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Monte Zoncolan und Giro d´Italia

Monte Zoncolan: Steigungen bis 22 %

Die Veranstalter des Giro d´Italia lieben es, die Bergetappen besonders schwierig zu gestalten, denn sie wollen unbedingt den Schwierigkeitsgrad der Tour de France übertreffen. Dieses Konkurrenzdenken bedeutet für die Radprofis einigen Stress, denn damit werden steile Berge und große Herausforderungen ausgewählt, um den Schwierigkeitsgrad hoch zu halten oder gar noch zu steigern.

Extrem steiler Berg

Ein Beispiel für dieses Bemühen und der Einbau des Monte Zoncolan in den Etappenplan. Dieser Berg befindet sich in den Karnischen Alpen nahe der Grenze zu Österreich im Nordosten Italiens und ist 1.750 Meter hoch, was noch nicht so besonders ist. Er kann vom Osten und vom Westen befahren werden und gerade die Westseite ist für den Giro d´Italia zum Kriterium geworden. In den letzten Jahren wurde diese Seite immer wieder in den Etappenplan als Bergankunft integriert.

Denn die Durchschnittssteigung alleine beträgt auf der Fahrt über die Westseite 11,5 % und ist damit zum Teil höher als die höchsten Steigungsprozente einiger Berge, die in den Alpen bei der Tour de France auf der Speisekarte stehen. Damit ist man aber schon gewarnt, weil wenn der Durchschnitt so hoch ist, kann man sich ausrechnen, dass es auch steiler geht und das ist beim Monte Zoncolan der Fall, da es Rampen bis zu 22 % Steigung gibt.

Solche Steigungsprozente findet man sehr selten, auch im Spitzensport oder generell auf Straßenkarten, da es für die Fahrzeuge auch ungewöhnlich ist, solche Steigungen zu überwinden. Die Straße hinauf ist so schmal, dass die letzten Kilometer ohne Wagenkolonne gefahren wird, das heißt die Teamfahrzeuge haben keine Zufahrt und nur der neutrale Materialwagen kann bei Problemen aushelfen. Fahrer, die gerne lange Anstiege in einem Rhythmus hochstampfen wollen, haben hier auch ihre Probleme, weil sie aus dem Sattel steigen müssen, um im Wiegetritt das Tempo aufrecht zu erhalten.

Der Monte Zoncolan ist ein Kriterium des Giro d´Italia und zeigt sonderbare Szenen, bei denen die stärksten Bergfahrer fast zum Stillstand kommen. Die Fernsehkamera kann kaum einfangen, wie sehr das Gelände ansteigt, an den Reaktionen der Fahrern kann man dies aber gut ablesen.

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