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Leichtathletik WM 800 m Männer

Mittelstrecke mit genau zwei kompletten Stadionrunden

Bei den Sprintdistanzen sind die Läufer aus den USA und Jamaika verstärkt erfolgreich, doch ab der Mittelstrecke verschiebt sich die Erfolgsquote ganz klar in Richtung afrikanischer Läufer. Die kürzere der beiden Mittelstreckendistanzen, die bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft absolviert wird, ist jene über die 800 Meter.

Die Aufgabenstellung besteht darin, dass man zwei komplette Stadionrunden zu absolvieren hat. Eine Runde ist bekanntlich 400 Meter lang und so sind mit zwei Runden die 800 Meter vollständig zurückgelegt, wobei man Sprinterqualitäten für das Finale weiterhin braucht, aber es braucht auch eine Einteilung der Kraft, weil man sonst im Finale Probleme bekommt. Taktisch hat man mehr Zeit als im Sprint, aber nicht viel mehr Zeit. Man kann schnell beginnen und die Konkurrenz unter Druck setzen, kann aber auch risikieren, selbst am Ende zu verlieren.

Die Männer laufen die 800 Meter in meist um 1:44 Minuten, manchmal schneller, manchmal etwas langsamer. Das kann auch mit dem Wind zu tun haben, ein weiterer Faktor ist die Frage, wie taktisch das Rennen angelegt wird und wer teilnimmt. Der Blick auf die Siegerliste zeigt, dass die Läufer aus Kenia oder Äthiopien bereits vermehrt angeführt werden, aber es gibt auch Franzosen und Polen, die Medaillen erobern können, auch Russen und Kanadier konnten Medaillen mit nach Hause nehmen.

Ergebnis WM 2019 in Doha

Gold Donavan Brazier (USA) 1:42,34
Silber Amel Tuka (Bosnien-Herzegowina) 1:43,47
Bronze Ferguson Rotich (Kenia) 1:43,82

 

Weltmeister 800 Meter Männer

Jahr Zeit Gold Silber Bronze
2019 1:42,34 Donavan Brazier (USA) Amel Tuka (BIH) Ferguson Rotich (KEN)
2017 1:44,67 Pierre-Ambroise Bosse (FRA) Adam Kszczot (POL) Kipyegon Bett (KEN)
2015 1:45,84 David Lekuta Rudisha (KEN) Adam Kszczot (POL) Amel Tuka (BIH)
2013 1:43,31 Mohammed Aman (ETH) Nick Symmonds (USA) Ayanleh Souleiman (DJI)
2011 1:43,91 David Rudisha (KEN) Abubaker Kaki (SUD) Juri Borsakowski (RUS)
2009 1:45,29 Mbulaeni Mulaudzi (RSA) Alfred Kirwa Yego (KEN) Yusuf Saad Kamel (BRN)
2007 1:47,09 Alfred Kirwa Yego (KEN) Gary Reed (CAN) Juri Borsakowski (RUS)
2005 1:44,24 Rashid Ramzi (BRN) Juri Borsakowski (RUS) William Yiampoy (KEN)
2003 1:44,81 Djabir Saïd-Guerni (ALG) Juri Borsakowski (RUS) Mbulaeni Mulaudzi (RSA)
2001 1:43,70 André Bucher (SUI) Wilfred Bungei (KEN) PaweÅ‚ Czapiewski (POL)
1999 1:43,30 Wilson Kipketer (DEN) Hezekiél Sepeng (RSA) Djabir Saïd-Guerni (ALG)
1997 1:43,38 Wilson Kipketer (DEN) Norberto Téllez (CUB) Rich Kenah (USA)
1995 1:45,08 Wilson Kipketer (DEN) Arthémon Hatungimana (BUR) Vebjørn Rodal (NOR)
1993 1:44,71 Paul Ruto (KEN) Giuseppe D"Urso (ITA) Billy Konchellah (KEN)
1991 1:43,99 Billy Konchellah (KEN) José Luiz Barbosa (BRA) Mark Everett (USA)
1987 1:43,06 Billy Konchellah (KEN) Peter Elliott (GBR) José Luiz Barbosa (BRA)
1983 1:43,65 Willi Wülbeck (BRD) Rob Druppers (NED) Joaquim Cruz (BRA)

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Das Programm bei den Männern im Rahmen der Leichtathletik war im Gegensatz zu den Frauen seit jeher bestanden und so gibt es die Disziplinen auch schon seit Beginn der ersten Weltmeisterschaften im Laufen, Springen, Werfen und im Mehrkampf.

Das Laufen ist der größte Bereich und liefert viele Strecken vom kurzen Sprint über 100 Meter bis zur langen Strecke von 10 Kilometer sowie die Bewerbe über die Hürden, im Staffellauf und auch den spektakulären Hindernislauf.

Der Marathonlauf schließt die Laufbewerbe ab, findet aber abseits des Leichtathletikstadions statt und zwar durch eine Strecke durch die Veranstalterstadt. Das ist auch in den langen Gehbewerben so, die über 20 und 50 Kilometer ausgetragen werden.

Im Springen gibt es vier Bewerbe, die jeder für sich anders abläuft. Zwar gibt es eine finale Technik beim Hochsprung und beim Stabhochsprung, aber trotzdem ist der Ablauf ein völlig unterschiedliche. Genauso kann man Weitsprung und Dreisprung nicht wirklich vergleichen.

Auch im dritten Bereich des Werfes gibt es vier Bewerbe, die jeder eine andere Technik erfordern. Im Kugelstoßen agiert man ganz anders als im Diskuswurf oder im Hammerwurf. Wieder ganz anders läuft es im Speerwurf ab.

Der Mehrkampf der Männer vereint die drei Bereiche zu einer Königsdisziplin, die aus zehn Herausforderungen besteht und deshalb ist ein Sieger des Zehnkampfes auch als König der Leichtathletik zu bezeichnen.

WM Zehnkampf Männer

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Leichtathletik WM 800 m MännerArtikel-Thema:
Leichtathletik WM 800 m Männer
letztes Datum:
19. 10. 2020

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