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Leichtathletik WM Marathonlauf Männer

Straßenkurs mit viel Taktik

Der Marathon ist für viele Menschen zum großen Ziel geworden und die Strecke über 42 Kilometer zählt auch für die Langstreckenläufer zu einem ebenso großen Ziel, wenn es um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft geht. Aber gelaufen wird der Marathon im Rahmen der Weltmeisterschaft oft anders als beim normalen Stadtmarathon.

Die Aufgabenstellung ist dabei die gleiche, denn man läuft die berühmte Strecke über 42,195 Kilometer und zwar nicht im Stadion, was extrem mühsam wäre, sondern auch als Stadtkurs in der gastgebenden Stadt. Aber während bei einem normalen Stadtmarathon oft die Zeiten im Fokus stehen und man kein Problem hat, wenn man im Ziel eingeht, möchte man bei der Weltmeisterschaft vor allem die Medaillen gewinnen können und daher ist ein zu hohes Tempo nicht so gut und die Taktik spielt auch eine Rolle. Gerade die Teams aus Kenia und Äthiopien sind bekannt dafür, dass sie sich gegenseitig unter Druck setzen, aber auch abwarten, was passiert. Die Zeiten sind daher meist nicht so gut, wie man sie von den Marathons von Berlin bis London her kennt.

Die Männer laufen den Marathon in guten 2:07 oder 2:08 Stunden, es kann aber auch eine schwächere Zeit von 2:12 herauskommen, wobei es auch davon abhängt, wie die Bedingungen sind. Hohe Luftfeuchtigkeit kann ebenso aufs Tempo drücken wie auch starker Wind, doch meist entscheidet die Taktik das Geschehen. Der Marathon auf WM-Ebene ist jedenfalls ein Thema für die afrikanischen Läufer, die letzte europäische Medaille war durch Viktor Röthlin aus der Schweiz im Jahr 2007 gewonnen worden.

Ergebnis WM 2019 in Doha

Gold Lelisa Delisa (Äthiopien) 2:10:40
Silber Mosinet Geremew (Äthiopien) 2:10:44
Bronze Amos Kipruto (Kenia) 2:10:51

 

Weltmeister Marathon Männer

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2019 2:10:40 Lelisa Delisa (ETH) Mosinet Geremew (ETH) Amos Kipruto (KEN)
2017 2:08:27 Geoffrey Kirui (KEN) Tamirat Tola (ETH) Alphonce Felix Simbu (TAN)
2015 2:12:28 Ghirmay Ghebreslassie (ERI) Yemane Tsegay (ETH) Munyo Solomon Mutai (UGA)
2013 2:09:51 Stephen Kiprotich (UGA) Lelisa Desisa (ETH) Tadese Tola (ETH)
2011 2:07:38 Abel Kirui (KEN) Vincent Kkpruto (KEN) Feyisa Lilesa (ETH)
2009 2:06:54 Abel Kirui (KEN) Emmanuel Mutai (KEN) Tsegay Kebede (ETH)
2007 2:15:59 Luke Kibet (KEN) Mubarak Hassan Shami (QAT) Viktor Röthlin (SUI)
2005 2:10:10 Jaouad Gharib (MAR) Christopher Isegwe Njunguda (TAN) Tsuyoshi Ogata (JPN)
2003 2:08:31 Jaouad Gharib (MAR) Julio Rey (ESP) Stefano Baldini (ITA)
2001 2:12:42 Gezahegne Abera (ETH) Simon Biwott (KEN) Stefano Baldini (ITA)
1999 2:13:36 Abel Antón (ESP) Vincenzo Modica (ITA) Nobuyuki Sato (JPN)
1997 2:13:16 Abel Antón (ESP) Martín Fiz (ESP) Steve Moneghetti (AUS)
1995 2:11:41 Martin Fiz (ESP) Dionicio Cerón (MEX) Luíz Antônio dos Santos (BRA)
1993 2:13:57 Mark Plaatjes (USA) Lucketz Swartbooi (NAM) Bert van Vlaanderen (NED)
1991 2:14:57 Hiromi Taniguchi (JPN) Ahmed Salah (DJI) Steve Spence (USA)
1987 2:11:48 Douglas Wakiihuri (KEN) Ahmed Salah (DJI) Gelindo Bordin (ITA)
1983 2:10:03 Robert De Castella (AUS) Kebede Balcha (ETH) Waldemar Cierpinski (DDR)

Lesen Sie auch

Das Programm bei den Männern im Rahmen der Leichtathletik war im Gegensatz zu den Frauen seit jeher bestanden und so gibt es die Disziplinen auch schon seit Beginn der ersten Weltmeisterschaften im Laufen, Springen, Werfen und im Mehrkampf.

Das Laufen ist der größte Bereich und liefert viele Strecken vom kurzen Sprint über 100 Meter bis zur langen Strecke von 10 Kilometer sowie die Bewerbe über die Hürden, im Staffellauf und auch den spektakulären Hindernislauf.

Der Marathonlauf schließt die Laufbewerbe ab, findet aber abseits des Leichtathletikstadions statt und zwar durch eine Strecke durch die Veranstalterstadt. Das ist auch in den langen Gehbewerben so, die über 20 und 50 Kilometer ausgetragen werden.

Im Springen gibt es vier Bewerbe, die jeder für sich anders abläuft. Zwar gibt es eine finale Technik beim Hochsprung und beim Stabhochsprung, aber trotzdem ist der Ablauf ein völlig unterschiedliche. Genauso kann man Weitsprung und Dreisprung nicht wirklich vergleichen.

Auch im dritten Bereich des Werfes gibt es vier Bewerbe, die jeder eine andere Technik erfordern. Im Kugelstoßen agiert man ganz anders als im Diskuswurf oder im Hammerwurf. Wieder ganz anders läuft es im Speerwurf ab.

Der Mehrkampf der Männer vereint die drei Bereiche zu einer Königsdisziplin, die aus zehn Herausforderungen besteht und deshalb ist ein Sieger des Zehnkampfes auch als König der Leichtathletik zu bezeichnen.

WM Zehnkampf Männer

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Leichtathletik WM Marathon MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik WM Marathonlauf Männer
letztes Datum:
19. 10. 2020

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