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Springreiten und Springreitturniere

Parcour zu Pferde überwinden - schnell und fehlerfrei

Das Pferd war die eigentliche Möglichkeit, große Distanzen zu überwinden, denn der Mensch brauchte lange, bis das Automobil oder auch nur das Fahrrad erfunden wurden. Mit Pferde kann man nicht nur lange Strecken reiten, sondern auch Hindernisse wie Zäune oder Mauern überspringen. Diese Erkenntnis führte zu dem Springreiten, einem Bewerb des Pferdesports, der sich im 19. Jahrhundert in England entwickelt hatte.

Der Ursprung waren die Jagdausritte, bei denen auch so manches Hindernis übersprungen wurde und daraus entstand die Idee, einen Sport zu schaffen, bei dem Reiter/in samt Pferd Hindernisse schnell und sicher überspringen sollten. Allerdings war der Sport lange Zeit vor allem ein militärischer. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg war das Springreiten zu einem offenen Bewerb geworden, bei dem Damen und Herren teilnehmen durften. 1953 Übernahme die FEI (= Fédération Equestre Internationale) als Weltverband das Springreiten. Die erste offene Weltmeisterschaft fand 1974 statt und damit ist das Springreiten auch eine jener Sportarten, bei der Damen und Herren gleichzeitig unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten können und dürfen.

Im Springreiten gilt die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen auch als Höhepunkt, dazu gibt es Weltmeisterschaften und den Weltcup mit internationalen Springturnieren.

Grundlage des Springreitens ist ein Parcours, der zwischen 700 und 1.000 Meter lang ist und 12 bis 15 Hindernisse aufweist. Dabei müssen diese Hindernisse so aufgebaut werden, dass es zumindest drei Kombinationen gibt, also Hindernisse, die unmittelbar hintereinander übersprungen werden müssen. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Wettbewerbe, die sich in Fehlerzeitspringen und in Zeitspringen untergliedern.

Fehlerzeitspringen sind dann gegeben, wenn ein Parcours innerhalb einer festgesetzten Zeit absolviert werden muss. Fehler werden mit Strafpunkte bewertet. Im Gegenzug dazu gibt es auch Zeitspringen, bei denen es keine Zeitbeschränkung gibt. Die Fehler werden in Sekunden umgerechnet und erhöhen die Gesamtzeit der Teilnehmer/innen.

 

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