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Leichtathletik WM Speerwurf Frauen

Besondere Technik beim Anlauf für den weiten Wurf

Der Speerwurf repräsentiert die frühesten Jagdtechniken der Menschen und ist eine klassische Disziplin bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften, die durch veränderte Techniken Neuerungen erfahren hat. Gleich blieb freilich, dass man viel Kraft und noch mehr eine gute Koordination braucht, um den Speer wirklich weit werfen zu können und so eine Medaillenchance sein eigen zu nennen.

Denn die Aufgabe besteht darin, dass man im Rahmen eines Anlaufs den Speer in die richtige Position bringt, um ihn dann ruckartig werfen zu können. Das heißt, dass ein schnelles Laufen bis zur Abwurfzone alleine nicht hilfreich wäre, es braucht die seitliche Position, um den Speer günstig zu postieren und dann auch die Dynamik, damit er im richtigen Winkel davonfliegen kann. Ist der Winkel zu steil, wird der Speer nicht weit fliegen, ist er zu flach, wird die Geschwindigkeit fehlen.

Die Frauen werfen den Speer über 65 Meter weit, manchmal werden auch Weiten über 70 Meter erreicht. Dabei gibt es häufiger knappe Resultate, bei denen wenige Zentimeter über die Medaillen entschieden können, klare Siege sind aber auch möglich. Der Speerwurf ist eine komplexe Angelegenheit, bei der der Wind und die äußeren Bedingungen auch eine große Rolle spielen. Die Herausforderung kann man in der Siegerliste ermitteln, denn es gelang bisher niemanden, seinen WM-Titel unmittelbar bei der nächsten Weltmeisterschaft zu wiederholen.

Ergebnis WM 2019 in Doha

Gold Kelsey-Lee Barber (Australien) 66,56 m
Silber Liu Shiying (China) 65,88 m
Bronze Lyu Huihui (China) 65,49 m

 

Weltmeister Speerwurf Frauen

Jahr Höhe Gold Silber Bronze
2019 66,56 m Kelsey-Lee Barber (AUS) Liu Shiying (CHN) Lyu Huihui (CHN)
2017 66,76 m Barbora Spotakova (CZE) Lingwei Li (CHN) Huihui Lyu (CHN)
2015 67,69 m Kathrina Molitor (GER) Lyu Huihui (CHN) Sunette Viljoen (RSA)
2013 69,05 m Christina Obergföll (GER) Kimberley Mickle (AUS) Maria Abakumova (RUS)
2011 71,99 m Maria Abakumova (RUS) Barbora Spotakova (CZE) Sunette Viljoen (RSA)
2009 67,30 m Steffi Nerius (GER) Barbora Spotakova (CZE) Maria Abakumova (RUS)
2007 67,07 m Babora Spotakova (CZE) Christina Obergföll (GER) Steffi Nerius (GER)
2005 71,70 m Osleidys Menéndez (CUB) Christina Obergföll (GER) Steffi Nerius (GER)
2003 66,52 m Mirela Maniani (GRE) Tatjana Schikolenko (RUS) Steffi Nerius (GER)
2001 69,53 m Osleidys Menéndez (CUB) Mirela Tzelili (GRE) Sonia Bisset (CUB)
1999 67,09 m Mirela Tzelili (GRE) Tatjana Schikolenko (RUS) Trine Solberg-Hattestad (NOR)
1997 68,78 m Trine Solberg-Hattestad (NOR) Joanna Stone (AUS) Tanja Damaske (GER)
1995 67,56 m Natalja Schikolenko (BLR) Felicia Ţilea-Moldovan (ROM) Mikaela Ingberg (FIN)
1993 69,18 m Trine Solberg-Hattestad (NOR) Karen Forkel (GER) Natalja Schikolenko (BLR)
1991 68,78 m Xu Demei (CHN) Petra Felke-Meier (GER) Silke Renk (GER)
1987 76,64 m Fatima Whitbread (GBR) Petra Felke (DDR) Beate Peters (BRD)
1983 70,82 m Tiina Lillak (FIN) Fatima Whitbread (GBR) Anna Verouli (GRE)

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Gerade bei den Frauen hat sich in der Leichtathletik sehr viel getan. Viele Jahre hatten die Frauen weit weniger Bewerbe zu absolvieren und damit auch weit weniger Medaillenchancen als die Männer. Bewerbe wie der Stabhochsprung oder auch die 50 Kilometer im Gehen wurden Zug um Zug eingebaut und nun gibt es nahezu das gleiche Programm. Punktuell gibt es aber traditionelle Änderungen wie etwa bei 100 Meter Hürdenlauf statt 110 Meter oder den Siebenkampf statt dem Zehnkampf der Männer.

Das Laufen ist natürlich die größte Säule der Weltmeisterschaft und auch die Frauen laufen viele Strecken vom Sprint über 100 Meter bis zu der Strecke von 10 Kilometer inklusive Hürdenlauf und Staffelbewerb. Auch der Hindernislauf wird im Stadion ausgetragen.

Abseits des Leichtathletikstadions werden drei Bewerbe durchgeführt. Zum einen wird der Marathonlauf veranstaltet, der durch die Stadt der Veranstaltung führt und auch die langen Strecken über 20 und 50 Kilometer im Gehen werden auf diese Art und Weise abseits des Stadions entschieden.

Der Stabhochsprung wie auch der Dreisprung wurden später erst für die Frauen zugelassen, aber seither wird das gleiche Programm im Springen der Leichtathletik durchgeführt, wobei gerade im Stabhochsprung die Leistung deutlich nach oben geschraubt werden konnte.

Die dritte Säule der Weltmeisterschaft ist mit den Wurfbewerben erreicht. Aber das Kugelstoßen läuft völlig anders ab als etwa der Hammerwurf. Gleiches gilt, wenn man versucht, den Diskuswurf mit dem Speerwurf zu vergleichen.

Der Höhepunkt ist der Mehrkampf in Form des Siebenkampfes, bei dem die drei Bereiche Laufen, Springen und Werfen zu einer Einheit verbunden werden.

WM Siebenkampf Frauen

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Leichtathletik WM Speerwurf FrauenArtikel-Thema:
Leichtathletik WM Speerwurf Frauen
letztes Datum:
19. 10. 2020

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