der Tour de France mit seinen über 3.000 Kilometer ist jedes Jahr ein anderer und es gibt auch Ausflüge in das Ausland wie Fahrten in den Niederlanden, in Deutschland, Belgien, der Schweiz oder Italien. In einem Jahr werden zuerst die Alpen und dann die Pyrenäen gefahren, im nächsten Jahr wechselt diese Richtung. Doch seit 1975 gibt es einen Fixpunkt und das ist das Finale in der französischen Hauptstadt Paris mit den Rundfahrten auf der Champs-Élysées oder offiziell eigentlich Avenue des Champs-Élysées.

Finale in Paris nach drei harten Wochen

Diese Prachtstraße von Paris bietet sich geradezu für ein Spektakel an und was vorher passiert, bekommen die Leute nicht so mit, die zu zigtausenden bereits auf die Radprofis warten. Die letzte Etappe der Tour de France beginnt nämlich mit Blödeleien, es wird der Gesamtsieger gefeiert, der aufgrund eines ungeschriebenen Gesetzes nicht mehr angegriffen wird und die Fahrer unterhalten sich und feiern, dass die Quälerei ein Ende hat.

Scharf gefahren wird auf den ersten Kilometern überhaupt nicht - im Gegenteil: es wird sogar Alkohol getrunken und auf den Sieger angestoßen, was bei jeder anderen Etappe ein absolutes "no go" wäre. Doch wenn die Vororte von Paris erreicht werden, wird das Tempo angezogen und dann wird die Champs-Élysées erreicht und befahren und zwar mehrfach. Vor den Augen von etwa einer Million Menschen wird auf dem Kopfsteinpflaster ein Rundkurs von knapp mehr als sechs Kilometer absolviert, der je nach Ausgabe verschieden viele Runden beinhalten kann. Am Ende gibt es den Zielsprint, meist ein Massensprint und dieser Sieg in Paris ist für die Sprinter ein ganz besonders wichtiger.

Eine Besonderheit gab es 1989, als nicht der Rundkurs gefahren wurde, sondern ein Einzelzeitfahren absolviert wurde. Jenes wurde zur Berühmtheit, denn Greg LeMond siegte und holte sich damit den Gesamtsieg, obwohl er hinter Laurent Fignon gelegen war. Dieser war der sichere Sieger, verlor die Tour aber beim Zeitfahren um letztlich nur acht Sekunden. Berühmt wurde das Zeitfahren nicht nur wegen der Stimmung und Spannung, sondern auch, weil LeMond einen Triathlonlenker montiert hatte, um eine bessere Haltung zu nutzen - damit war er Vorreiter dieser Überlegung, die heute ganz normal bei Zeitfahrmaschinen ist.

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